Wenn man sich überlegt was Bewegung alles sein kann

von der sportlichen Bewegung bis zu einer nationalsozialistischen Zeitung in den Jahren
1933 - 1945.



Bewegung ist ein Begriff in der Musiktheorie,
Bewegung in der Arbeit,
Bewegung in der Freizeit, 
Bewegung, Bewegung, ich finde es gut, wenn man sich bewegt (hier klein geschrieben)



Für Palaicas "Magische Mottos im März" habe ich nun mal folgendes gefunden.

Immer, wenn ich so einen Kehrbesen sehe, muß ich an Beppo den Straßenkehrer aus Momo denken. 

Er erklärt Momo was wichtig ist:
Text Michael Ende aus Momo

„Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.
Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.
Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig.“ 

Beppo ist langsam in Bewegung und erledigt sein Arbeit Schritt für Schritt. 





Ich war gestern noch auf dem Friedhof hier und da war doch einiges los.




Es wurde gekehrt und der Staub war in Bewegung, klar der Besen samt Friedhofsarbeiter auch.

Die Gießkannen waren in Bewegung und die Menschen, die sich zu den Kannen bewegt haben, um die Gräber mit Wasser zu versorgen, um festszustellen, dass das Wasser noch abgestellt war. Finde ich eine gute Einrichtung, dass man die Gießkannen nur entnehmen kann, wenn man ein Euro einwirft (wie bei den Einkaufswagen) um dann auch Gießkanne wieder an den Platz zu hängen. Sonst räumt das leider kein Mensch mehr auf. Traurig ist das schon ein wenig, dass man bei erwachsenen Menschen so verfahren muß.



Die Kannen bewegten sich sanft im Wind, das habe ich leider nicht so gut fotografieren können,  sie haben sich aber bewegt.

Ja und bei meinem Senior war auch was los, Reifen wurden bewegt und wie. Die Saison hat wieder begonnen und da ist schon was los. 

Auf dem Friedhof ist mir noch eine Chorfreundin begegnet, die sich mit Wasser aus dem Auto versorgt hat und schnellen Schrittes zu dem Grab ihrer Eltern gelaufen ist, sie pflegt das Grab mit so einer Liebe, es ist bewunderswert.  



Auf der Enz waren die Schwäne unterwegs und haben gegründelt und gebadet und waren in Bewegung und der Leudeslbach plätscherte dazu. 




Ich wollte den Post erst morgen rausschicken, er ist mir heute schon entwischt. Macht nichts, dann gibt es morgen eben keinen Post. 


Palaica

Kommentare

  1. Liebe Eva,
    das ist ein wirklich "bewegender" Beitrag. Starke Bilder, tolle Texte dazu, eine unwiderstehlich gute, einfühlsame Interpretation des Themas. Mir bleibt nur, hier virtuell die Hände zu bewegen und spontan Beifall zu klatschen.
    Angenehmen Feierabend und lieben Gruß
    moni

    http://www.reflexionblog.de

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  2. wow
    da ist aber wirklich vie in Bewegung
    und du hast es perfekt eingefangen..
    ja.. es gibt keinen Stillstand..
    selbst wenn man sich absolut ruhig verhält
    arbeitet und bewegt sich der Körper..
    das Blut fließt durch die Adern.. die Impulse jagen über die Nervenautobahn..
    selbst wenn das Leben aufhört.. die Bewegung tut es nicht..
    ist schon irgendwie seltsam dass man sich da eigentlich keine Gedanken drüber macht..
    vielleicht weil es so selbstverständlich ist ;)

    liebe Grüße
    Rosi
    (die sich gleich in ihr Bett bewegt ;) )

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  3. Ich bewege dann mal meine Fingerchen auf der Tastatur und tippsel ein wenig ;-) Ja, wir, die Erde, das Universum, alles in in Bewegung und das ist auch gut so. Schöne Bilder hast du gemacht und so manche kommen in der Bearbeitung noch besser rüber.

    Dir einen schönen Mittwoch und viele Grüsse

    N☼va

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  4. Was für wundervolle und aussagekräftige Bilder, liebe Eva. Der Mann mit dem Besen ist so was von großartig fotografiert - man sieht förmlich die kraftvolle Bewegung.. einfach toll!! (Er hat übrigens ein super Arbeitsoutfit an - genau die gleichen Buxen gibt es auch hier - von klein bis groß.) Ganz liebe Grüße, Nicole (der dieses unfreiwillige Posten auch nicht unbekannt ist.. lach!)

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  5. Wahnsinn, das nenn ich Kreativität, um bewegte Fotos zu machen, dafür auf den Friedhof zu gehen.
    Da ist ja echt was los bei dir! Aber das stimmt schon, dort ist zur Zeit bestimmt viel zu tun, die Gräber
    möchten auch ein Frühlings-Outfit... Die Bilder mit dem Feger hast du toll eingefangen!
    Einae wirklich schöne Reihe zum Thema!
    Habs fein, liebe Eva
    Britta

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  6. Das sind schöne Fotos, liebe Eva, vom plätschernden Bach und den 'kopflosen' Schwänen.
    Einen schönen Abend wünscht Edith

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  7. ich mag deine verschiedenen motive sehr - aber vor allem mag ich sie mit dem subtext vom beppo. ich habe momo nie gelesen, aber ich bin grade fasziniert, denn genau dieselbe erkenntnis hatte ich vor ein paar jahren auch. ein schritt nach dem anderen, bloß nicht über den übernächsten nachdenken...

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