Der Limes bei Großerlach-Grab, Grenzwall gegen die Germanen

Sicherlich kennst du den Limes (lateinisch Grenzwall, Querweg, Schneise, aber auch Grenzweg),
das ist der Grenzwall, der vom Römischen Reich im 
1. bis 6. Jahrhundert n. Christus angelegt wurde.

 Nein, das ist kein Römer. Der arme Mann hat sich am Bein beim Sport verletzt.

Rund 500 Kilometer war der Limes lang und er gehört mit zu den längsten Bauwerken Europas. Hier endete das Römische Reich. Der Limes war Befestigungs- und auch Wirtschaftsgrenze. Germanen und Römer pflegten hier enge Kontakte. 










Kaiser Tiberius (14-37 n. Christus) bracht nach dem verlustreichen Feldzug seines Neffen Germanicus den Feldzug gegen den Cherusker Arminius ab. Dieser hatte den Stadthalter Varus in einen Hinterhalt gelockt und insgesamt drei Legionen samt Tross und Reiterei vernichtet. Rhein und Donau bildeten fortan die Grenze zwischen Römern und Germanen.






Acht Legionen (ca. 45.000 - 50.000 Mann) wurden stationiert. Die Germanen blieben aber weiterhin Störenfriede, immer wieder kam es zu Kampfhandlungen.
In den Jahren 39, 50 und 69 mußten die Chatten (ein germanischer Volksstamm) zurückgeschlagen werden.





Kaiser Domitian okkupierte im Jahr 83 das Territorium zwischen dem mittleren Rhein und der oberen Donau. Ein brutaler Gewaltherrscher, er schob die Nordgrenze zwischen Rhein und Donau nach oben.





Sie verlief nun vom Rhein über den Westerwald, den Taunusrücken und den Odenwald zur Donau. Hier ließ der Kaiser ein Überwachungssystem installieren. Die Römer bauten Wachtürme, rodeten Schneisen und legten Patrouillenwege an.

Die Kaiser Trajan (98-117) und Hadrian (117-138) legten Gräben, Palisaden und Wälle dazu.
Kastelle wurden im Hinterland errichtet, sie beherbergten die beweglichen Eingreiftruppen.


Es entstand eine 548 Kilometer lange Anlage, der obergermanische-rätische Limes.
Hadrian, dessen Grabmahl die jetzige Engelsburg in Rom ist, ließ auch den 120 Kilometer langen Hadrianswall in Britannien sowie Grenzbefestigungen in Dakien (Walachei/Siebenbürgen), Syrien und Nordafrika errichten.

Rund 900 Wachtürme und etwa 100 Kastelle gab es auf der ganzen Strecke. Bei Gefahr gaben die Wachturmbesatzungen Signale (Lichtzeichen, Rauchzeichen, Trompeten oder Posaunen) und verständigten so die Kastelle. Die Militärstraßen waren sehr gut ausgebaut und so konnten die Kavallerie (alae) und die Infanterie (cohortes) herbeieilen und die Eindringlinge stellen.


Gebaut wurde der Limes aber nicht als Bollwerk von militärischer Bedeutung. Er wurde gebaut, um marodierende Banden und Räuertrupps fernzuhalten, die auf römisches Territorium zugreifen wollten.



Die Kaiser Domitian, Traja und Hadrian brauchten keinen Großangriff der Germanen zu fürchten,waren sie doch in einer derart starken Position. 


Wir haben vor ca. zwei Wochen ein Stück Limes in Großerlach-Grab angeschaut. Dort steht
ein nachgebauter römischer Wachturm und ein Stück Limes.
Wir sind auch ein wenig die Limesstraße entlanggefahren und wollten noch zum Ebnisee. 
An diesem Samstag war es so sehr warm und nicht nur wir hatten die Idee mit dem Ebnisee, denn wir wollten dort Kaffee trinken und Kuchen essen, wir haben nicht mal einen Parkplatz bekommen und haben das Weite gesucht. 
Murrhardt ist ein nettes sehr nettes Städtchen. Mein früherer Chef Dr. Strobel war dort lange Bürgermeister. Ich hätte es ihm gegönnt, dass er es geblieben wäre.  
Ein sehr fähiger Mann und ein Chef, der etwas von Menschenführung versteht, das hatte ich nicht immer

Wenn du willst, schau mal rein.
https://dr-gerhard-strobel.jimdo.com/  

und schau dir mal die Fotografien an, wahre Künstler.  

Der Limesturm war aber an diesem Samstag geschlossen, wenn du mal Lust hast, so gehe Sonntags, da ist aber auch wieder der Teufel los. Wir waren ganz alleine dort, konnten uns umschauen, aber wir konnten nicht in den Turm, das holen wir aber auch noch nach.


Es ist schon toll, was da geschaffen wurde und ich frage mich oft, wieviel Mühe und Arbeit (die Menschen hatten ja die Maschinen und Werkzeuge nicht, wie wir sie heute haben) das geschafft haben.

Aktuell ist es so, dass Produkte als Werbung gekennzeichnet werden müssen. Dazu gehört auch dieses Buch, es ist Werbung. 
Zur Werbung gehören auch selbstgekaufte Produkte und ich werden künftig am Anfang eines Posts, der Werbung enthält, darauf hinweisen, wie es auch das Gesetz verlangt.

Inspiriert zu diesem Besuch hat uns das Wimmelbuch, das mir der Silberburgverlag zur Rezension zugeschickt hat.
Dafür bedanke ich mich sehr herzlich. 


Der Schwäbische Wald wimmelt 
von Christl Schlag.

Der Schwäbische Wald ist ein 1187 qm großes, überwiegend bewaldetes, stark geliedertes und bis 586, 4 m ü.NHN hohes Bergland im Norden von Baden-Württemberg. 
Diese herrliche, manchmal fast unberührte Landschaft des Schwäbischen Waldes liegt vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart. Der Schwäbische Wald ist das größte Waldgebiet Württembergs und wird zu Recht die "grüne Lunge" der Region Stuttgart genannt. Stundenlang kann der Besucher hier totale Wellness genießen. 



Auch Großerlach-Grab liegt im Schwäbischen Wald und auch der Ebnisee und Murrhard, hier haben wir ein nettes Kaffee gefunden, dort haben wir uns dann endlich einen Kaffee und einen Kuchen gegönnt.

Kurze Beschreibung des Wimmelbuches, das mir richtig gut gefällt und ich habs schon mit dem Enkel angeschaut, der sich schon dafür interessiert hat.


Den Schwäbischen Wald im Nordosten des Rems-Murr-Kreises kennt die Waiblinger Kinderbuchillustratorin Christl Schlag wie ihre Westentasche. Ihre duftigen Zeichnungen wimmeln nur so von Menschen und Tieren und laden ein, die vielen Geschichten zu entdecken und weiterzuspinnen, die darin versteckt snd.

Christl Schlag zeigt, wie wuselig es am Mühlentag bei der Meuschenmühle zugeht, was man am Tag des Schwabischen Waldes erleben kann und dass es sich am Limes-Wachtturm bei Großerlach-Grab prima "Römerles spielen lässt. Oder wie wäre es mit einer Abkühlung im Ebnisee? Man kann über den Murrhardter Wochenmarkt schlendern und beim Kürbisfest im Oppenweiler Schloß mitfeiern, bei der Apfelernte helfen, im romantischen Strümpfelbachtal über glitschige Steine balancieren und den herrlichen Rundblick vom Juxkopf-Turm genießen.


Vrschiedene Figuren wie die kleine Schwäbische-Wald-Fee, die Waldmaus oder der bunte Handymann begleiten einen durch das ganze Bilderbuch und bringen Groß und Klein zum Schmunzeln.

Christl Schlag
Der Schwäbische Wald wimmelt
Farbiges Pappbilderbuch, 14,90


Meine Meinung!
 Ein wunderschönes Wimmelbuch, in dem es immer etwas zu entdecken gibt.
Die Seiten sind gut befestigt, so dass auch ein kleineres Kind etwas zum gucken und wimmeln hat.

Interessant ist es, wenn man doch in der Nähe wohnt und diese Sachen dann auch in der Wirklichkeit anschauen kann, oder aber eben da einmal auch von auswärts hinfährt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und ich denke, gerade die Römer interessieren doch die Kinder und es ist ein Stück wahre Geschichte.  
Übrigens die Rems-Murr-Kliniken schenken allen Eltern von Neugeborenen dieses Buch. 
Die Bilder der 68jährigen Christel Schleich sind mit viel Liebe zum Detail gemalt.  

Als neuestes ist ein Wimmelbuch mit Szenen aus Krankenhäusern im Rems-Murr-Kreis geplant.





Morgen gibt es wieder einen Beitrag zu den Kopfweiden im Leudelsbachtal und zum Sommer bei Lotta. 


Blauflügel Prachtlibelle ein Männchen aus dem Leudelsbachtal. Am Donnerstag gibt es noch mehr.


















Kommentare

  1. Guten Morgen du Liebe - mein Spaziergang heute morgen bei Dir hat sich ja richtig gelohnt für mich, hast Du mir doch wieder ein Stück Geschichte zurück gebracht. Ich liebte schon in der Schule alles rund um die Germanen und Römer. Mitten durch unsern Spessart führte die Via Publica, eine alte Post-und Handelsstrasse der Römer, die immerhin von Brüssel bis nach Prag reichte. Hab einen schönen Sonntag mit lieben wimmeligen Menschen :) Ulla

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  2. Liebe Eva,

    ein sehr sehr schöner und interessanter Post mit wunderbaren Aufnahmen. Sicher kennt man den Limes und was er für eine Bedeutung hatte. Einiges ist aber auch im Laufe der Jahre verschütt gegangen. Da ist eine Erinnerung an die Geschichte immer schön.

    Das mit dem Garten ist schlimm, weil manches sich für dieses Jahr erledigt hat. Aber sicher ist auch, dass das irgendwann eine Episode unter vielen ist.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. Guten Morgen Eva,
    oh, die Römer! Ich habe schon in der Schule die römische Geschichte geliebt. Du hast mich mit deinem Bericht auf die Idee gebracht, mal wieder nach Xanten in den archäologischen Park zu fahren.
    Die Wimmel-Buecher sind immer schön. Mein Sohn hat sie früher sehr geliebt.
    Ich wünsche dir noch einen schönen, sonnigen Tag
    Tina

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  4. Finde es immer toll wenn sowas aufgebaut wird und an die Geschichte erinnert. Solche Dinge dürfen niemals in Vergessenheit geraten. Danke dir für deinen interessanten Beitrag mit den T’s die wir sehen konnten.

    Wünsche dir noch einen schönen Sonntag und sende viele Grüsse

    N☼va

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  5. Toll - ein Bilderbuch als Anregung für den Ausflug.

    Ihr habt den Turm mit seiner schönen alten Tür gefunden.
    Ein schöner Ausflug scheint es allemal gewesen zu sein, wie ich anhand der Fotos sehe

    lg und einen schönen Sonntag
    wünscht gabi

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  6. Was für ein schöner Ausflug und wie nett, dass ein regionales Wimmelbuch der Anlass dazu war. Mich hat dein Beitrag daran erinnert, wie viele britische Kinderbücher ich früher gelesen habe, die sich um die Konflikte zwischen Römern und Briten drehten, und dass mir erst viele Jahre später auffiel, dass ich keine deutschen Veröffentlichungen (von ein paar wenigen historischen Kriminalromane abgesehen) zu diesem Thema fand.

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  7. Liebe Eva,
    außer der spannend geschriebenen Limes-Geschichte begeistern mich vor allem die herrlichen Landschafts-und Naturfotos. So viel Wald, so viele Wege, so viel Grün rundherum, einfach wunderbar anzusehen. Man möchte allein beim Anschauen schon tief Luft holen und die Waldluft schnuppern.
    Angenehmen Sonntag und lieben Gruß
    moni

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  8. Dass dich ein Wimmelbuch inspiriert hat, finde ich ja klasse.
    So schade, dass meine Kinder aus dem Wimmelbuchalter traus sind, denn ich mag sie sehr.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  9. Das waren wilde Zeiten damals und genau genommen noch gar nicht so lange her - ein Wimpernschlag in der Geschichte dieses Planeten.
    Tolle Bilder hast du wieder mitgebracht!
    LG, Varis

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