Der wollige Schneeball




Der Wollige Schneeball liebt lockeren, kalkhaltigen, warmen Boden und ist in Wäldern und Gebüschen von Mittel- und Südeuropa zu Hause.


Der Schneeball enthält in den Beeren, den Blättern und in der Rinde giftig wirkende Glycoside und Viburnin. Die Beeren stellen für Kinder eine gewisse Gefahr dar. Es ist aber nicht mehr als Erbrechen und Durchfall zu erwarten. 
Mit den Beeren verhält es sich so, dass es auf die Menge ankommt. Man muß schon sehr viel essen um sich zu vergiften, ich habe in der Giftzentrale in Bonn angerufen und nachgefragt

und habe eine sehr kompetente Antwort bekommen und die Ärztin dort war sehr sehr freundlich.


Den Wolligen Schneeball kennt man unter folgenden Namen:

Schwindelbeere,
Kleiner Mehlbaum
Schiessbeerstrauch. 

Der Gattungsname des Wolligen Schneeballs wie auch des Gemeinen Schneeballs ist Viburnum und leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Wort "viere" für "flechten" ab. 



Der Artname "opulus" leitet sich ebenfalls vom lateinischen ab und steht für wollig. 
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Eine andere Erklärung ist lt. Googel:

"Sowohl der Gattungs- als auch der Artname beziehen sich auf die biegsamen Zweige dieser Art: "Viburnum" entstammt der indogermanischen Wurzel "ueib" = winden, drehen. "lantana" kommt von lat. "lentus" = biegsam, zäh; langsam"
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Schneeballzweige sind leicht biegsam und dienten früher als Flechtwerk. 

Aus den Ästen des Strauches wurden und werden Pfeile des Bogenschießens gefertigt, wegen des faserigen Aufbaus sind sie sehr elastisch. Bogenschützen des Traditionellen Bogenschießens nutzen sie und bei dem 5300 Jahre alten "Ötzi" hat man Pfeile gefunden, die aus dem Wolligen Schneeball gefertig waren.  


In der Volksheilkunde nahm man früher die Blätter des Wolligen Schneeballs als Gurgelwasser, sowie für Erkrankungen von Mund und Rachen. Die Früchte nutzte man zum Abführen, was manchmal auch zu Vergiftungen geführt hat.  

Der Wollige Schneeball trägt rote eiförmige behaarte Blätter,
die Beeren reifen von Rot nach Schwarz.  





 Noch ein wenig Oper?
Bittesehr!

Den Faustwalzer aus der Oper "Faust" von Charles Gounod

Da freue ich mich auf die Aufführung im Stuttgarter Opernhaus neben den Puritanern eine bestimmt wundervolle Aufführung. 



Kommentare

  1. Giftig und doch auch gleichzeitig für die "Medizin", wie so oft in der Natur und immer die Dosis betreffend^^ Schön sieht er auf jeden Fall aus, aber das ist ja ebenfalls meist so. Hier gibt es auch einige Pflanzen/Früchte und Bäume vor denen man acht geben sollte.

    Wünsche dir noch einen schönen Tag und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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  2. Das noch zarte Rot der Beeren zeigt eine liebliche Nuance der roten Farbpalette. Einfach schön.
    Herzlich, do

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  3. Keiner dieser Namen sagte mir etwas liebe Eva - aber hübsch anzusehen ist dieser Schneeball-Strauch!
    Viel Spaß wünsche ich Dir bei Deinem Opern-Besuch und wie ich Dich kenne wirst Du doch wieder davon berichten, oder? Ich gebe es ja ehrlich zu mit "Faust" habe ich es nicht ganz so!
    Liebe Grüße aus einem fürchterlich verregneten Niedersachsen sendet
    Kirsi

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  4. Die Telefonnummer der Bonner habe ich seit Jahren eingespeichert. Wenn Kinder im Haushalt leben, ist das schon von Vorteil.
    LG
    Astrid

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    1. Ja, liebe Astrid,
      da bist du wohl nicht die Einzige, die das gespeichert hat.

      LG Eva :-))

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  5. Tolle Beeren, gefällt mir gut.
    Schöne Grüße
    Jutta

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  6. Liebe Eva,

    wie bei vielen Pflanzen liegen auch hier Gut und Böse dicht beieinander und wie Nova schon schreibt, auf die Dosis kommt es an. Ich mag ihn sehr, denn mir gefallen alle Sträucher, die später Beeren tragen.
    Sehr interessant ist auch, was Du noch so über ihn herausgefunden hast.

    Herzlichen Dank für Deinen wunderschönen Beitrag.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  7. Hallo Eva,
    Danke für die vielen interessanten Infos rund um diese besondere Pflanze. Spannend, dass die Zweige früher als Pfeile benutzt wurden.
    Angenehmen Dienstag,
    herzlichst moni
    http://www.reflexionblog.de

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  8. Das war ja jetzt sehr informativ was man über die zartrosa Pflanze erfahren hat.
    Und wie bei fast allem kommt es auf die Dosis an.
    L G Pia

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  9. Liebe Eva,
    ich mag diese Beerenstauden in welcher Form auch immer, total gerne
    und freu mich sehr darüber, diese hier bei dir sehen zu dürfen!
    Sei ganz lieb gegrüßt
    von Monika*

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  10. Sehr schön, vor allem auch die Erklärung zum Schneeball!

    Liebe Grüße :-)

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  11. Die zart errötenden Beeren geben ein tolles Motiv ab!

    LG, Varis

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  12. Liebe Eva,
    Ein zartes rot, aber sehr schön...
    Ich mag diese Bärenstauden auch..
    und sie sind ein feines Fotoobjekt..

    Liebe Grüsse
    Elke
    ------------------
    https://promocia.wordpress.com/

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  13. Die Nummer der Giftzentrale kannte ich mal auswendig...;-). Danke für den botanischen Exkurs. LG Lotta.

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  14. Wie wunderbar, liebe Eva!! Wir haben ihn auch im Garten stehen. Ich mag es sehr, wenn seine Beeren erröten ;)) Genau wie wenn die Vogelbeeren rot werden, dann ist der Herbst schon fast spürbar ;)) Herzlichst, Nicole

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  15. Liebe Eva,
    vielen Dank für die Aufnahmen und das Wissenswerte über diese Pflanze.
    Jetzt weiß ich mehr. :-)
    Liebe Grüße
    ANi

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  16. Interessant, was du alles herausgefunden hast...sogar Ötzi hatte schon Schneeballstrauch-Pfeile. Die Giftnotzentrale...zum Glück haben wir die noch nicht anrufen müssen.
    LG Sigrun

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  17. Liebe Eva,
    dieses zarte Rot mag ich auch bei Blumen.
    Eine hübsche Pflanze.
    Leider so giftig. Aber ich möchte mich ja nur an ihm erfreuen, essen nicht, da gibt es Besseres....
    Lieben Gruß, Nicole

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    1. Nicole die Beeren sind absolut nicht giftig, habe ich doch im Post geschrieben.

      LG Eva

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