Zitat im Bild, etwas über Quitten und Moderner Landhausstil


Ich freue mich immer und immer wieder auf die Aktion von  Nova "Zitat im Bild". Es macht mir immer wieder Spaß ein Bild aus meinen Dateien zu suchen und sie mit einem Zitat zu versehen.
Hier habe ich das heutige 



 
Zitat im Bild. Es ist von Carl Zuckmayer einen Schriftsteller, den ich besonders mag, weil er so wunderbare Theaterstücke geschrieben hat, wie z.B. 

"Des Teufels General",

die Geschichte des Fliegers Ernst Udet. Das ist aber nur eines von vielen Theaterstücken von Carl Zuckmayer, ich habe es im Alter von 12 Jahren als Film mit Curd Jürgens gesehen, und dieser Film berührt mich immer wieder. Vor allem auch deshalb, weil ich gerade eine recht umfangreiche Recherche über meinen Vater betreibe. Dann ja auch noch die Geschichte vom Hauptmann und auch wir haben hier in Bietigheim ein Köpenick. Wenige wissen das. 

http://rundumludwigsburg.blogspot.de/2016/03/kopenick-in-bietigheim.html#more 




Dieses Zitat gefällt mir sehr gut und es ist eine - so finde ich - gute Überleitung zu einem ganz besonderer Obst und das ist

DIE QUITTE.

Eine reine Geschmackssache diese Quitte, denn sie hat ein etwas herbes Aroma und man muß sie schon recht gut kochen, will man sie als Kompott reichen. Meist wird sie ja "nur" Gelee oder Gsälz (schwäbisch für Marmelade) verwendet. Aber es gibt schon einiges Mehr, was man mit diesem Obst machen kann. 


Als Kind hat sie meine Großmutter, die eine ganze Quittenkollonie hatte, mir zusammen mit Pfannkuchen gekocht, ich wußte das leider nicht zu schätzen. Schade, heute weiß ich, was diese Frau geleistet hat. 


Arbeiten und Beten und immer was in der Hand haben, nie ohne Arbeit sein, das war nun mal ihre Devise. Als Kind konnte ich das nicht verstehen und deshalb gab es immer Knatsch. Sie konnte nicht verstehen, dass Kinder spielen wollten und ich habe halt sehr gerne gespielt. 


Je älter ich werde, umso mehr kann ich mich mit der Großmutter anfreunden und ich denke, hätten wir uns doch besser verstanden. Sie hat mir vieles beigebracht, was ich damals nicht so recht konnte, aber heute profitiere ich davon. Auch von ihrer Art Quitten zuzubereiten.


Was ist nun die Quitte?
Eigentlich kommt sie aus dem Kaukasus, der Türkei im Iran konnte man sie schon feststellen.
Auch in Syrien soll sie bekannt sein, unsere Syrer waren erstaunt, als ich ihnen eine Quitte zeigte. Sie kannten sie nicht. 


In Mitteleuropa wird sie wohl schon seit dem 9. Jahrhundert angebaut. Sie spielt in Europa eine untergeordnete Rolle. Aber in Baden-Württemberg und im Rheinland werden gute Fruchtqualitäten erzielt.

Die Quitte enthält sehr viel Vitamin C, Natrium, Kalium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Fluor, Tannine, Gerbsäure usw. und auch Pektin, deshalb geliert sie so wunderbar.

Zu den Flecken auf den Quitten werde ich in einem anderen Post noch etwas schreiben. 

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Wikipedia sagt folgendes:
Das Wort „Quitte“ (althochdeutsch qitina und kutinna) stammt von griech.-lateinisch (malum) cydonium (Quittenapfel, „Kydonischer Apfel“) und beruht auf griech. (melon) kydónion. Ein Zusammenhang mit der griechischen Stadt Kydonia, heute Chania im Nordwesten der Insel Kreta, beruht wahrscheinlich auf volksetymologischer Deutung.
Die Quitte ist außerdem indirekt Namensgeber für die Marmelade (von portugiesisch marmelo für Quitte, aus dem griechischen melimelon „Honigapfel“).

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Was man alles mit diesem "Früchtchen" anfangen kann, könnte Ihr unter dem Label Quitten oder aber unter Rezepte sehen. 

Wir haben auf unserem Baumstück einen wunderbaren Quittenbaum, er ist so pflegeleicht und muß kaum geschnitten werden und natürlich auch Äpfelbäume, die Äpfel sind aber nicht soo gut, davon habe ich dann Apfelgelee gekocht. Wer nun fragt, wieso brauchst du soviel Gelee.
Nun, das ist wie mit der Weihnachtsbäckerei, hier steht ein ganzer Rattenschwanz, der das haben möchte. Selbst in Polen werden meine "Spezialitäten" geschätzt. :-)))


Es sind Apfelquitten und sie duften wunderbar. Quitten sind im rohen Zustand wegen ihres harten und sauren Fruchfleisches kaum genießbar. Aber zu Saft und Gelee verarbeitet, schmecken sie wunderbar und hier hat jeder sein eigenes Rezept. Ich reibe nur den Flaum der Quitten mit einem Geschirrtuch ab, schneide sie klein, lege die Schnitze in einen Kochtopf und bedecke die Quitten mit Wasser. Dann lasse ich sie kochen bis sie weich sind. Lasse sie etwas abkühlen und gebe sie dann in ein Mulltuch, das ich oben zubinde und lasse das alles in eine Schüssel abtropfen. Das Kochwasser verwende ich natürlich auch. Ich habe eine "Quittenfrau" gefragt, wie das mit den Entsafter ist, weil es schon ein wenig Arbeit ist. Aber sie hat gemeint durch die Mulltuchbearbeitung gelieren die Quitten noch besser, was ich nur bestätigen kann. 

Aus dem Saft koche ich dann Quittengelee, das bei mir immer leicht rötlich und durchsichtig wird,
wenn es so gelb ist, mag ich das gar nicht, das passiert aber schon auch mal. Meine Quittenproduktiongelee dieses Jahr. 
Das ist aber noch nicht alles, es gibt noch mehr und es wird auch noch mehr. Die Quitten am Baum müssen ja noch verarbeitet werden. 


Dankbar bin ich für die Hipp Gläschen, die mir meine Schwiegertochter gibt, denn der Enkel futtert jetzt Gläschenmahlzeiten. 
Zu Saft oder Gelee verarbeitet entwickeln Quitten ein unvergleichliches Aroma. Es erinnert an Rosenduft, Äpfel und Zitronen. Je nachdem was man machen will, sollte man auf die Reifezeit achten. Bei Gelee ist ein früher Zeitpunkt gut, bei Saft ein späterer. Der Pektingehalt ist ist mit beginnender Reife sehr hoch, weshalb man hier am besten Gelee machen kann. 

Apfelquitten oder Birnenquitten:

Wir haben Apfelquitten und das kommt von der Form der Quitten. Die Apfelquitte ist leicht aromatischer, besitzt aber ein hartes und trockenes Fruchtfleisch und ist schwer zu bearbeiten. Birnenquitten sind geschmacklich etwas lascher und leichter zu bearbeiten. Die Bearbeitung ist schon schwieriger als bei Äpfeln. 



Zuletzt möchte ich Euch noch ein wundervolles Buch von Anna Öhrnberg vorstellen, das mir der
Busse und Seewald Verlag zur Verfügung gestellt hat. 


Ich hatte das Buch in der Hand und war begeistert und habe sogar schon etwas daraus gebastelt. 
Einem alten Silbertablett habe ich neues Leben eingehaucht und verwende es als Bilderrahmen. Das Verlobungsbild meiner Eltern kommt so an die Ahnenwand. 
Eine Anleitung, wie man einen Abakus verwandeln kann und und und....! Findet man auch. 


Anna Öhrnberg zeigt praktische Tips, wie sich fade alte Möbel in schicke Einrichtungsgegenstände verwandeln lassen, wie sich alte Sicherungen zu Kerzenständern verändern. Hat Jemand alte Sicherungen eventuell aus DDR Zeiten, die hätte ich gerne.
Ein sehr schönes Buch. 


http://www.busse-seewald.de/Wohnen/Moderner-Landhausstil.html 

Ich bedanke mich beim Busse und Seewald Verlag ganz herzlich

Das nächste Buch steht auch schon an und handelt von Weihnachten. 

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Samstag und habt Euch fein. Macht es Euch gemütlich.



 

Kommentare

  1. Auf die Natur bezogen mag ich Zuckmayer zustimmmen und es gilt auch all dies zu schützen^^ Danke dir vielmals dafür und dass du wieder mit an Bord bist. Danke auch für die weiteren Infos sowie herrlichen Fotos von Quitten und Co. Finde es klasse wenn sie immer mehr Anklang findet und als Gelee mochte ich sie supergerne...yammi, da möchte ich mir doch jetzt ein Glas herbeamen und lecker frühstücken *gg*

    Das Buch hört sich auch klasse an. Gibt soviele Dinge die man so toll abändern kann. Sowas mache ich ja auch gerne. Toll das gemachte Tablett von dir. Müsste jetzt nur noch eine Glasscheibe drauf oder?!

    Dir ein schönes Wochenende wünschend danke ich nochmals für dein ZiB.

    Herzliche Grüsse

    N☼va

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  2. Hallo liebe Eva,
    ich bin kein Quitten-Fan. Unser Nachbar hat uns mal selbstgemachten Quittengelee geschenkt, ich hab ihn probiert, aber meins ist es nicht.
    In solchen Büchern schau ich auch gern mal rein, man findet immer wieder schöne Idee.
    Das Tablett ist auch eine schöne Idee, so bekommt das Verlobungsbild Deiner Eltern in der Ahnengallerie schön zu Geltung.

    Dein Zitat ist heute auch wieder sehr schön! Wenn man sich die Sonnenblumen so anschaut, ja das Leben ist ein Kreislauf.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir ...
    Liebe Grüße
    Biggi

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  3. Guten Morgen liebe Eva, mit Deinem informativen Vortrag zu den Quitten bin ich einige Ecken schlauer geworden. Bei uns zuhause gab es alles Mögliche eingeweckt, eingekocht und verarbeitet. Quitten waren damals nicht dabei aber Kürbis. Ein schönes Buch, dass Du uns zeigst, was sicherlich Inpirattion bietet. Und nicht zuletzt das Zuckmayer'sche Zitat. Das zu Denken gibt! Was wissen über das Ewige Leben? Überbrückung, Harmonie und ja auch Glück bringt der Einklang in unser Leben. Manchmal diskutiere ich mit einer guten Bekannten, die dem buddhistischen Weg beschreitet...

    ...es hat mir wirklich Freude bereitet, Dir zu durch den Post in Bild und Wort zu folgen.

    Hab ' ein schönes Wochenende
    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  4. Liebe Eva,

    jetzt weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll...denn ich habe leckeres gesehen. :-D
    Doch von oben...ein sehr schönes Bild von einer Deko hast du für den wunderbaren Spruch genommen.
    Ich mag den Quittengeele sehr sehr gern. Am liebsten von anderen selbstgemacht. ;-) Manchmal kann man ihn auf Bauernhöfen in ihren kleinen Verkaufsladen entdecken. Die gekauften sind ja in der Regel gelb.

    Hab eine tolles Wochenende und alles Gute.
    Julia

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  5. Liebe Eva
    ein wunderschönes Zitat und Bild in harmonischer Zusammenstellung.
    Bei Quitten denke ich sofort an meine Omas, die Marmeladen, Quittenkuchen usw.
    dieser unvergleichliche Geschmack, bei der Zubereitung zuzuschauen - faszinierend.
    Am besten gefällt mir dieses neu gestaltete Silbertablett, es ist etwas ganz
    Besonderes.
    Ich wünsche dir ein sonniges We.
    LG Sadie

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  6. Wahre Worte von Herrn Zuckmayer, liebe Eva.
    Lecker Quittengelee....ich mag ihn sehr gern und freue mich immer wenn ich Quittenbäume sehe.

    Eine schöne Idee mit den Verwandeln alter Gegenstände....muss ich mir merken, wo ja auch bei mir soviel geerbtes im Schrank schlummert.

    https://signwithlight.blogspot.de/2016/10/herbstblatter.html

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  7. Ich muss leider gestehen, dass meine Oma auch alles mögliche angepflanzt und eingekocht hat, wozu auch ihre Quitten gehörten. Leider haben mich als Kind diese Produkte nicht wirklich überzeugen können und so mache ich bis heute einen großen Bogen um alles was mit Quitten zu tun hat. Aber vielleicht wage ich jetzt doch noch mal einen Versuch nachdem du diese Frucht so hervorragend angepriesen hast.

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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  8. Große Augen mache ich vor Staunen, liebe Eva, über Deine Geleeberge und die Energie, die in Dir steckt.
    Heute mache ich es kurz. Mein Enkel kommt gleich. Ein schönes Wochenende und liebe Grüße von Edith

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  9. Ein schönes Zitat und ein paar tolle Herbstbilder.
    Liebe Grüße, ZamJu

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  10. solche Post wie du sie uns zeigst mage ich total gerne.. informativ und ganz tolle Bilder. da kommt man immer wieder gerne vorbei :-)
    zu deinem Kommentar bei mir heute:um Innsbruck anzusehen braucht es wirklich mehr als nur einen Tag, wir waren 5 Tage dort und haben bei weitem noch nicht alles gesehen obwohl wir ein Marathon Programm gefahren sind.... und ja vom parken in der Innenstadt würde ich abraten sehr teuer ..wir haben die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugt...auch ist es sinnvoll die Innsbruck Card zu benutzen wenn man länger vor hat sich Innsbruck anzusehen...:-) paar Tipps am Rande
    herzlichst AnnA

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  11. Ein Glück, dass ich schon seit Kindertagen keine Marmelade oder Gelee esse ( ich frühstücke lieber herzhaft ), das hat mir ein Leben lang die Einkocherei erspart. Geschenkt bekommt man ohnehin mehr, als eine Person im Haushalt verbrauchen kann. :-D
    Quitten finde ich toll, um an ihnen zu schnuppern, das reicht mir schon. Die Bäume finde ich sehr schön.
    Auf jeden Fall bist du eine sehr aktive Person.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      dafür nähst du, da für die aktive Person. :-)).

      Wenn ich soviel nähen würde, dann käme ich zu nix mehr, ausserdem würde es nix werden.
      Und es wäre schade um den Stoff, der ja auch nie billig ist.

      Dankeschön und einen lieben Gruß bin wieder mal in Eile, denn wir wollen ins Kino.

      LGEva

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  12. Des Teufels General war wohl Zuckmayers größtes Theaterstück und ich erinnere mich, dass wir sowohl in der Schule das Buch gelesen und das Theaterstück angesehen hatten.

    Heute Morgen gab es ein halbes Brötchen mit Apfel-Quitten-Gelee. Ich habe das Gelee aber nicht selbst gekocht, sondern ein Glas von unserer Fewo-Vermieterin geschenkt bekommen, schmeckt echt lecker. Mein Mann mag Quitte aber nicht, also wird auch auch kein Quittengelee gekocht.

    Liebe Grüße, herzlichen Dank für den schönen post und einen schönen Sonntag
    Christa

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  13. Dein Quittenbaum ist wirklich wunderschön! Wie großartig, dass er so tolle Früchte hervorbringt! :) Ich liebe den Geschmack von Quittengelee und finde es schade, dass ich bislang noch nie frische Quitten in der Hand hatte, um sie mal selber zu verarbeiten. So bleibt mir nur ab und an der Griff zum industriell hergestellten Gelee (oder Schwiegermutters Apfelgelee, das auch köstlich ist).

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  14. Liebe Eva ...
    Ein prächtiger Quittenbaum ist das . Ich hoffe das meiner sich auch so gut entwickelt , denn Quitten gehören zu meinem Lieblingsobdt - aber wie schon geschrieben , schlecht zu bekommen ( jedenfalls bei uns ) .
    Schön das Du so viele Menschen mit Deinen Spezialitäten erfreuen kannst .
    Gut gefällt mir auch das Bild auf Silberschale ... immer wieder schön was aus alten Dingen entstehen kann.
    Dir eine schöne Woche und liebe Grüße
    Antje

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