Der Maisdrescher

Und ich war wieder beim Bauern Bäßler, dieses Mal um den Maisdrescher anzusehen.


Ich hätte ihn gerne in Aktion gesehen, leider ging das nicht, denn dieses doch recht imposante Fahrzeug mußte erst mal fertiggemacht werden und das hat mir dann doch zu lange gedauert und ich habe es nur mal so in der Bodenperspektive fotografiert.

Ein tolles Fahrzeug, ich durfte leider aus versicherungstechnischen Gründen nicht mitfahren.
Aber schaut Euch diesen Vorbau an, ich finde es grandios und mich fasziniert sowas auch. Wie muß es wohl sein, wenn dieses Geräte durchs Maisfeld fährt.

Es ist ein Fahrzeug der Maschinenfabrik Mengele, diese Fabrik wurde aber von der holländischen Lelly übernommen und heißt heute Lelly Agrartechnik.

Als Kind, als ich bei der Oma auf dem Bauernhof war, gab es Landmaschinen meist Anhänger an die Traktoren der Landmaschinenfabrik Mengele. 



Wie groß dieses Fahrzeug ist, seht hier hier. Der Bauer überragt das Rad des Fahrzeugs nur um wenige Zentimeter.



Was es mit diesem Namen Mengele auf sich hatte, wußte ich erst später.

1871 gründete Andreas Eisenlauer eine Reparaturwerkstatt für Landmaschinen. Diese wurde 1907 von Karl Mengele übernommen. Das war der Vater des späteren KZ-Arztes von Auschwitz und Kriegsverbrecher Josef Mengele. 




In den 1930er Jahren und auch später stieg das Unternehmen zu einem der größten Unternehmen auf, die Landmaschinen, vor allem Dreschmaschinen herstellte. 

Inzwischen wurde aber dieses Firma von der Landmaschinenfabrik Lelly Agrartechnik, wie ich oben schon geschrieben habe, übernommen.  







Kommentare

  1. Liebe Eva,

    tolle Aufnahmen hast Du gemacht. Aus dieser Perspektive sehen diese riesigen Fahrzeuge ja fast furchteinflößend aus. Mit dem Mähdrescher in Aktion hat bei mir auch nicht geklappt, weil die Staubwolke aus Stroh und Erde so gewaltig war, da bin ich gar nicht dicht genug rangekommen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Ich muss immer mit einem Lächeln an die Fahrzeuge in D. denken wenn ich hier die Landwirte sehe. Ich glaube den könnte man eine riesige Freude machen wenn mal davorstehen und auch mitfahren könnten^^ Mag Landmaschinen ja auch sehr gerne, wie du weisst. Hängt wohl damit zusammen dass ich bei meiner Omi in Austria gegenüberliegend immer auf dem Bauerhof war...und auch Trecker mitfahren durfte..als Kind auf dem Schoß sitzend^^

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  3. Danke, für diesen wundervollen und interessanten Post, liebe Eva. Das Bild vom Drescher muss ich unbedingt am Abend meinem Mann zeigen. Er ist immer ganz fasziniert von solchen großen Maschinen. Man muss meinem Mann nur ein kleines Detail von einem landwirtschaftlichen Gerät zeigen und er weiß sofort Marke und Baujahr. Er ist da echt der Wahnsinn und könnte direkt bei "Wetten das" auftreten! *hihi*
    Alles alles Liebe, liebe Eva!
    Karen

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  4. Sieht gut gewartet aus der Maisdrecher. Eindrückliche Details hast du fotografiert. Gut den vergleich mit dem Bauer, der scheint noch jung und fesch zu sein, nah Eva warst du auch wirklich wegen der Maschine dort:-)
    Der braucht auch mehr Platz zum versorgen als unsere Kleinwagen.
    L G Pia

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  5. Liebe Eva,
    schon gewaltig, wenn man diese Maisdrescher von der Nähe betrachtet.
    Tolle Bilder sind dir gelungen.
    Ich bekomme jedes Mal "Gänsehaut" wenn ich den Namen "Mengele" auch
    nur lese oder höre, er ist für mich untrennbar mit dem Nationalsozialismus
    in seiner schlimmsten Form verbunden.
    Lg und einen gemütlichen Tag.
    Sadie

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  6. Ich mag diese Riesenagrarmaschinen nicht mehr, seit ich in meiner alten Heimat nachverfolgen kann, wie diese schweren Reifen alles Bodenleben in der Erde vernichten und auch an den Rändern Hasenkinder oder Gelege von Bodenbrütern zerstören. Früher konntest du bei jedem Frühjahrsspaziergang die Feldhasen springen sehen und die Lerchen in der Höhe tirillieren hören - alles vorbei. Das macht mich manchmal wütend. Das mein Acker so traktiert wird, auch. Werde ihn wohl verkaufen, wird eh nichts mit der Renaturierung...

    LG
    Astrid

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    1. Lieben Astrid,
      große Reifen bedeutet auch weniger Einringen in den Boden und da die Felder riesig sind, kann man das nicht von des Händen Arbeit machen.

      Es ist nun mal so, dass die Bauern auch Leben möchten und eben Mais subventioniert wird. Von was sollen die Bauern denn leben, ich würde es nun auch mal so machen.

      Lieben Dank und Gruß Eva

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    2. Dass die Bauern leben wollen, kann ich als Enkelin von Bauern gut nachvollziehen ( wenn mein Opa 100 Mark im Jahr als Geld zur Verfügung hatte, war das ein gutes Jahr, hat mein Vater immer erzählt ). Aber dass sie die Grundlage ihres Einkommens, nämlich den Boden so miese behandeln, finde ich ziemlich ignorant. Leider werden sie von vielen Vertretern der Landwirtschaftsindustrie zu ganz vielem überredet, was ihnen, uns allen und unserer Erde nicht gut tut. Glücklicherweise gibt es ja auch welche, die die Sache anders angehen.
      Hier kann man auch die Aussagen des Umweltbundesamtes dazu nachlesen:
      http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/bodenbelastungen/verdichtung
      LG
      Astrid

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    3. Liebe Astrid,
      du machst ja recht haben. Auch ich bin auch einem Bauernhof groß geworden und ich weiß auch, was schwere Feldarbeit ist. Ich denke aber, dass heute kaum einer mehr so schwere Feldarbeit machen möchte. Das glaube ich einfach nicht.

      Z.B. wenn ich jetzt zum Beispiel das Thema Spargelstecher anspreche, wir wollen alle im Mai Spargel essen. Was die Spargelstecher aus Polen verdienen ist bekannt und Spargelstechen ist ein Saugeschäft. Sie werden alle schlecht bezahlt. Aber der Spargel darf ja nicht teuer sein, also .... Das fängt bei A an und hört bei B auf.

      100 Mark waren aber vor vielen Jahren auch sehr viel Geld, das kann man nicht mehr mit heute vergleichen.

      Lieben Gruß Eva

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    4. Nee, Eva, das war nicht viel Geld, wenn man davon eine 10köpfige Familie ernähren musste in jener Zeit des Kaiserreiches & der Weimarer Republik, wenn man davon Saatgut und Vieh kaufen musste, damit wenigstens die Lebensgrundlage fort bestehen konnte und Haus ( aus dem 30j. Krieg ) und Stall einigermaßen in Ordnung gehalten werden musste. Mein Vater ist ohne Schuhe in die Schule gegangen ( denn die musste man ja beim Handwerker KAUFEN ). Alle mussten nach 8 Schuljahren aus dem Haus und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen ohne Berufsausbildung. Für die Ausbildung meines Vaters hat die Großmutter viele Äcker verkaufen müssen & damit Lebensgrundlage aufgeben müssen.
      Ja, so harte Arbeit mag keiner mehr machen, da hängt man lieber vor der Glotze und hat Rücken... Andererseits habe ich eine Cousine, die ihren ererbten Hof weiter geführt hat und froh war, als Frau nicht in Abhängigkeit und eingesperrt in Fabrikhallen ihr Leben zu führen.
      Ein interessantes Thema!
      LG

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    5. Liebe Astrid,
      um die Diskussion zum Abschluß zu bringen. Mit dem Rücken hast du durchaus recht und die schwere Arbeit mag wirklich Niemand mehr machen.
      Unsere Nachbarn in Cleversulzbach waren auch Bauern mit einem großen Hof. Frau W. hat jedes Jahr ein Kind bekommen,
      also 9 Kinder. Sie mußte schwere Arbeit in den Jahren 1932 bis spät in 1980 machen. Sie hat bis kurz vor der Geburt ihrer Kinder auf dem Hof gearbeitet usw. Am Ende ihres Lebens war sie abgearbeitet und dieses zierliche Frau ist leider an Alzheimer verstorben.

      Ich denke immer und immer wieder an diese Frau. Man könnte hier unendlich weiter diskutieren.
      Lieben Gruß Eva, die keinen Rücken hat.

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    6. Die gottseidank keinen "Rücken" hat.
      LG Eva

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  7. Ja diese Maschinen sind echt riesig. Da wir hier leider nach meiner Meinung viel zu viele Maisfelder haben, habe ich die Dinger schon in Aktion erlebt (aber nur von weitem). Rasend schnell ist so ein Feld geerntet, da staunt man nur.

    Danke für Deine "Aufklärung", Riita aus Finnland wusste auch was dieses Kraut ist und ich hatte keine Ahnung wie gefährlich sich das Zeug ausbreitet. In Finnland ist es auch so verbreitet, man kommt wohl schwer gegen an, aber dann bedroht es wohl hier auch unsere heimischen Pflanzen?

    Liebe Grüße
    Kirsi

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  8. Liebe Eva,
    solche Maschinen sind einfach Giganten der Agrarwirtschaft!Mir flössen sie immer einen Heidenrespekt ein und ich würde auch nie so dicht an diese Ernte-Monster herangehen.
    Interessant, was Du über diesen berüchtigten Namen zu berichten weißt!
    Lieben Gruß
    moni

    http://www.reflexionblog.de

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  9. ...gewaltige Maschinen sind das,
    besonders deutlich in dieser Perspektive,

    liebe GRüße Birgitt

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  10. Liebe Eva, wenn ich so ein "Monster" sehe, dann melden sich zwei Seelen in meiner Brust. Die eine sagt - Ja - muss wohl so sein, die Bauern wollen Arbeitserleichterung, die zweite sagt aber - Nein - Wieder so ein Gerät das Arbeitsplätze vernichtet und die Natur - nicht gerade zerstört, aber auch nicht schont.
    Dass es ein technisches Wunderwerk ist, bleibt unbestritten, die Crux ist nur: Menschen mit ungenügender Ausbildung, die ins Land kommen,
    hätten wenigstens in der Landwirtschaft eine Möglichkeit Geld zu verdienen, aber sie sind der Konkurrenz dieser Maschinen niemals gewachsen.
    Ja, ich weiß, meine Gedanken sind Rückschritt ;-((
    Deine Aufnahmen sind absolut Spitze!

    Liebe Grüße
    Elisabetta

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