Die Kraft der Steine oder eben Schmuck

Vorneweg, das schönste Schmuckstück, das ich habe ist meine Familie und natürlich auch der Enkel

 




Nach Golde drängt,
Am Golde hängt
Doch alles. Ach wir Armen!


So sagt Margarethe im 1. Teil von Faust von Goethe.




Ich habe Schmuck und ich trage ihn auch sehr gerne. Allerdings immer dezent, entweder lange Ohrringe, dann aber keine Kette oder aber einen Ring. Auch gerne mal einen größeren Ring, aber immer dezent und passend.  Ich trage gerne Gold und auch Silber. Vollgehängt bin ich nie.

Ich habe einiges an altem Schmuck, geerbt von meiner Mutter und Schwiegermutter.

Zum Tribal-Dance habe ich sehr gerne Schmuck getragen, da ist es schon Pflicht, dass man viel Schmuck trägt. Hier habe ich meist afghanischen Schmuck getragen, diesen Anhänger, der
dann an einem Lederband hing.

Wie das so aussieht, das sieht man hier:


Einen Anhänger aus Silber mit einem Lapislazuli, dreht man den Anhänger herum, ist ein Spiegel zu sehen, der ebenfalls mit kleinen Lapislazuli besetzt ist.


Gekauft habe ich ihn ca. 1998 in einem indischen Geschäft in Stuttgart im Bohnenviertel. Ja, das weiß ich noch und er war sehr teuer. Ich habe ihn damals vom Erlös eines Auftritts gekauft.




Diesen Anhänger trage ich aber äußerst selten meist an einem Lederband. Er liegt auf einem Regal zusammen mit den anderen Anhängern bzw. Broschen, die ich zeige.  Es sind alles Erbstücke.

Den Gürtel hat mir mein Schwager aus Indien mitgebracht, es ist aber afghanischer Schmuck, der in Indien auch verkauft wurde. Mitgebracht hat er in so um 1992. 

Den Gürtel habe ich nicht ganz auf das Foto bekommen, hätte ich den Gürtel noch mehr rund gemacht, hätte ich ihn biegen müssen und das wollte ich nicht. 


Lapislazuli ist der Stein der Könige.  Es gibt verschiedene Qualitätsstufen beim Lapis, das kommt immer drauf an. Das obere Stück habe ich mal begutachten lassen und freu.

Lapislazuli kommt von dem lateinischen Wort Lapis (Stein, das wissen doch die mit dem kleinen Latinum, gell :-) und dem arabischen Genetiv Azul (des Himmels). Der Lapis kommt aus Aghanistan, oder auch aus Rußland, Chile und den USA, auch am Sinai hat man ihn wohl schon gefunden.

Er reicht von hell- bis dunkelblau. Je dunkler (freu), desto geschätzter und teurer ist er.
Einschlüsse von Pyrit-Körnchen ergeben "goldene" Punkte. Man sagt auch ein Lapislazuli gleicht dem Sternenhimmel bei Nacht.

Ich denke der Gürtel ist nicht so begehrt wie der Anhänger, die Steine sind etwas heller, aber
es ist mir auch egal. Er schmückt im Wohnzimmer die Wand. 

Die anderen Sachen liegen auf dem Bücherregal


Beide Schmuckstücke hüte ich sehr.

Zu den meisten Schmuckstücken gibt es auch Geschichten, zum Beispiel zu diesem Anhänger aus
Weißgold mit einem Topas als Stein. Der Anhänger hat einiges mitgemacht und ist natürlich auch etwas am Stein beschädigt.

Das stört mich aber nicht.



Meine Mutter hat ihn im Jahre 1940/41 als sie mit ihren Kindern über den Krieg bei ihren Eltern in Cleversulzbach war, von einer Frau für einen Sack Kartoffeln bekommen. Meine Mutter wollte das Schmuckstück nicht, hat ihn dann aber auf der Vitrine im Flur gefunden.
Manchmal überlege ich mir, ob die Frau  noch lebt und was sie wohl durchgemacht hat. Sie kam wohl damals aus Heilbronn.

Heilbronn wurde am 4. Dezember 1944 von der Royal Air Force (Harris) schwer bombadiert und gilt als Generalprobe für Dresden, es war einer der schwersten Luftangriffe auf diese Stadt. Bis Cleversulzbach konnte man wohl das Feuer sehen und meine Oma sagte damals zu meiner Mutter:

"Jetzt gehts auf Heilbronn runter!"




Ein Anhänger, der mir im Moment auch etwas Kopfzerbrechen macht, ich kenne die Frau nicht, ob sie noch lebt? Sie war wohl noch ziemlich jung.

Und meine Camee, die mag ich ganz besonders, ich mag diesen Stein, der aus einer Molluskenschale besteht. Ich bekam sie man zu Weihnachten von meiner Schwiegermutter geschenkt und sie hatte dieses Stück von ihrer Mutter. Es ist ein besonders schönes und auch großes Stück, das ich sehr mag, hüte aber nie trage und es ist nicht beschädigt. 



Noch eine Brosche von meiner Schwiegermutter ein Amethyst mit emallierten Einlegearbeiten in Weiß und Blau.




Eine Brosche von meiner Mutter, ein sogenannter Blutstein, den sie mal in Berchtesgaden gekauft hat. Das ist aber auch schon lange lange her.
Zu Blutstein sagt man auch Hämatit, durchsetzt ist er mit kleinen Markasitsteinchen
Verschiedene Ringe sind noch dabei, die ich aber auch ganz selten trage.

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Markasit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“.
Quelle Wikipedia

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Erbstücke, Mutter und Schwiegermutter

 Ringe (Erbstücke) aus Silber mit Bergkristall, einem Spinell, einem Aquamarin, Gold mit Aquamarin und einem Silberring mit einem Bernstein mit Einschlüssen, das sind Blätter und Fliegen.





Ob ich an die Kraft der Steine glaube? Ich habe keine Ahnung, aber vielleicht macht es doch etwas aus, denn es geht mir gut, ich bin kaum krank und ich bin zufrieden und glücklich und ich bin dankbar.

Ich habe keine Ahnung, was das alles wert ist, ich denke nicht viel, deshalb lohnt sich kein Einbruch.
Für mich sind es andere Werte die mir Freude machen, diese Sachen zu besitzen.

Bei Lotta darf man heute bei ihrer Aktion Schmuck zeigen und fotografieren. Das war nicht ganz einfach, aber ich denke, ich habs ganz gut hinbekommen.

Natürlich habe ich auch noch anderen Schmuck, den mag ich aber nicht zeigen, das bleibt mein Geheimnis. 
Ich wurde neulich gefragt, als ich mir etwas Schönes an Schmuck gekauft habe, daraufhin wurde ich gefragt: 

"Was in deinem Alter kaufst du dir noch Schmuck?" 

"Tja, klar, ich habe ja auch Erben war meine Anwort!"

Ich weiß nicht, warum für so viele Leute das Alter und vor allem das altern so schwer ist. 
Wir werden doch alle alt von Geburt an. Ich bin bis jetzt ganz gut "alt" geworden. 

Ich habe auch oft schon "alt" ausgesehen, als ich noch ganz jung war.  Häää!

Warum sollte ich mir das nicht gönnen?

Zum Weihnachten habe ich diese wunderschönen Swarowski Ohrringe bekommen. 
Über und über besetzt mit Swarowskisteinen. Sie sind aber auch wunderschön und ca. 8 cm lang.
Ich mag so großen und langen Ohrschmuck, aber dann eher nur diese Ohrringe und ein schickes schwarzes, langes Kleid, so wie zu Sylvester. 


Schmuck ist auch Geschmackssache wie vieles andere auch. Ich würde nie über Jemand meckern, der zuviel Schmuck trägt, das ist seine Sache.















 

 

 

 

 

 

Kommentare

  1. Liebe Eva, ich kommentiere später, Dein Link über NOVA funktioniert nicht, es kommt nur irgendetwas mit 20% und Persilschein auf den Bildschirm und "Diese Website ist nicht erreichbar" ;-((
    Liebe Grüße
    Elisabetta

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    1. Jetzt müßte es klappen.

      LG Eva

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  2. Sehr spannend...deine Schmucksammlung. Ich finde es wunderbar, wenn es zu einem Schmuckstück auch eine Geschichte dahinter gibt...die macht das Schmuckstück erst zu etwas Besonderem...Danke fürs Mitachen und einen schönen Sonntag! LG Lotta.

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  3. Liebe Eva
    tolle Stücke, die du hier zeigst,
    ich bin auch ein Schmuckfan, ich möchte auch nicht aussehen wie ein
    behängter Baum, aber ich liebe Edelsteine, am liebsten ist mit der "Tansanit" dieses
    einzigartige Blau fasziniert mich. Davon habe ich einen Ring in Gelbgold gefasst und
    natürlich viele andere Edelsteinringe, Genau wie du sagst, ich habe sie auch zu vererben
    und ein tolles Schmukstück ist immer ein schönes Andenken, finde ich zumindest.
    Ich wünsche dir einen sonnigen Tag.
    Lg Sadie

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  4. ...ein paar sehr schöne Erbstücke hast du da , liebe Eva,
    ich meine auch, die kann man nur einzeln einsetzen, damit sie richtig zur Geltung kommen...dein Bernsteinring ist meinem alten Ring sehr ähnlich,

    hab einen schönen Sonntag,
    liebe Grüße Birgitt

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  5. Nun habe ich in Deine Schmuckschatule geschaut, liebe Eva, und gesehen was Steine so aussagen.Habe gerade ja das Gefühl ich hätte Dich inspiriert. Das mache ich zu gern überhaupt!Finde es mutig von Dir Deinen Schmuck zu zeigen, ich würde mich das im Netz nicht trauen. Die Halunken lauern überall und können vieles gebrauchen, auch wenn man meint es sei wertlos. Schön ist es ,was Du uns zeigst. Die letzten Ohringe gefallen mir auch sehr, ganz mein Geschmack. Ich trage im Alltag wenig Schmuck und wenn, dann ist weniger mehr.
    Liebe Grüße in den Sonntag, Klärchen

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    1. Der Wert dieses Schmucks liegt bei weitem unter dem, was eine Kitchenaid kostet, das nur so am Rande.

      LG Eva

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  6. Wunderschön sind Deine Schmuckstücke und ich glaube auch an die Kraft der Steine ;-)))

    Liebe Sonntagsgrüße von Traudi

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  7. Schöne Schmuckstücke! Die Geschichte hinter dem Anhänger, der gegen Kartoffeln getauscht wurde, finde ich sehr berührend. Mir persönlich gefallen am besten der Lapislazulianhänger und die schwarzen Ohrringe, die würde ich auch tragen! Der Vergleich mit der Kitchenaid ist Klasse, die würde ich für meine Schmuckschatulle auch nicht bekommen :-))). Liebe Grüße, Christine

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  8. Hallo Eva sehr schöne Schmuckstücke.Ich finde es toll das jedes eine Geschichte hat und der Wert deshalb sehr gross für dich ist.Ich trage zur Seite selten Schmuck,eigentlich nur meine Silberkette und Ohringe dazu.Dabei ist es eigentlich lustig da ich ja sehr viel Schmuck selber mache.Es würde mich bei der Arbeit stören.Und auserdem habe ich ja immer vor,wenn ich wieder genug gebastelt habe,es auf einem Basar zuverkaufen und den Erlös wieder Tieren zukommen lassen.Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag,Lg Elke und Minzi

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  9. Liebe Eva,
    das ist ja eine feine Sammlung an Schmuck mit Geschichte! Ich glaube gern, dass du an jedem einzelnen Stück hängst, das jedes eine Bedeutung für dich hat.
    Hab einen schönen Abend ... liebe Grüße, Frauke

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  10. Nur zur Info, mit einem dicken Danke an Dich bei Elskeline. Ich hoffe, das alles jetzt läuft, es hat mich richtig nervös gemacht.
    Danke, danke! Klärchen

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  11. Schöne Schmuckstückchen sind bei dir zu finden. Und das einige auch noch eine Geschichte haben, ist spannend.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend,
    Andrea

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  12. Deine schöne Sammlung alter Erinnerungsstücke hat mich nicht so beeindruckt wie die Erwähnung des Bombenangriffes auf Heilbronn, denn von dem Feuerschein wurde auch immer in meiner alten Heimat erzählt. Ich kenne außerdem eine liebe Person, die glücklicherweise nicht in der Stadt war zu diesem Zeitpunkt, aber auch da den Untergang der Stadt miterleben musste. Ich denke momentan viel daran, denn morgen ist der 30. Januar, der Tag, ab dem wahr gemacht wurde, was lange vorher gesagt worden ist, so viele aber nicht wahrhaben wollten.-
    Sehr fein gemahlenes Lapislazuli brauchte man im Mittelalter, um blaue Farbe herzustellen, wie sie der Stefan Lochner hier bei seinen Altären gebraucht hat. Eine sehr kostbare Farbe, die ich auch sehr schön finde. Eigentümlicherweise habe ich keinen Schmuck damit. Deinen Gürtel mag ich.
    Die Ohrringe wären mir zu lang. Ich trage eigentlich auch nur noch meine ( unechten ) grauen Barockperlen. Und meine Lederkordel mit den Enkelbuchstaben.
    Hab ich schon mal fotografiert, aber heute war mir nicht danach.
    Eine gute Woche!
    Astrid

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    1. Richtig Astrid,

      ich denke, dass der 30.1.1933 schon bekannt sein sollte. Leider haben die meisten keine Ahnung von diesem Datum.

      Leider, denn gerade im Moment sollte man ..., neee ich schreibe es nicht. Mir wurde gestern wieder geschrieben, dass das vorbei ist und NIEMAND interessiert.

      Mit lieben Grüßen Eva,
      die das Datum sehr wohl weiß.

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  13. Liebe Eva,
    Du hast wunderschöne Schmuckstücke mit schönen und auch erinnerungswerten Geschichten dahinter!
    Hab einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  14. Was für hübsche Stücke, liebe Eva, besonders die mit Geschichte haben einen ganz besonderen Charme. Ganz liebe Grüße, Nicole

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  15. Ich finde es echt befremdlich, dass dir gesagt wird, du seist zu alt um dir Schmuck zu kaufen. Als ob man ab einem Alter X kein Recht mehr hätte, sich eine Freude zu machen - völlig absurf (und zwar unabhängig davon, ob man Erben hat oder nicht).

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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    1. Liebe Sabrina,
      mit dem Schmuck ist es tatsächlich. Es gibt aber auch Frauen, die haben tatsächlich mit ihrem Leben ab einem gewissen Alter abgeschlossen. Meckern und meinen, dass man eben manche Sachen nicht mehr tragen kann.

      Ich werde mit Sicherheit noch mit über 70 Jahren einen kurzen Rock tragen.

      Lieben Gruß Eva

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    2. Yay! Dafür zwei imaginär gereckte Daumen.
      Das Leben ist vorbei, wenn man tot ist. Und vorher sollte man meiner Meinung nach so viel Freude hineinstopfen, wie möglich ist.
      (Ich genieße es wirklich sehr, übers Bloggen auch Kontakt mit Frauen zu haben, die wie du oder Astrid zu einer anderen Generation gehören und mir damit Beispiele vor Augen halten, wie vielseitig interessiert, neugierig und... lebenshungrig vielleicht? auch sein kann, wenn man nicht mehr 27 ist. ;)

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  16. wunderschön sind deine Schmuckstücke..
    besonders der erste Anhänger gefällt mir sehr gut..
    auch die Geschichten zu deinen Preziosen

    aber lass dir bitte von niemandem den Mund verbieten..
    nichts ist vorbei und vergessen schon gar nicht..
    wer sind denn die Leute die sich anmaßen jemandem vorzuschreiben was er sagen (und denken ) darf

    ich bin kein Schmucktyp.. früher hatte ich kein Geld dafür..
    und mit Kindern war es auch eher unpraktisch..
    ich trage einen Schmuckring und meinen Ehering ..
    ein Kettchen hatte ich mit einem Opal..
    leider hat der Stein sich gelöst und ich habe ihn verloren..

    mein Vater hat mir eine Perlenkette von meiner Mutter gegeben ..
    aber wan soll ich sie tragen ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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  17. Liebe Eva,
    da ist ja allerhand zusammen gekommen in den ganzen Jahren.
    Von Erbstücken bis hin zu Neuem, eine schöne Mischung.
    Und den Schmuck mal dekorativ aufs Regal legen, finde ich auch eine schöne Idee.
    Liebe Grüße
    Nicole

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