Das Gänsefingerkraut

Der schöne wilde Mann hatte 



am Samstag zu einer erneuten Wildkräuterexkursion geladen, die wieder recht gut besucht war. 



Wir haben sehr viele Wildkräuter gefunden und auch das Gänsefingerkraut, das - so bei denTeilnehmern - nicht so bekannt zu sein scheint.



Viele dachten, als sie die gelben Blüten gesehen haben, das wäre eine Butterblume usw.
Ist es aber nicht, denn es ist die Blüte des Gänsefingerkrautes.


Nur wenige können das Gänsefingerkraut erkennen und benennen, dabei ist ihm wohl jeder von uns schon einmal begegnet. Es wächst besonders gut auf verdichteten, nährstoffreichen Böden, einer Bodenart, welche bei uns aufgrund der industriellen Landwirtschaft leider häufig vorkommt. Gänsefingerkraut ist ein vielseitiges Nahrungsmittel und zudem ein starkes Heilmittel bei Krämpfen.


Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht grosse Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr gut verbreiten kann. Das Gänsefingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse. 


Das Gänsefingerkraut mag gutgedüngte verdichtete Böden, weshalb es häufig an Wegrändern von Acker- und Weidenflächen anzutreffen ist.


In der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Krämpfe aller Art eingesetzt und zwar besonders gern in Milch abgekocht.

Ausserdem kann man die Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen.



Mein Freund ist ein Anhänger von Maria Treben der großen Kräuterfrau, die ein wunderbares Buch geschrieben hat.  "Heilkräuter aus der Apotheke Gottes" und das ist doch die Natur auch. Ein reich gedeckter Tisch, man muß nur pflücken und es anwenden.

Ich habe noch kein Gemüse davon gemacht, aber ich habe das Gänsefingerkraut schon mit im Salat verarbeitet.  Im Quark schmeckt es zusammen mit anderen Wildkräutern auch sehr gut.

Außerdem enthalten Gänsefingerkrautblätter rund 400 mg Vitamin C pro 100 g. Das ist viermal soviel wie der Rosenkohl – Spitzenreiter unter den Kulturgemüsen. Selbst unter den Wildpflanzen nimmt das Gänsefingerkraut damit einen Spitzenplatz ein. Das Vitamin C macht die Blätter leicht säuerlich,  

Die Blüten kann man auch als Deko verwenden und sind auch essbar.

Ganz zu schweigen natürlich von der Heilwirkung es ist gut und für folgendes anwendbar:
adstringierend,
antibakteriell,
beruhigend,
blutstillend,
entspannend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
Halsentzündung,
Entzündungen der Mundhöhle,
Durchfall,
Magenkrämpfe,
Darmkrämpfe,
Hämorrhoiden,
Schmerzhafte Periode,
Menstruationsbeschwerden,
Krämpfe,
Wadenkrämpfe,
Wundheilung,
Entzündete Wunden,
Pickel,
Furunkel,
Sonnenbrand.

Wobei ich bei manchen Krankheiten eher da nicht so auf die Heilkräuter schwöre.  Da denke ich oft "bös muß bös" vertreiben.

Die Sammelzeit des Gänsefingerkrautes ist von 
Mai - August.

Über das Gänsefingerkraut findest du viel im Internet, oder du machst einmal einen Wildkräuterkurs oder eine Wildkräuterexkursion. Sicherlich findest du einen Kurs.

Wir haben aber noch etwas gefunden und waren mehr als erstaunt. Wir haben deshalb an einen Biologen vom NaBu geschrieben, der uns inzwischen geantwortet hat. 

Das sieht man nicht alle Tage.
Sicher ist, dass es etwas Besonderes ist, das wirst du aber dann nächsten Mittwoch bei Artis "Anna" sehen.



Dafür bedanke ich mich bei Ghislana. Es ist immer eine Menge Arbeit so ein Projekt zu führen, bzw. weiterzuführen. 





Begleitet wurden wir von einer ganzen Kollonie von
Bläulingen. Es war schön.  






Wir haben ja heute Christi Himmelfahrt und auch Vatertag. 
Der leider nicht so gewürdigt wird, wie der Muttertag.
Väter werden auch gebraucht. 

;-)))))






Kommentare

  1. Ich hatte auch mal an einer Wildkräuterführung teilgenommen und fand das sehr interessant. Man lernt doch das eine oder andere, was man vorher nicht wusste.
    Super, Eva, hier hast du viele Details über das Gänsefingerkraut mitgebracht und du kennst sicherlich den Spruch, dass gegen Alles ein Kraut gewachsen ist. Aber manchmal müssen es halt doch die Chemiebomben sein. Gut, dass es beides gibt und man abwägen kann, was sinnvoller ist.

    Sehr schön hast du die Bläulinge eingefangen!

    So, ich denke mal, der Kuchen ist inzwischen bestimmt schon fertig oder fast fertig, dann könnt ihr ihn heute Nachmittag im Garten genießen. :-)

    Liebe Grüße und habt es einfach fein
    Christa

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    1. Liebe Christa,
      die Sache mit den Wildkräutern ist ein reines Hobby und es macht auch Spaß.
      Aber dass man mit Gänsefingerkraut Angina Pectoris behandeln kann, wie so vieles andere auch, halte ich für kompletten Blödsinn.
      Manche Dinge kann man nur mit Chemie behandeln.

      Der Kuchen ist fertig, es ist ein ganz besonderer Erdbeerkuchen, den stelle ich gelegentlich mal vor.

      Lieben Gruß Eva
      das Wetter druckst so herum.

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  2. Liebe Eva,
    eine Wildkräuterführung könnte mich auch noch interessieren... bei Hildegard von Bingen findet man auch allerlei Wissenswertes. Den Bläuling hast du super eingefangen, was für ein wundervoller kleiner Schmetterling.
    Einen angenehmen Feiertag, Marita

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  3. Gerade auf das Gänsefingerkraut am Wegrand hat mich heute morgen mein Mann aufmerksam gemacht, dort blühte es allerdings noch nicht. Jetzt habe ich noch etwas dazu gelernt. Besonders begeistert bin ich von den wunderschönen Bläulingen!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Hallo liebe Eva,
    jetzt habe ich wieder etwas gelernt. Ich habe bei der gelben Blüte nämlich auch gedachte, es handelt sich um eine Butterblume.

    Und die Fotos von den Bläulingen sind ja auch faszinierend. Diese wunderschönen Flattergesellen bekomme ich leider nur selten zu sehen.

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  5. Na, da bin ich ja froh, dass nach all den "Anpreisungen" aus der Apotheke Gottes, doch noch ein paar skeptische Sätze kamen. Leider gibt es genug Leute, die NUR kontra zur Chemie sind und alles vom Wegesrand ungeprüft essen und trinken.
    Nicht umsonst unterliegen den Kräutern aus der Apotheke (wir nennen sie in der Fachsprache Drogen) strenge Gehaltsbestimmungen, damit sie weder zu viel noch zu wenig ihrer Inhaltsstoffe besitzen, sondern immer die gleiche Menge.
    Die Fotos sehen prima aus, besonders die der Bläulinge. Bei uns leben sehr viele Hauhechel-Bläulinge, aber auch andere. Bin schon auf nächsten Mittwoch gespannt :))

    Liebe Grüße
    Arti

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  6. Die Bläulingsfotos sind wunderschön. Mit Wildkräutern kenne ich mich nicht aus. Muss wohl an meinem Wohnort liegen ;-)
    Liebe Grüße!

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  7. Hallo Evaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa :o)
    Ich bin ganz entzückt von den Bläulings-Fotos! Echt wunderschön!
    Ich hatte meinen ersten im Spätherbst vor der Linse und wusste erst nicht was das für einer ist.
    Sind die nicht schön?????
    Das Gänsefingerkraut ist mir bekannt aber ich wusstenicht das man es verputzen kann ;-)
    Hab einen schönen Vaddertach und *treibs* nicht so dolle *gg
    LG Britta

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  8. Liebe Eva
    Du glaubst es nicht, heute auf unserer Wanderung ist mir dieses Kraut aufgefallen. Natürlich wusste ich nicht, wie es heisst. Nur so schnell beim vorbeigehen dachte ich an ein Farn mir Mehltau.... Wenn es das überhaupt gibt. So läuft man durch die Welt... So schnell kann man wieder etwas dazu lernen.
    lg Gabriele ☼

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  9. Oh, diese Bläulinge, ich bin immer froh, wenn ich mal einen entdecke und ihr hattet gleich viele ;-). Das Gänsefingerkraut kannte ich schon, seit meinem Herbarium in Klasse 7, als wir Kräuter sammeln und bestimmen mussten. Blaue Luzerne kenne ich auch seitdem... Und noch ein paar Kräuter mehr. Hier wächst es aber nicht so verbreitet, zu trocken. Danke dir für diesen schönen informativen Post zum Naturdonnerstag und liebe Grüße Ghislana

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  10. Ich hatte das Gänsefingerkraut letzte Woche im Wald am Wegrand entdeckt. Es wächst dort zwischen Günsel und Wolfsmilch, aber es blühte noch nicht. Allerdings wusste ich nicht, wie es heißt und musste nachschauen. Heilkräuter finde ich schon interessant...nur, wenn ich lese, dass dieses eine Kraut gegen fast alles helfen soll, dann werde ich immer skeptisch.
    Der Bläuling ist wunderschön....vor allem auch von der Seite.
    LG Sigrun

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  11. das Gänsefingerkraut kenne ich auch ;)
    man kann die Blüten zur Butterblume eigentlich ganz leicht unterscheiden
    die Blutterblumen sind glatt und glänzend
    das Gänsefingerkraut gewellt
    auch am gezahnten Laub kann man es gut erkennen

    Maria Treben hat sehr an die Wirkung der Kräuter geglaubt
    aber auch Pfarrer Kneipp obwohl man bei ihm fast nur an seine Wasserbehandlungen denkt
    Die hl. Hildegard ist wohl die berühmteste Verfechterin der Kräuterarzeneien

    Wunderschön sind deine Schmetterlingsbilder

    liebe Grüße
    Rosi

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  12. Hallo Eva,
    das Gänsefingerkraut habe ich neulich im Bestimmungsbuch nachgeschlagen, es ist ein Pflanze mit vielen Eigenschaften.
    Schöne Schmetterlingsaufnahmen sind Dir gelungen.
    herzlich Margot

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  13. Liebe Eva,
    dankeschön für Deinen ausführlichen Bericht über das Gänsefingerkraut, ich dachte auch beim Anschauen der filigranen, gelben Blüte ans Butterblümlein.
    Beeindruckend schön sind die Fotos der Bläulinge, hach, ich liebe Schmetterling ;-))

    Ich wünsche Dir ein sonniges Wochenende und schicke liebe Grüße mit.
    ♥Traudi.

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  14. Liebe Eva,
    das Gänsefingerkraut kenne ich auch nicht, oder besser kannte ich nicht, gesehen habe ich es sicher schon mal, denn irgendwie kommt es mir bekannt vor. Beim Lesen des Artikels musste ich an meine Großmutter denken, bei der ich manchmal die Ferien verbracht habe. Sie kannte noch gegen alles ein Kraut, egal was ich hatte irgendeine Pflanze gab es immer. Meine Mutter aber schon weiß so gut wie nichts mehr davon und von mir ganz zu schweigen. Schade, dass so altes Wissen so schnell verloren geht.
    Die Bilder von den Schmetterlingen sind zauberhaft!!! Hast Du dafür ein Marcoobjektiv benutzt?
    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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