Jeder Schriftsteller von Verdienst.....

hat in der lesenden Welt seinen eigenen Kreis, und selbst der am meisten gelesene hat nur einen größern Kreis in derselben. So weit ist es noch nicht mit der Kultur der Deutschen gekommen, daß sich das was den Besten gefällt, in jedermanns Händen finden sollte. 

Friedrich von Schiller


Für mich einer der größten Dichter.  Mit dem 

"Lied von der Glocke", 

 ist ihm wieder ein Meisterwerk gelungen. 

Dieses Gedicht ist auch heute noch detailgetreu, denn das Verfahren hat sich bis heute kaum geändert.  

Wenn man das Gedicht heute auch nicht mehr so oft rezitiert, so stammen doch viele geflügelte Worte aus Schillers Glocke:

"Neues Leben blüht aus den Ruinen"
"Wo rohe Kräfte sinnlos walten"

 Schiller ist Kultur und ihn und seine Werke zu kennen, gehört für mich zur Allgemeinbildung.  

Aber neben Schiller darf ich Mörike nicht vergessen, mit dem ich in Cleversulzbach auf dem Bauernhof meiner Großmutter aufgewachsen bin. Mörike war mir immer allgegenwärtig. Wenn ich in Cleversulzbach den Opa auf dem Friedhof besucht haben, dann habe ich mir immer das Grab der Dichtermüttern Schiller und Mörike angeschaut.

Oma rezitierte immer dann den Turmhahn. Cleversulzbach, hier hat Mörike die schönste Zeit seines Lebens als Pfarrer verbracht.  So kannte ich Schiller und Mörike von Kind auf. 

 

Wer schon lange auf meinem Blog liest, hat bestimmt schon vieles davon gelesen und kann sich ein wenig erinnern. 

https://rundumludwigsburg.blogspot.de/search?q=Cleversulzbach 

Das Grab der Dichtermütter befindet sich direkt neben dem Grab meiner Eltern, das aus geschichtlichen Gründen nun von der Gemeinde erhalten wird.  Vielleicht kommst du mal in das Mörike-Dorf in Cleversulzbach dann kannst du auch auf Mörikes Spuren wandeln.

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Astrid fragt in der Oktoberaktion 

 "Was macht für mich unsere Kultur aus!"

Als ich den Beitrag gelesen habe, kam mir gleich in den Sinn "Allgemeinbildung". Das ist aber so ein breit gefächertes Thema, dass man schlecht sagen kann, was denn "Allgemeinbildung" ist. 

Was mich erstaunt hat, ich habe ca. 20 Leute gefragt, was sie unter Kultur verstehen und hier sagten die meisten: "Allgemeinbildung". 

 Nachdem ich mich mal kundig gemacht habe, konnte ich folgendes lesen: 

"Allgemeinwissen ist das, was ein Mensch braucht, um sich in der Welt zu orientieren."   Schwanitz hat mal ein Buch geschrieben

 

"Bildung",

 

 schon alleine der Titel ist Provokation und Schwanitz wird auch oft gerne als Besserwisser dargestellt. 

Dazu hat Er aber auch zu sagen:

"Besserwisser wollen vor allem eines: Den korrekten Umgang mit korrekten Daten. Leider wird zu viel geschlampt, werden Informationen großzügig ausgelegt, wird Unwissenheit hingenommen und Daten nach dem
Stille-Post-Verfahren falsch weitergeben. Es ist keine Besserwisserei, wenn man sich einfach mit diesem Umgang mit falschen Daten nicht anfreunden kann" 

 Ich blättere gerne in dem Buch und kann manches immer wieder lesen. 

 

Heute ist es leicht, schnell mal im Internet nachzuschlagen, mein Chef sagte immer: "Vorsicht, nicht alles, was im Internet steht, ist auch richtig." 

Gerade dieses Buch ist so interessant und man erfährt schon sehr vieles. Es ist aber unmöglich sich das alles anzueignen. 


Meine Meinung zur Allgemeinbildung:

Sog. Besserwisser wollen vor allem eines: den korrekten Umgang mit korrekten Daten. Leider wieder viel zu oft geschlampt, werden Informationen großzügig ausgelegt, wird Unwissenheit hingenommen und Daten nach dem "Stille-Post"-Verfahren falsch weiter gegeben. Es ist keine Besserwisserei, wenn man sich einfach mit diesem laschen Umgang mit Fakten nicht anfreunden will.

Sog. Besserwisser wollen vor allem eines: den korrekten Umgang mit korrekten Daten. Leider wieder viel zu oft geschlampt, werden Informationen großzügig ausgelegt, wird Unwissenheit hingenommen und Daten nach dem "Stille-Post"-Verfahren falsch weiter gegeben. Es ist keine Besserwisserei, wenn man sich einfach mit diesem laschen Umgang mit Fakten nicht anfreunden will.

"Man sollte schon mit Messer und Gabel essen können"

Du lachst, aber das ist oft nicht so!

  Schon sind wir bei der Esskultur, das ist leider heute nicht mehr so der Fall. Heute heißt das "Snaking"!

Bei uns zuhause wurde großer Wert drauf gelegt, dass man bei den Mahlzeiten am Tisch gegessen ist. Das ist natürlich nicht immer die Regel gewesen, weil wir alle zu unterschiedlichen Zeiten mittags nach Hause gekommen sind. Mein Vater und mein Bruder standen um 12.30 Uhr vor der Tür und wollten ihr Mittagessen haben. In meiner Ausbildung ging das nicht, dass ich zu den Zeiten zuhause war. Abends aber legte mein Vater großen Wert drauf, dass wir ALLE, die im Hause wohnten, zusammen am Tisch saßen. Dabei wurde auch darauf geachtet, dass man ordentlich am Tisch gesessen und  gegessen hat.

Dass man einen schön gedeckten Tisch mit Tischdecke und Porzellan und Besteck hatte. Das immer der Fall und es fehlte nie eine Blume im Haus meiner Eltern auf dem Tisch. Niemals stand auch ein Kochtopf auf dem Tisch. Das gab es nicht gab es bei mir auch nicht und auch heute nicht. 

Meine Mutter würde heute einen Herzinfarkt bekommen, wenn sie diese Tische ohne Tischdecke sehen würde. 

Auf Esskultur und geregelte Mahlzeiten wurde schon sehr geachtet, das habe ich aber auch so übernommen.

Schon alleine auch deshalb, weil wir zuhause oft Geschäftsfreunde meines Vaters zu Besuch hatten, die bei uns gegessen haben. 

 Esskultur, ja, das ist manchmal schon gewöhnungsbedürftig, wenn die Menschen auf der Straße ihr Essen zu sich nehmen oder in der S-Bahn einen Döner schlürfen.

Mein Vater achtete sehr darauf, dass ich auch etwas von der Geschichte mitbekommen habe, genau das, was ich in der Schule so hätte nicht erfahren. Das war nun mal unsere Geschichte, wobei es nicht Kultur ist, wenn man Bücher verbrennt, das hat er immer wieder gesagt. 

Auch der Gang zur Bibliothek meines Vaters mit doch recht kostbaren Büchern wurde mir gezeigt, Bücher waren etwas kostbares und ich durfte Bücher als Kind nur unter Aufsicht aus dem Regal nehmen und anschauen. 













Dass man mit mir auch kulturelle Veranstaltungen besuchte, darauf, wurde sehr geachtet und als 1957 mein Schwager ins Haus kam, wurde ich mit der Kunst bekannt gemacht. 

In seiner Wohnung hing ein Bild von Erich Heckel, das schaute ich mir immer und immer wieder an. Es hat mir gefallen. Aber auch Ida Kerkovius war bei uns zuhause und auch ein Begriff. Sie war damals schon eine sehr nette alte Dame und sehr interessant. Ich wußte als Kind nicht, wer das ist.

Musik war bedingt ein Thema bei uns zuhause, meine Mutter und meine Schwester konnten Klavier spielen und mein Vater leidlich Geige. Meine Schwester spielte Blockflöte und ich, nun ich lernte irgendwann dann Noten. Aber ein Instrument nie. Das habe ich dann meinem Sohn zukommen lassen, er spielte 6 Jahre lang Klavier im Unterricht und das wars dann. 

 

 

Für mich war dann mein Bruder mit seinem Hang zur Oper maßgebend. Was haben wir zusammen Opern und Arien gehört! Mario Lanza, Mario del Monaco, Renata Tebaldi, Maria Callas, Nikolaj Gjaurow. Ja doch, als sechsjähriges Mädchen hörte ich Opern und ich bin heute noch stolz, dass ich mit ca. 12 Jahren ganz oben im 3. Rang die Callas im Stuttgarter Opernhaus Stuttgart habe singen hören. 

Ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde, wenngleich damals ihre Zeit fast schon vorbei war. 

 

 

Mit meinem Vater habe ich Museen besucht, z.B. das Deutschordensschloß in Bad-Mergentheim, wo er auf das Gymnasium ging und dort das Abitur machte. Er machte mich mit dem Deutschritterorden bekannt.

 Aber auch die Kultur beinhaltet Mode, da gibt es z.B. in Ludwigsburg ein Modemuseum, das ich immer wieder mal besuche, dort darf man leider keine Fotos machen, aber so zu sehen, wie sich die Mode aus verschiedenen Epochen zeigt, ist immer wieder interessant. Mode ist auch Kultur und war es schon immer. Früher konnte man den Stand auch an der Kleidung sehen. So durfte sich eine Magd auch nicht kleiden, wie eine Dame aus dem "besseren" Haus. Konnte sie sich ja auch nicht leisten. Diese Zeiten sind ja gottseidank vorbei. 

Meine Mutter und mein Vater haben sich ihre Kleidung vom Schneider fertigen lassen.  Mein Vater hatte einen russischen Schneider in der Burgstallstraße in Stuttgart, dort durfte ich als Kind auch mal in seiner Schneiderei schauen. Er nähte auch mein Kommunionkleid, weil meine Mutter für ihre Tochter ein besonderes Kleid wollte.

Die Anzüge wurden von meiner Mutter gepflegt immer und immer wieder. Aufgrund seines Berufes brauchte mein Vater immer wieder Anzüge, ich glaube da hingen doch ettliche Anzüge im Schrank. Kleidung war damals nicht so preiswert wie heute und doch hatten meine Eltern einen großen Kleiderschrank.

https://www.ludwigsburg.de/,Lde/start/tourismus/Modemuseum.html 

 Nun komme ich auch noch zum Kulturbanausen. Jeder kennt das Wort, es ist eine Person mit regem Desinteresse oder ohne Kunstverständnis. 

Was ist Kunst?

 Kunst ist, wenn Jemand wie Beuys eine Fettecke schafft.  Kunst ist etwas, da muß man erst drauf kommen. Hinterher zu sagen, "das hätte ich auch gekonnt" ist blöd und absolut nicht gerechtfertigt. 

Oder aber die Skulpturen von Jürgen Goertz.

Als er das Ku(h)riosum in Bietigheim geschaffen hatte, was ich für ein Geniestück halte, war die Empörung groß.

 

Kunst ist auch, dass man hier erst mal darauf kommen muß, nachmachen kann ich vieles. 

 Kultur ist auch der Islam, den ich absolut nicht so sehe, wie viele Fanatiker, denn gerade der Koran hat seine guten Seiten, man muß nur genau lesen und dann interpretieren. Da hat man soviel Freiheit, die leider Andere anders nutzen. 

Es ist immer schlecht, wenn Kirche und Politik eins sind, das war aber im Mittelalter auch so bei uns. Was hier im Namen der kath. Kirche geschehen ist, das ist unglaublich. Das war das Verbrennen auch Kultur, diesmal waren es Menschen.

Dass vieles im Koran steht, was vielleicht etwas merkwürdig klingt, so muß man auch verstehen, wann er geschrieben wurde! 

Deutschland ist ein Einwanderungsland und auch wir lernen aus der Kultur von anderen Völkern auch etwas.

Auch meine Liebe zum Orient und der Orientalischen Musik ist für mich Kultur. Gut, man muß sich damit beschäftigen und wer meint, dass das "Katzenmusik" ist, den muß ich dann als dumm bezeichnen. Ich kann ja verstehen, dass diese Musik für unsere Ohren nicht so angenehm sind, deshalb ist es aber keine Katzenmusik. Auch in der Orientalischen Musik gibt es Regeln. Ich denke immer wieder an

 Oum Kalthoum die Callas des Orients. Aber auch  Orientalischer Tanz hat eine hohe Kultur.

   

Die Deutsche Sprache ist für mich Kultur und auch, dass man sie pflegt, ich mag es nicht, wenn man diese Sprache verenglisch. Sicherlich mag es sein, dass Englisch Weltsprache ist, aber bitte dann entweder ganz Englisch aber nicht ein Denglisch. Mein Vater sprach sehr gut Englisch und Französisch und er hasste Anglizismen.

Hier muß ich die Franzosen loben, sie pflegen ihre Sprache und hier darf nur ein gewisser Prozentanteil von anderssprachigen Liedern im Radio gesungen werden. 

Kultur ist mein schwäbischer Akzent, der in manchen Situtationen so treffend ist, besser gehts nicht. 



 

Dass dieser Dialekt machmal schon sehr grob ist, macht eben den Schwaben aus. Trachten sind für mich auch Kultur, wenn sie gewachsen sind. Dass heute Jeder zum Cannstatter Volksfest im Dirndl und in der Lederhose geht, ob das nun Kultur ist, das weiß ich nun nicht. 

Früher gingen die Menschen in Bayern mit ihrer vielleicht auch geerbten Tracht auf Feierlichkeiten und ich kenne noch die Föhrer Tracht, die auch immer wieder weitergeben wird. 

Das Cannstatter Volksfest ist ein Stück Kultur.  Es ist das Fest der Schwaben und ich meine auch, dass Jeder wissen solle, weshalb und warum es entstanden ist!! 

Ich glaube, es wissen die wenigsten Menschen, die sich dort tummeln. 

Dorffeste und ein fester Stammtisch, an dem man in einer angemessenen Sprache diskutiert und nicht wie ich von einer Politikerin neulich von "Fresse" hören mußte, das ist für mich keine Kultur mehr. Auch wenn man Menschen "entsorgen" will, da hört bei mir die Kultur auf.  

Was mich auch geprägt hat, sind die Geburtstage von meinem Vater, meiner Mutter und den Geschwistern. Da wurde viel aufgefahren. Meine Kommunion, Weihnachten und vor allem Neujahr. 

Kultur sind für mich meine regelmäßigen Besuche in der Oper und ich freue mich auf die Musik und auf ein modernes Bühnenbild, bei dem ich oft schmunzeln muß. Meine Besuche im Schauspielhaus in Stuttgart oder Symphoniekonzerte in der Stuttgarter Liederhalle. Da darfs aber auch mal ein Mundartstück bei der Schwabenbühne sein.

Meine monatlichen Besuche in der Bücherei und in der Buchhandlung zum Jour fixe. Das ist für mich Kultur, weil es auch gewachsen ist und auch gepflegt wird. 

Mein Chor ist Kultur und dass wir immer wieder Neues dazu lernen, auch dass das wächst und ja, es gehören auch die Geisteswissenschaften dazu. Da gehe ich jetzt aber nicht drauf ein, das ist wieder so ein vielfältiges Thema.

Der Herr ist mein Hirte Psalm 23 (mein Lieblingspsalm, wie oft habe ich den schon gesungen)

Musik von Louis Lewandowski dem großen Kantor der jüdischen Gemeinde in Berlin.

 

 

Kultur ist aber auch durchaus ein Popkonzert oder auch einmal ein Volksmusikfestival, alles zu seiner Zeit. 

Vorsicht Kulturschock! ;-)))

 

Kultur ist so mannifaltig, es gibt sovieles Gewachsenes, Kultiviertes. Wohnkultur z.B. etwas was mich persönlich ausmacht, ich brauche keine Wohnung zum Repräsentieren und eine Wohnung, die ein Ausstellungsobjekt ist. Meine Wohnung ist so, wie ich bin, wie ich leben möchte und nicht das, was ich in vielen Ausstellungshallen sehe. Ich gestehe, ich renne auch hier nicht jedem Trend nach.

Nicht zu vergessen ist auch die Kunst und hier freue ich mich auf den Besuch der Cezanne Ausstellung in Karlsruhe und auch oft meine Besuche in der Staatsgalerie, wenn einmal eine schöne Ausstellung angeboten wird. Ich bin auch manchmal in der Modeschule in Stuttgart zu Besuch, wenn die Absolventen ihre Kleidungsstücke vorführen. Da hat es machmal etwas verrückte aber wunderbare Kleidungsstücke dabei.

Kultur ist für mich aber auch der Umgang mit Menschen, dass ich diese mit Würde und Respekt behandelte auch Ausländer und Flüchtlinge. Hilfe zu leisten und Menschen nicht einfach ignorieren, wenn sie Hilfe brauchen, ist für mich auch ein Stück Kultur. 

Ich könnte noch mehr schreiben, aber dann würde dieser Post nie aufhören. Es ist eh schon soviel geworden, aber, wie ich schon geschrieben habe, es ist eine Thema, das so vieles in sich birgt. 

Was für mich auch Kultur ist, ist ein gewisses Maß an Verlässlichkeit und auch Pünktlichkeit.  

Gerade habe ich mir überlegt, ob Bloggen auch Kultur ist.
Auch, wenn es manchmal viel ist, so versuche ich doch, soweit es mir möglich ist, eine Information dazu zu geben.
Ich möchte wissen, was es mit diesem Bild usw. auf sich hat und nicht erst bei Googel nachschauen. 

Für mich ist oft auch der Text wichtiger, als das Bild, zumal ich ja auch keinen reinen Fotoblog habe. 


Das ist für mich persönlich mein Beitrag für Astrid

 Le monde de Kitchi

 

 

 

 

 

  




Kommentare

  1. Puh...ein langer Post mit vielen Themen über die man sich stundenlang austauschen könnte, allerdings für mich doch eher nicht in einem Kommentar weil es ausufern würde. Allgemeinwissen, Kultur, Benehmen, Geld, Sprache... also in erster Linie mag ich bei allen Dingen nicht wenn Leute es "raushängen" lassen und manchen Menschen das Gefühl geben nicht genügend davon zu besitzen. Auch in meiner Kindheit bin ich mit Kunst, Büchern, Wissen (schon allein durch meine Schule), Kultur und auch Tischsitten/Benehmen groß geworden, und obwohl in Köln geboren wurde bei uns Hochdeutsch gesprochen. All dies "beherrsche" ich immer noch und ich bilde mich auch immer noch weiter, allerdings kann ich mich auch "fallenlassen", mal in Dialekte verfallen, mit den Fingern essen, mit "Arbeitsklamotten" schnell eine Besorgung machen und vor allem mich anderen Menschen sowie deren Kultur anpassen. Würde ich sie verurteilen wenn bei ihnen z.B. ein Topf auf dem Tisch steht, sie sich in der Kulturszene nicht auskennen...nöööö. Da finde ich persönlich es schlimmer wenn es beim Allgemeinwissen schon daran scheitert bestimmte bekannte Gebäude (z.B. Kölner Dom, Eiffelturm) einem Land zuzuordnen.

    Zum Thema Besserwisser habe ich auch noch ein schönes Beispiel: Es gibt einige Deutsche die meinen hier den Tinerfeños sagen zu müssen wie was gemacht werden muss, nur weil sie es aus D. kennen. Sie stellen deren Arbeiten in Frage, meinen sogar die wären dumm. Dumm nur wenn sie dann feststellen das genau dieser Tinerfeño nach hiesigen Umständen alles richtig gemacht hat oder gemacht hätte, weil z.B. Putz wieder abblättert, die Farben oder Amatur für hier nicht geeignet ist.

    Nicht verallgemeinert kann ich sagen: Es ist so typisch für viele Deutsche alles besser zu wissen, immer raushängen zu lassen was er hat, was er weiß und was er kann, und genau das macht hier viele Deutsche zu "Cabezas cuadradas" und unbeliebt. Von daher bin ich stolz dass ich mich nicht darunter zählen kann, ich bin angenommen von den Einheimischen und wühle wie sie auch mal "mit der Nase im Sand". Nicht umsonst bin ich in der hiesigen Kleinstadt eine von ihnen.

    Übrigens, selbst auch zur Pünktlichkeit erzogen wird man dies auch nicht mehr aus mir rausbekommen, allerdings akzeptiere ich auch hier die gewisse Unpünktlichkeit, man braucht sich nur darauf einstellen und es zulassen.

    Viele Grüsse

    N☼va

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    1. Nun liebe Nova, es ist aber auch die Art der Deutschen alles zu zeigen, was er hat. Es wird ja immer wieder gezeigt.
      Ich bin so aufgezogen, dass eben der Kochtopf auf dem Tisch nichts zu suchen hat. Es ist halt so und ich bin es gewohnt, die Suppe in der Schüssel zu servieren.
      Ich habe nicht geschrieben, dass ich Leute verurteile, die den Topf auf dem Tisch stehen haben. Das steht mir nicht zu, aber das gabe es bei uns nicht.
      Lieben Gruß Eva

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  2. Schön, dass der Mütter unserer großen Dichter gedacht wird.
    Die Sache mit der Allgemeinbildung ist schwierig. Ich habe die letzte Zeit öfter darüber nachgedacht, da ich erschrocken war, dass Gesprächspartner z.B. mit der Lorerey nichts anfangen konnten und auch mein Hinweis auf Heine nur auf Unverständniss stieß. Ich glaube, dass sich auch die Allgemeinbildung im Laufe der Zeit ändert. Obwohl ich es nicht gut finde, dass vieles aus der allgemeinen Bildung herausfällt. Es müsste mehr dazu kommen.
    Ich arbeite in einer Schule und bin z.B. auch entsetzt darüber, dass viele unserer Kinder mit uns das erste mal ein Theater oder Museum besuchen. Auf dem Dorf könnte ich es vieleicht noch verstehen aber ich lebe in einer Stadt mit vielen Museen und Theatern. Warum spielt sich das Leben vieler Famiien nur noch digital oder am Pool im Auslandsurlaub ab. Ich verstehe es nicht.
    Viele Erwachsene ( leider auch viele Ältere) sind den Kindern und Jugendlichen ein schlechtes Vorbild. Da wird im öffentlichen Raum gepöbelt, geschubst und beleidigt. Ich finde, die guten Sitten gehen immer mehr verloren. Übrigens, über den Begriff gute Sitten hat eine junge Kollegin gelacht. Sie kannte ihn nicht.
    Es bleibt nur, selber diese Entwicklung nicht mitzumachen. Meine Tochter ging mit uns in Museen und macht es jetzt auch mit ihrem Kind ( und wir natürlich mit der Enkelin).
    Mein Vater, der überzeugter Atheist war, zeigte mir Kirchen als Kulturdenkmäler und brachte mir bei, wie man sich dort (als Nichtgläubiger) verhält. Wenn wir heute eine Kirche besuchen, wird die Mütze abgenommen und das Handy lautlos gestellt.
    Manchmal sage ich zu den Kindern in der Schule: "Das war einfach schlechtes Benehmen". Erstaunlicherweise sind sie dann doch manchmal betroffen.
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Malesawi,
      deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass Allgemeinbildung ein weites Feld ist. Das sieht jeder anders und sie ändert sich auch, aber gewissen Dinge sollte man doch auch kennen. Ich bin manchmal auch erstaunt, wenn man gewissen Dinge einfach nicht kennt. So gibt es ja schon Probleme unsere Bundesländer aufzuzählen usw.
      Mein Sohn ist auch Lehrer und sieht auch vieles. Seine Lehrerin sagte immer, man kann vieles erkennen, wie die Eltern drauf sind.
      Ich verurteile Niemand, aber ich bin schon erstaunt. Vielleicht sehe ich viele Dinge auch anderes. Man kann aber auch nicht alles wissen. Denn es kommt immer wieder Neues dazu.
      Danke für deinen Kommentar. Habe mich darüber gefreut, es ist nicht einfach hier drauf zu antworten, denn man tritt gerne ins Fettnäpfchen.
      Ich bin aber auch froh, dass ich von meinem Elternhaus jede Menge Bildung mitbekommen habe.
      Lieben Gruß Eva

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  3. Schön, dass du mitgemacht hast und so ausführlich nachgedacht, was für dich zur Kultur gehört, und dann aufgeschrieben hast. Da stecken wieder etliche Denkanstöße drin und Gesichtspunkte, die nicht jeder sieht.
    Ich muss jetzt allerdings endlich aufstehen, will ich doch mit meinen Zürcher Enkeln eine Zeitreise durch die Stadt ihrer Eltern machen...
    Einen guten Tag!
    Astrid

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    1. Ja, liebe Astrid, ich habe einige Zeit gebraucht, bis der Post im Kasten war immer wieder dran rumgefeilt und und und ich könnte schon wieder was ändern. Aber es wäre zu viel.

      Viel Spaß in Zürich, ich war einmal dort, wo, natürlich in der Oper. :-))
      Ruggiero Raimondi in Tosca. :-))))

      Lieben Gruß Eva

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    2. Missverständnis: Die Zürcher sind in den Herbstferien bis morgen noch hier 😉

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  4. Liebe Eva,

    ich kann mich den ersten Zeilen von Nova nur anschließen. Noch schlimmer als Unwissenheit ist für mich das "Raushängenlassen" seines Wissens. Ich finde auch, dass man Kultur, Kunst oder Allgemeinbildung nicht an bestimmten Dingen festmachen kann. Wo Du entsetzt bist über die Tatsache, dass andere gerade das nicht wissen, sind die anderen das eventuell im gleichen Maße über das, was Du nicht weißt.
    Ich bin auch in einem Zuhause groß geworden, in dem die klassische Weltliteratur den Bücherschrank füllte und die ich dann irgendwann auch rauf- und runtergelesen habe. Trotzdem konnte ich mich z.B. für Goethe und Schiller nie so richtig erwärmen. Ich fand andere Dichter viel schöner. Durch meinen Vater animiert, habe ich auch viele Kriegsromane gelesen.
    Mit der Kunst ist das ähnlich. Wer sagt eigentlich oder bestimmt, ob das Kunst ist, was ich da gerade sehe. Auch das entscheide ich ganz alleine.
    Schön, wenn Du in so einem geordneten Zuhause mit all den Vorteilen für eine gute Bildung groß geworden bist. Manche hatten und haben das Glück nicht, dass sollte man bei einem Urteil über andere nie vergessen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Liebe Jutta,
      es ging in der Aktion von Astrid darum, wie man kulturell geprägt worden ist. Wenn du genaus gelesen hast, habe ich auch folgendes geschrieben:

      "Kultur ist für mich aber auch der Umgang mit Menschen, dass ich diese mit Würde und Respekt behandelte auch Ausländer und Flüchtlinge. Hilfe zu leisten und Menschen nicht einfach ignorieren, wenn sie Hilfe brauchen, ist für mich auch ein Stück Kultur. "

      Das bedeutet, dass ich keinen Unterschied mache, ob Jemand dies und das weiß. Ich ich kann nicht alles wissen und weiß es auch nicht.
      Deshalb habe ich ja auch zur Allgemeinbildung dies so geschreiben.

      Kunst ist etwas, was ich bitter lernen mußte und ich stehe der Kunst kritisch gegenüber und ich entscheide für mich, ob es Kunst ist oder nicht.

      Ich bin so geprägt worden und dafür bin ich dankbar. Sehr dankbar sogar. Auch ich habe Konsalik gelesen heimlich, hätte ich nie lesen dürfen, das mochten meine Eltern nicht und es gab eben bestimmte Dinge bei uns im Elternhaus, die waren so und nicht anders.
      Ausgebrochen bin ich erst, als ich mein Studium geschmissen habe und da war die Welt zuhause nicht mehr in Ordnung, von da an habe ich bei meinem Freund gewohnt, den ich dann auch geheiratet habe.

      Und ich bin dankbar - es ist auch schon vielfach geschehen - wenn ich auf einen Fehler in meinem Blog hingewiesen worden bin, gerade, weil es Jemand besser wußte, dafür bin ich mehr als dankbar, denn gerade daraus lerne ich auch.
      Lieben Gruß Eva

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  5. Liebe Eva,
    Kultur ist für mich etwas, was sich aus der Geschichte, aus den Leistungen unserer Altvorderen ergibt, denn für mich ist Kultur ohne Geschichte undenkbar. Diese Kultur will natürlich gepflegt werden und gerade hier sehe ich in unserer Zeit Defizite. (Das haben sicher sehr viele Menschen zu allen Zeiten so gesehen.)
    Aber wenn ich sehe, dass es für viele junge Menschen schon eine Herausforderung ist mit Messer und Gabel zu essen, dann habe ich schon bedenken, obwohl man sicher streiten kann, ob das zur Kultur gehört. Ich mag es auch nicht, wenn eine Sprache, hier die Deutsche, durch sehr viele Anglizismen verunstaltet wird und abgleitet in eine Art Pidginenglisch, denn wie soll man Kultur verstehen, wenn man die großen Werke, z.B. von Schiller, nicht mehr im Original lesen kann; bei einer Übersetzung geht zwangsweise immer etwas verloren. Den Islam sehe ich eher kritisch, wir haben lange viele Freiheiten, die wir heute haben, gegen die Kirche erkämpfen müssen und diese Freiheiten möchte ich bewahren. Der Islam, so wie er sich zur Zeit entwickelt, ist meiner Ansicht nach, nicht immer mit unserer Lebensweise konform, unabhängig davon, was im Koran steht, es kommt doch darauf an, wie der Koran gelebt wird. Ich habe vor jedem tiefem Respekt, der seine Religion lebt, aber er sollte es auch akzeptieren, wenn ich auf diesem Weg nicht folgen kann.
    Bücher gehören für mich auch unbedingt zum Leben, ohne Bücher geht es gar nicht, ich kann eher auf Internet, Fernseher und Radio verzichten, aber nicht auf Bücher.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieben Wolfgang,
      vollkommen korrekt, auch zum Islam und zum Koran habe ich etwas geschrieben.
      Er wird von vielen falsch ausgelegt. Ich kenne soviele Ägypter und auch Syrer, die leben nach dem Koran und gehen auch zum Freitagsgebet und sie achten ihre Frauen und stellen es ihnen frei, wie sie leben. Das ist natürlich nicht immer so. Meiner Meinung nach sollte man aber auch hier mal reinschnuppern, so wie ich es auch getan habe, ich war auch schon in einer Synagoge oder in einem russisch orthodoxen Gottesdienst. Hier wurde mir vom Popen gesagt, dass Frauen absolut bei ihnen nichts zu sagen haben. Mir wurde fast schlecht bei dieser Antwort.

      Übrigens:
      Gerade habe ich einen erwachsenen Mann, der mit seinem ca. 4jährigen Kind spazierenging, an die Wand pinkeln sehen. Da ist ein wahres Vorbild.

      Lieben Gruß Eva

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    2. Liebe Eva,
      ich habe einen moslemischen Bekannten, der wirklich sehr streng gläubig ist, aber kein Extremist. Ich habe die größte Achtung vor ihm und wir haben uns auch schon sehr viel über Religion unterhalten, und ich war wirklich erfreut, dass er mir eines Tages einen Koran geschenkt hat, dieses Buch steht jetzt in meinem Regal und das ist gut so.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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  6. Liebe Eva,
    Kunst und Bildung sind wirklich weite Themenfelder. Da reicht sicherlich ein Blogbeitrag nicht aus, aber Du hast einen wunderbaren Anfang gemacht, den richtigen Denkanstoß ausgelöst, viel Interessantes und natürlich auch Wissenswertes berichtet, hast uns vor allem wieder einen Einblick in Deine Kindheit gewährt ganz lauit und vernehmlich klar gemacht, dass Leben nicht nur aus Arbeit, Essen und Trinken (etc.) besteht.
    Es war mir eine Freude, Deinen Beitrag zu lesen. Danke ♥
    Liebe Grüße
    moni

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    1. ;-))) Dankeschön liebe Moni,
      gleichfalls ein Herzchen für dich. Herrlich!!

      Lieben Gruß Eva
      ;-))))))))))))))

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  7. Da hat die liebe Astrid wieder ein Thema gefunden... unerschöpflich und von vielen Seiten zu betrachten. Könnte man unbegrenzt schreiben und wird doch nie fertig und Du bringst ganz andere (An-)Sätze als ich. Stimmt, Unzuverlässigkeit/Unpünktlichkeit ist eine Art Kulturlosigkeit auch. - - -

    Ein Erbstück meiner Groszeltern ist übrigens ein Kurt-Hielscher-Buch, allerdings über Rumänien - ich habs als Kind schon gemocht!
    Das Buch von Schwanitz kenne ich nur vom Cover her und irgendwie mochte ich es nie lesen. "Alles, was man wissen musz" hat für mich schon wieder zu sehr mit Uniformiertheit zu tun (dagegen bin ich aufgrund der Diktaturerfahrung leicht allergisch)... aber vermutlich ist nur der Titel so abschreckend und ich sollte doch - -

    Ich denke schon, dasz die Bloggerwelt auch eine Art Kultur ist, mehr eine alternative und kreative... auf jeden Fall Bereicherung...von unten. Was mich an Bloggern/Blogs fasziniert, ist, dasz da Menschen ihre eigenen Inhalte erstellen, als Text und/oder Bilder, während fb-User nur unendlich und immer wieder fremde Inhalte teilen und verbreiten. Das reizt mich überhaupt nicht! Ach ja, ich will jetzt nicht noch das Kommentarfeld vollmüllen - freut mich, von Dir zu lesen und Deine Ideen und Gedanken dazu. Danke für die Musikbeispiele. Gerne gehört.
    Liebe Grüsze aus dem Harz
    Mascha

    In der Bibel stehn mindestens genauso viele seltsame Dinge, nur bekommt das offenbar kaum noch jemand mit -

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    1. Liebe Mascha,
      stimmt, der Titel ist abschreckend, das ist provokant, hatte ich aber im Post auch geschrieben. Ich finde das Buch ansicht nicht schlimm, trotz des Titels aber ich habe mich durchgekämpft und ich finde es schon interessant. Auch mal zum Nachschlagen usw.

      Bingo, genau du hast es erfasst, in der Bibel stehen mindestens soviele schlimme Dinge, da redet niemand drüber.

      Nun denn, war eine Freude für mich hier mitzumachen und ich freue mich auf ein neues Thema bei Astrid.

      Lieben GRuß Eva

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  8. Hallo liebe Eva,
    du hast wirklich sehr viele verschiedene Aspekte der typischen Kultur hier beleuchtet, vom gemeinsamen "ordendlichen" Essen, über die Pünktlichkeit bis zum Volksfest, ja so verschieden kann Kultur sein. Deshalb kann ich unsere Integrationsbeauftragte Özuguz nicht verstehen, die als Kultur nur die Sprache sieht, sonst nichts, kein Schiller, kein Goethe usw.

    Ich konnte mich am Bücherschrank meiner Eltern immer bedienen, da gab es keinen Zwang weder in die eine noch in die andere Richtung und trotzdem besteht meine Hauptliteratur heute darin, die Wirtschaftswoche, den Spiegel und meine pharmazeutischen Fachzeitschriften zu lesen. Manchmal lasse ich mir von der Buchhändlerin meines Vertrauens, die mich gut kennt, ein Buch empfehlen denn ich mag es gar nicht, wenn Hinz und Kunz meinen, sie müssten alle ihre persönlichen Gedanken oder Erlebnisse zu Papier bringen und den Leuten "schriftlich die Ohren voll labern" um sich selbst damit zu therapieren. Nicht jedes Buch ist kulturtauglich und muss unbedingt gelesen werden.

    Liebe Grüße
    Arti

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    1. Das stimmt liebe Arti, ich lese zwar Biographien sehr gerne, im Moment die Geschichte eines ganz bekannten Generals im 2. Weltkrieg, der es verstanden hat, sich reinzuwaschen. Aber warte ab. Ich stelle das noch vor.

      Du hast schon recht, mit Hinz und Kunz, das lese ich auch nicht und solche Selbsterfahrungsbücher auch nicht, denn Jeder hat seine eigene Geschichte, die immer wieder anders ist.
      Lieben Gruß Eva

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  9. Gute Frage...ist bloggen Kultur? Ich denke, dass hängt ganz von den jeweiligen Blogs ab, ob man unterhalten wird, wie beim Buchlesen oder ob man sich neues Wissen aneignen konnte. Bei deinen langen Posts ist jedenfalls immer viel enthalten.
    Ich glaube, was das Gestalten des Esstisches betrifft, würde deine Mutter besagten Herzinfarkt bekommen..;-) Alltag ist bei uns getrennt von Festen.
    Bei meinen Eltern ging es früher auch recht streng zu und der Sonntagstisch war immer mit Tischdecke versehen. Das Essen musste 12 Uhr auf dem Tisch stehen, was meine Mutter oft in Sonntagsstress versetzte. So wollte ich das nie haben.
    LG Sigrun

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    1. Ich allerdings auch nicht, heute bin ich auch etwas nachlässiger und die Tischdecke spare ich mir auch oft. :-))
      Früher aber nicht, da war das schon bei mir auch so.

      Genauso wie der Weihnachtsstress aber das habe ich auch schon mal geschrieben.

      Lieben Gruß Eva

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  10. Ein sehr schöner Beitrag... und der Abschnitt über die Mode hat mich na meinen Hebräischkurs hier in Israel erinnert. Dort habe ich mit einer Engländerin immer über die Russinnen und Ukrainerinnen gelächelt, die zum Sprachkurs mit Minirock und Stöckelschuhen, geschminkt und frisiert erschienen. Die Ascot-Ladies nannten wir sie. Aber uns war klar, dass sie wahrscheinlich genauso über uns gelächelt haben: Jeans, T-Shirt und Pferdeschwanz... sportlich halt.
    Und in meiner Kindheit wurden wir am Sonntag extra hübsch gemacht, heute ist das eher mein "mal was bequemes"-Tag.
    Da kann man viel drüber nachdenken und noch mehr diskutieren. Danke

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  11. Nun komme ich endlich einmal dazu, mir alle Kultur-Beiträge durchzulesen.
    Wir haben ja unabhängig voneinander so einige Ansichten geteilt.
    Wahrscheinlich gehöre ich auch noch ein wenig zur "alten Schule", denn trotz unterschiedlicher Tagesprogramme ist es mir immer wichtig, dass morgens und abends die ganze Familie bei einem ordentlichen Essen und hübsch gedecktem Tisch die Mahlzeiten einnimmt.
    Du hast sehr ausführlich geschrieben, ich fand das alles sehr interessant und stimme in vielen Dingen mit dir überein.
    Mir gefällt, dass du immer sehr offen bist und ehrlich, auch wenn es manchmal unbequem ist und von der Mainstream-Meinung abweicht. Das ist mutig und wird immer seltener.
    Liebe Grüße

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    1. Liebe Gretel,
      zuerst mal lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, ich schwimme immer etwas gegen Strom, das war aber schon immer so und das hat mir schon einiges Böses und vor allem Neid eingebracht.
      Ich gehöre wohl zu den Menschen, die ehrlich sind und an Mainstream habe ich da gar nicht gedacht.
      Wenn etwas einfach nicht stimmt, dann sage ich das auch auch wenn ich vielfach anecke, deshalb gefällt mir dein Kommentar und ich meine, wenn man etwas richtig stellt, ist man noch lange kein Besserwisser, im schwäbischen sagt man Gescheidle dazu. Das kann sowohl positiv, als auch negativ gemeint sein. Aber, wer mich kennt, der weiß, wo er dran ist. :-))
      Lieben Gruß Eva

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  12. Ich kann mich Gretel nur anschließen, ein schöner Text. Ich schätze Menschen mit einer eigenen Meinung, die sie auch offen vertreten...die muss ja gar nicht immer meiner entsprechen, aber eine eigene Meinung zu haben, zeugt von „Rückgrat“. Liebe Grüße.

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    1. Vielen Dank Lotta,
      das tut mir aber guuuuuut!

      :-))))

      Rot werde.

      Lieben Gruß Eva

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