Die Rommelmühle in Bietigheim-Bissingen

Die Rommelmühle ist für mich immer ein Anlaufpunkt, wenn ich etwas "Gesundes" brauche. Ich fahre auch oft mit dem Rad dort vorbei, wenn ich "meinen" Glemstalradweg fahre. 

 

Viele ökologisch, biologischen Geschäfte befinden sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Rommelmühle, die immerhin nahezu 500 Jahre auf dem Buckel hat. 

 

 Es gibt einen Vita Aktiv Naturkostmarkt, der beweist, dass Gutes nicht immer auch teuer sein muß. Auch Bekleidung steht im Vordergrund und vieles andere mehr.  



Im Jahr 1471 wurde ein Erblehensvertrag zwischen den Besitzern der Bissinger Enzmühle, den Herren von Sachsenheim und dem Pächter Peter Müller geschlossen. 
Das Fundament für die Existenz der der Bissinger Enzmühle war beschlossene Sache. 1854 kaufte Karl Rommel die Mühle. 



1903 brannten die Mühlengebäude ab und Karl Rommel errichtet das heute noch vorhandene siebenstöckige Mühlengebäude mit drei neuen Turbinen und einem Gleisanschluß zum Bahnhof. 

Den Brand nahm man zum Anlass, den Maschinenpark komplett zu erneuern und somit wurde die Rommelmühle zu Württembergs modernster und leistungsfähigster Mühle. 
Eine Jahresleistung von 24.000 Tonnen brachte sie 1939 vor die zweitgrößte Bäckermühle in Esslingen, die nur auf 18.000 Tonnen kam. 

Die Rommelmühle vermahlte mehr Getreide als alle 39 anderen Mühlen im Altkreis Ludwigsburg.

1996 wurde die Mühle stillgelegt. 


Das 100 Jahre alte Gebäude war dem technischen Fortschritt und den Anforderungen einer modernen Produktion nicht mehr gewachsen. Der Maschinenpark wurde nach Marokko verkauft und die Baugestellschaft ARCHIY Nova begann mit dem Umbau des Mühlengebäudes zu einem ökologisch ausgerichteten Wohn- und Geschäftshaus. 


Es ist ein ganz tolles Wohngebäude, in dem eine Bekannte von mir eine Loftwohnung hat, die sie ausschließlich mit Möbeln von Le Corbusier und Bauhaus eingerichtet hat. Vielleicht darf ich Euch mal hineinschauen lassen. Die Wohnungen kosteten auch entsprechend viel Geld und sind alle verakauft. Ich hätte gerne eine und würde gerne dort wohnen, ABER!!! :-(((( Das Geld!
Die Wasserkraft wird nun zur Stromerzeugung genutzt und mit der Abwärme des neu errichteten Gas-Blockkraftwerks wird der Heizenergiebedarf des Gebäudes sowie der umliegenden Wohnhäuser gedeckt. 



Im Jahr 2006 wird durch die Bietigheimer Wohnbau ein Teil der mittlerweile stillgelegten Gewerbefläche in Wohnraum umgewandelt. Trotz dieser stärkeren Ausrichtung auf Wohnraum wird auch weiterhin an dem Konzept einer Verbindung von Lebens- und Arbeitsraum festgehalten.

Quelle: Archiv Stadt Bietigheim-Bissingen 


Ganz in der Nähe wohnt Fritz hier hält er sich sehr gerne auf. 
Über sein Schicksal und wie es ihm heute geht werde ich demnächst berichten.








Kommentare

  1. Hört sich sehr interessant an, schaut interessant aus und ich kann mir auch gut dort Wohnungen vorstellen. Ist bestimmt klasse gemacht und lässt sich toll wohnen. Ich mag ja solchen alten Gebäude, die haben noch Charme und innen gibt es soviele Möglichkeiten. Wäre das liebe Geld nicht würde ich hier im Ort die alte "Pintura" auch renovieren wollen..hach, geht jedes Mal meine Fantasie mit mir durch, angefangen mit kleinen Läden und einem Café ;-)

    Tolle Impressionen, danke dass du uns mitgenommen hast.

    Wünsche dir noch einen schönen Wochenstart und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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  2. Hallo Eva,
    ich bin mal wieder da. Manchmal sind halt andere Dinge auch wichtig.
    Die Rommelmühle ist ja auch ein sehr schönes Objekt und bietet so vieles. Schöne Bilder und ich muß sagen,
    du hast das gut gemacht auch den Bericht.

    Herzlichst deine Bido

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  3. Eine Mühle im Taubergrund - das war immer so ein Traum...
    Aber DIE ist mir zu groß.
    Aber dein Bericht ist interessant. Hier wird demnächst das noch viel größere Gebäude der Aurora -Mühle am rechten Rheinufer umgewandelt. Aber das ist mir nicht lauschig genug. Wie gesagt: Taubergrund.
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  4. Was für ein riesiges Mühlengebäude - das ist ja verrückt.
    Aber dort zu wohnen, stelle ich mir auch toll vor.
    Liebe Grüße und eine gute Woche
    Jutta

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    1. Das ist toll Jutta, aber für das Geld bekommt man woanders ein ganze freistehendes Haus.

      Die Wohnungen sind sauteuer.

      LG Eva

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  5. Guten Morgen liebe Eva,
    was für eine tolle Verwendung für so ein altes und ehrwürdiges Haus!!!
    Schön find ich es, all diese Geschäfte an einem Platz zu haben, eine gute Idee.
    Ja und dort zu wohnen stelle ich mir auch traumhaft vor,
    von dort oben hat man bestimmt einen fantastischen Blick.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
    Liebe Grüße
    Kerstin

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  6. Eindrucksvolle Fotos von einem eindrucksvollen Gebäude ... wie geschaffen für Bauhaus-Möbel.
    Liebe Grüße, Christa

    PS: Bei den weißlichen Blütchen bei meinen Freitagsblumen handelt es sich um Baldrian ... musste erst nachschlagen. Den Duuft habe ich nicht so wirklich wahrgenommen ... aber ich bin ja auch keine Katze.
    GLG, Christa

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  7. Tolle S/W-Bilder liebe Eva.
    So ein Loft könnte mich auch reizen, aber wie Du schon erwähnt hast "der Preis, der Preis".
    GLG Doris

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  8. Wow...für eine Mühle hätte ich sie im ersten Moment nicht gehalten...was für ein imposantes Bauwerk! Eine Loftwohnung würde mich auch reizen, wobei es manchmal im Winter sicherlich recht kostenintensiv ist, sie zu beheizen...Eine schöne Woche! LG Lotta.

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  9. Das Gebäude erinnert mich ein bisschen an mein altes Porzellanwerk....schade, dass es nicht auch in einer attraktiven Wohngegend liegt....dann würden sicher herrliche Liftwohnungen mit toller Aussicht gebaut werden können, so wie in deiner Stadt. In einem anderen Industrie-Gebäude, dass näher an der Altstadt liegt, hat man das verwirklicht.
    LG Sigrun

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  10. KOMISCH für mich de BUIDLN zu sehn,,, hab ja mal dort gewohnt
    LEIDER hab i koane guaten ERINNERUNGEN von dort
    ABER deine BUIDLN san SUPER

    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

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