Der Killesbergturm

Schon als Kind möchte ich den Killesberg und ich war oft dort zu Besuch, ob nun im Freibad mit meiner mittleren Schwester oder aber mit der ältesten Schwester und ihrem damaligen Freund.

Eva ca. fünf Jahre auf dem Killesberg. Für die Haare kann ich nix. Meine langen schönen Haare hatte Oma kurz zuvor in Neuenstadt bei einem Friseur???? abschneiden lassen. 
Meine Mutter traf fast der Schlag, als sie das sah.



Immer hat es Spaß gemacht. 
Der Killesberg ist der höchste Ausläufer auf der Feuerbacher Heide und gehört zum Stadtbezirk Stuttgart-Nord.  Er liegt zur Grenze des Stuttgarter Stadtgebiets Feuerbach. 

Schon 1954 sang Erich Hermann das "Rundfunkfritzle" das ich immer hören durfte, das
Killesberglied, 




Heute fährt der Bus mit der Nummer 44 und die Straßenbahnlinie 5 zum Killesberg. Auf dem Killesberg befindet sich ein Gedenkstein für Erich Hermann, der 1984 gestorben ist. 

Das waren noch Zeiten, aber ich möchte sie nicht missen.
Mit meiner mittleren Schwester habe ich am letzten Sonntag den Killesberg besucht. 

Wir haben uns mal wieder den Killesbergturm angesehen. 




Der Turm steht nicht schief, aber ich habe es einfach nicht fertiggebracht, das Teil gerade zu fotografieren. Tut mir leid.





Woher kommt nun der Name Killesberg, so recht weiß das Keiner. Es gibt aber Vermutungen, dass Keltisch = külle: Bergnase, Kuppe hier herzuleiten ist. 

Früher befand sich dort das Messegelände Killesberg auf dem ich alle möglichen Ausstellungen besucht habe. Die Messe wurde aber durch das Messegelände auf den Fildern ersetzt und es entstand ein vollkommen neues Baugebiet ab 2009 mit der Grünen Fuge. Auf dem Killesberg entstanden hochwertige Wohnungen, ich würde dort gerne wohnen. Aber die Preise für eine Wohnung übersteigen die eines Einfamlienhauses und mehr.

Von den Plattformen und vor allem der obersten hat man einen grandiosen Blick über Stuttgart und du siehst hier auch den ältesten Wohnturm Stuttgarts, ich habe schon mal davon berichtet. 

Blick auf die Leibfriedschen Gärten und das Grüne U, das durch die Bebauung des Killesbergs durch die Grüne Fuge nun geschlossen wurde.

Ich berichte auch hiervon bald. 



Blick auf Stutttgarts ältesten Wohnturm (im Vordergrund)
hier habe ich schon mal davon berichtet.

http://rundumludwigsburg.blogspot.de/2017/04/die-weienhofsiedlung-in-stuttgart.html 



Der Burgholzhof 


 Höhencafe Killesberg, dort gab es im Anschluß etwas zu schnabulieren.

Blick auf das Neubaugebiet am Killesberg, die Wohnungen sind so teuer, da reicht nicht mal ein Lottogewinn und die Mietpreise naja, die zahlt man nicht aus der Portokasse.
Sonnenterrasse inclusive.


Schmutzfinken gibt es auch in luftiger Höhe.



Der Killesberg wurde zur Reichsgartenschau 1939 vollkommen neu gestaltet.

Das Killesberg-Parkglände gilt heute als gut erhaltenes Gebiet für die Gartenbaukunst der 30er Jahre.
Der großzügige Kontext der Landschaft zu seinen Elementen, wie die Sicht zum Tal, die Obstwiesen, Trockenmauern und Naturseingebäude sind einmalig.  

1939 war schon zur Reichsgartenschau ein Aussichtsturm geplant. Er wurde aber erst 1950 auf einer Anhöhe über dem ehemaligen Steinbruch errichtet, der schon im Jahr 1939 als "Tal der Rosen" angelegt worden war. Es war der 
Zaiser-Turm, der von der Firma Zaiser, einer Aufzugsfirma errichtet und gestiftet worden. Der damalige Sender SDR hatte auf der Spitze einen UKW-Sendemast. 
1974 wurde dieser wunderschöne Turm leider abgerissen und würde heute als Zeugnis seiner Zeit gelten. 



Ich möchte dir heute aber vom neuen Killesbergturm berichten, der 1997 errichtet wurde und den ich mindestens schon drei bis vier Mal erkommen habe. Nun das habe ich auch am Sonntag gemacht. 

348 Treppenstufen besitzt der Killesbergturm, die ich doch recht schnell, ich bin selbst erstaunt und meine Schwester konnte es nicht fassen, erkommen habe. 


Diese Stufen haben etwas Besonderes, denn mit ihnen konnte der Turm auch finanziert werden. 
Ein guter Gedanke meines ehemaligen Chefs in der Forstverwaltung und auch Vorsitzenden des Stuttgarter Verschönerungsvereins, Fritz Oechßler war, die 
348 Treppenstufen gegen Spenden mit Patenschaften zu versehen. Der Anreiz war ein kleines Schild des Spenders auf einem Stahlschild jeweils an der Stufe. Dadurch konnten die Baukosten um rund 40 % gesenkt werden. 




Der Einzahlbetrag war hoch 1.800 DM, trotzdem waren nach einem Jahr 150 Stufen gespendet und es wurden noch mehr Spender gefunden. Keine einzige Stufe am Killesbergturm ist ohne Namensschild. 

Warst du schon mal auf dem Killesbergturm, dann merkst du, dass er wankt aber ganz sachte. Da wird einem schon schwummerig. Aber das ist vom Konstrukteur Jörg Schlaich gewollt.  


Die Seilnetzkonstruktion ist mit 43 Metern und vier Plattformen in 8, 16, 24, und 31 Metern Höhe eine wegweisende Architekturleistung. 

Hier kannst du rechts an den Stufen die Patenschildchen sehen. 


Das Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner erhielten für diesen Turm den 
Ingenieurbau-Preis 2002. 


Fertiggestellt wurde der Turm 2001, das war kurz bevor ich zu diesem Amt für Bauen in Stuttgart kam, das mich so viele Jahre fesselte.

Jörg Schlaich ist ein deutscher Bauingenieur geb. am 17.10.1934 in Stetten, Kernen im Remstal.
Er war der Sohn des evangelischen Pfarrers Ludwig Schlaich, der Leiter der Diakonie Stetten war.
Gymnasium in Stetten, Heilbronn und Waiblingen. Er machte eine Ausbildung als Schreiner und ist bekannt für seine vielseitigen Stahlkonstruktionen, studiert in Amerika und Berlin. 
Sein Sohn ist Professor für Massivbau an der TU Berlin.

Das war ein Post, so wie ich ihn liebe und ich werde - ich weiß es aber noch nicht genau - nach der Blogpause mich etwas mehr der Architektur von Gebäuden in Stuttgart widmen. Schaun wir mal. 

Da ich nun nicht weiß, ob Nova den Aufgang zum Turm so akzeptiert, zeige ich dir hier den Eingang ins 
Tal der Rosen.  




Vom Tal der Rosen werde ich dir nächste Woche berichten.

Tor in die Woche bei Nova






Ein schönes Filmchen über den Killesberg Turm
Stuttgart ist eine tolle Stadt, man muß sie nur erkunden und wie schreibe ich immer, fernab von Milaneo usw. 




 


















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Kommentare

  1. Warum sollte ich nicht....na klar doch liebe Eva. Wieder so ein schöner Post der uns deine Heimat näherbringt. Muss schon toll sein auf den Turm zu gehen, schon allein das Gefühl dass du beschreibst und die Aussicht...ein Wahnsinn. Dank dir dass du uns mitgenommen hast und auch dass du wieder mit dabei bist.

    Wünsche dir noch einen wundervollen Sonntag und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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  2. Liebe Eva,
    Deine Worte: "Das war ein Post, so wie ich ihn liebe......" kann ich voll unterschreiben und sagen, ich auch. Informativ, sehr schöne aussagekräftige Bilder und von Allem ein bisschen.
    Dein Blog ist so vielfältig, behandelt alle Themen des Lebens und ist für mich eine echte Bereicherung.
    Natürlich bin ich nicht maßgeblich, aber solltest Du einen Teil Deiner interessanten Themen, weglassen,würde mir etwas fehlen.
    Ich wünsche Dir eine gute, erfolgreiche, neue Woche und schicke herzliche Grüße in Richtung Schdurgert ;-)
    Elisabetta

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  3. Sehr schöne Perspektiven und der Blick in den Rosengarten gefällt mir sehr.
    Danke für die interessanten Bilder aus deiner Heimat.
    Schönen Gruß,
    Gabi

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  4. bei deiner Frisur musste ich lachen
    mein Vater hatte sowas auch mal bei meinen Töchtern "verbrochen"
    er nahm sie mit zum Herrenfrisör
    und las dann die Zeitung
    sie hatten dann einen perfekten Sommerschnitt :D
    allerdings waren es auch vorher nicht all zu lange Haare
    die Bilder vom Turm und der Aussicht sind sehr schön und interessant
    aber ich könnte da nicht hinauf ;)
    liebe Grüße
    Rosi

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