Waldimpressionen


Ghislana gab wieder ein Ping. Das war das Ausgangsbild.




Mein Pong!

Ein schönes Waldbild, das auf mich sehr inspirierend wirkt. Ich bin sehr gerne im Wald und laufe dort, beobachte und denke hier auch an meine Großmutter, die einen eigenen Wald hatte. Hier gingen wir immer, wenn ich den Sommer auf dem Bauernhof bei Oma verbrachte, zum Himbeeren und Bromberen sammeln in den Wald. Man bekam eine Milchkanne um den Bauch gebunden und durfte dann die Früchte drin sammeln. Hää, ich habe sie immer alles gleich gegessen und brachte nie so recht was mit nach Hause. Was meine Oma total stinkig machte. Aber was solls. Oma und ich, das ist eine lange, lange Geschichte. Das habe ich wohl noch lange nicht aufgearbeitet. :-)



 
Jeder Wald riecht auch andes.  Mein früherer Chef meinte immer, dass man Wälder auch am Geruch erkennen kann. Naja, der ist ja auch ein Forstmann und Jäger. 

Früher habe ich beim Laufen immer meinen Ipod mitgenommen, das mache ich schon lange nicht mehr, ich möchte die Geräusche im Wald hören und Angst habe ich im Wald keine. Die habe ich eher abends an der 
S-Bahn-Haltestelle in Stuttgart nach einem Opernbesuch.


Mir gefällt das Rauschen der Bäume und manchmal, wenn der Wind weht, dann berühren sich die Baumwimpfel.
Der Specht hämmert und wie, da gab es neulich bei "Wissen vor Acht" eine interessante Geschichte über das Gehirn des Spechtes. Das aber nur so nebenbei. 

Sammeln von Naturmaterial zur Deko oder zum Basteln, herrlich. 
Habt Ihr schon mal einen Baum umarmt und nach oben geschaut. Ein herrliches Gefühl.  

Nun aber was verbindet mich noch mit Wald. 
Klassik auf jeden Fall. 

Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz"
die Jagd- und Jägeroper überhaupt.   
 

"Wanderers Nachtlied "von Goethe, das kennt Ihr doch? Vertont hat es Franz Schubert



Über allen Gipfeln ist Ruh'
Über allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


Ich finde dieses Kunstlied so wunderschön und es passt auch zu dem Bild von Ghislana. 

Da ich sehr lange bei der Forstdirektion Stuttgart (sie wurde leider aufgelöst, es gibt nun nur noch die Forstdirektion Tübingen, sie ist im Schloß Bebenhausen untergebracht und die Forstdirektion Karlsruhe, die ich nicht so kenne. Tübingen kenne ich, denn ich war oft im Schloß Bebenhausen.)
beschäftigt war, ist mir der Wald durchaus bekannt. Ich habe dort sehr gerne gearbeitet und mit einem Auge weine ich dieser Beschäftigung immer noch nach. Forstpolitik, Holzverkauf, Jagd und Fischerei, da hatte ich meine Aufgaben und ich habe doch einiges über den Wald gelernt. 
Hier habe ich schon mal drüber berichtet. 





Noch ein wenig Musik mit Wald 

Carl Maria von Weber: Der Freischütz. Eine meiner Lieblingsopern

Albert Roussel: "Le poème de la forêt" (Symphonie Nr.1, Op.7)

Anton Dvorak: "Aus dem bömischen Wald" Op.68

Alexander Glasunow: "Der Wald" Op.19

Robert Schumann: "Waldszenen" Op.82,


Friedrich Burgmüller: "Erwachen im Walde" aus Op.109

Benjamin Britten: "Midsummernight's Dream" - Schon im Vorspiel knarren die alten Bäume...
Das müßt Ihr Euch unbeding anhören. Es ist genial und gewöhnungsbedürftig. Britten halt! Muß man sich nicht unbedingt antun. :-)))



Joachim Raff: 3. Sinfonie ("Im Walde“)
Das ist so wunderbar, dass ich es Euch herausgesucht habe




R. Strauss: Eine Alpensinfonie
Bruckner: 4. Sinfonie
Schubert: Wanderers Nachtlied


Wagner: Der Ring des Nibelungen

Sicherlich gibt es noch mehr Musik zu Wald, ich habe hier nur die für mich bekanntesten herausgesucht. 

Wald verbinde ich auch mit dem Gedicht Zwielicht von Joseph von Eichendorff. Es gehört ein wenig zu seinen etwas düsteren Werken. Es ist in seinem Roman 
"Ahnung und Gegenwart" enthalten, der 1812 vollendet und 1815 veröffentlicht wurde.

Die Überschrift "Zwielicht" fügte Eichendorf erst später hinzu.

Ich schreibe jetzt bewußt keine Interpretation, die gibt es im Internet zu lesen. Man kann sich selbst seine Gedanken machen.



Zwielicht

Dämmrung will die Flügel spreiten,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken ziehn wie schwere Träume -
Was will dieses Graun bedeuten?

Hast ein Reh du lieb vor andern,
Laß es nicht alleine grasen,
Jäger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wider wandern.

Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im tückschen Frieden.

Was heut gehet müde unter,
Hebt sich morgen neu geboren.
Manches geht in Nacht verloren -
Hüte dich, sei wach und munter! 


Das war meine Interpretation zu dem Bild von Ghislana zu "Bilder Ping Pong". Ich finde das Bild sehr beruhigend und schön und möchte es nicht verändern. Deshalb habe ich heute einen Text dazu geschrieben.

Und habe von mir ein paar Waldbilder hinzugefügt. 
"Häldenweg", ein Stück Mörikepfad dieses Stück gehörte einmal der Oma. Es zieht mich aber immer wieder dahin. 
Wohl auch eine Art der Verarbeitung.  












Kommentare

  1. Liebe Eva,
    tolle Waldimpressionen, Natur pur, das gefällt mir sehr,
    auch die Sinfonie von Joachim Raff.
    Ich wünsche dir einen sonnigen Sommerbeginn.
    Lg Sadie

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  2. Eine tolle Assoziationskette!
    LG
    Astrid

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  3. Ich mag Wälder auch, zu jeder Jahreszeit haben sie ihren Reiz. Schon allein dann tief durch die Nase einzuatmen und die Gerüche wahrnehmen finde ich immer wieder toll.

    Liebe GRüsse

    N☼va

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  4. Tolle Bilder liebe Eva und ein düsteres Gedicht. Ich hatte doch tatsächlich eine bissen Gänsehaut. Wälder haben tatsächlich ihren eigenen Geruch. Am liebsten mag ich das direkt nach einem Regen.
    ....und ab morgen gibt es trockene Erdbeeren - lach

    liebe grüße
    nicole

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  5. Sehr schön, liebe Eva, vieles mir sehr bekannt, einiges neu.
    Ich glaube, Wald ist immer mit Erinnerungen verbunden.
    Bei mir sind es die Erinnerungen an meinen Vater und an die
    Zeit, als meine Kinder klein waren. Ich kenne viele Gedichte,
    habe mal ein Referat über Eichendorff geschrieben. Das Gedicht
    kannte ich nicht. Zwei Musikstücke habe ich mir angehört.
    Für den Rest komme ich wieder, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
    Einen schönen Tag und liebe Grüße
    Edith

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  6. ...so viel hat diese Bild in dir ausgelöst,
    eine Vielfalt hast du dazu gefunden in Wort und Ton...schön,

    liebe Grüße
    Birgitt

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    1. ja Birgitt und noch viel mehr. Aber das wäre ich ja nicht mehr fertig geworden.
      :-))
      Bei Musik sowieso nicht.

      Lieben Gruß Eva

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  7. Ich bin ja auch immer wieder gerne im Wald, aber einen Baum habe ich tatsächlich noch nie umarmt.
    Werde ich beim nächsten Mal machen!
    Übrigens fühle ich mich leider schon unwohl, wenn ich alleine im Wald bin. Ist bestimmt totaler Unsinn, aber
    lässt sich leider nicht ausschalten.
    Liebe Grüße
    Jutta, mit klassischer Musik im Ohr

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  8. Ich würde auch sehr, sehr gerne in einem Forstbetrieb arbeiten, liebe Eva! Das wäre ein kleiner Traum von mir ;)) Na, ja: ich arbeite ja wenigsten in einem holzverarbeitenden Betrieb.. auch schön!! Deine Waldbilder sind herrlich!! Man wird so wunderbar ruhig und gelassen bei ihrem Anblick.. seufz!! Ganz liebe Grüße und einen sonnigen Sommeranfang wünscht, Nicole.

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  9. Hallo Eva,
    du hast das "Pong" auf deine Weise zurückgespielt!
    Das ist dir gut gelungen. Ich liebe ebenfalls den Wald, er besitzt seine eigene Schönheit und Vielfalt, an Pflanzen und Lebewesen und dadurch auch, seine eigene Musik. Man könnte durchaus, die Musik des Waldes "Sinfonie" nennen!
    Sehr beruhigend klingt des Wanderes Nachtlied.
    LG Heidi

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  10. Genaus Susi,
    in Stuttgart gibt es auch das Haus des Waldes, das ist eng mit den Direktionen verknüft und eine feine Sache.
    Ein paar Mitarbeiten kenne ich sogar noch.

    Schau einfach mal rein. Ist eine feine Sache.

    http://www.hausdeswaldes.de/haus-des-waldes/

    Lieben Gruß Eva

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  11. Liebe Eva, wunderschöne Waldimpressionen. Auch ich bin sehr gerne im Wald. Der Duft, die Waldgeräusche und das Grün sind für mich Erholung pur.
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag. Viele liebe Grüße ... Dorothea :-)

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  12. wunderschöne Bilder..
    und auch die ausgesuchte Musik..
    nachdem ich als Kind mich erst etwas vor dem Wald ängstigte (da ich ihn nicht kannte)
    war er mir später Spielplatz..
    ich war oft alleine im Wald und fühlte mich dort wunderbar aufgehoben ..
    liebe Grüße
    Rosi

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  13. Liebe Eva,
    es ist wunderbar, Dir auf deinen Erinnerungs- und Assoziationspfaden zu folgen. Vor allem der umfangreiche Musikalische Reichtum, den gesammelt hast, gefällt mir. In diese Richtung hätte ich nie gedacht, dabei liegt es eigentlich nahe. Sich in etwas zu verlieren kann also ganz viel spannendes bringen, sehe ich.
    Herzlichen Dank und viele Grüße von Lucia

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  14. Hihi... Ich hatte grade ein deja vu und dachte, das könnte von meiner Schwiegermutter sein. Sie hat ihr ganzes Berufsleben lang beim Forstamt gearbeitet und hat immerzu Forst- Wald- und Holz-Geschichten erzählt. Ich hab immer drauf gewartet, dass sie sich eines Tages im Wald eine Hütte baut...:-)
    Schöner, vielfältiger Beitrag, hoffentlich bleiben uns die Wälder noch lange erhalten. Sie sind so wichtig und unersetzbar.

    LG Sabine

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  15. wälder haben alle ihre eigene musik * schön dein pingpong!

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  16. Liebe Eva, sehr schöner Post über den Wald. Das war sicher eine schöne Arbeit so mit Forst und Wäldern. Gerade eben höre ich ein Musikstück, welches du herausgesucht hast (ich glaube hier kommt gerade ein Hirsch vor). So da bin ich wieder. Bebenhausen ist eines meiner Lieblingsorte auch zum Gassigehen und Fotografieren - einfach wunderschön. Vielen Dank für die vielen schönen Waldbilder und Geschichten. Es grüßt im Geiste aus dem Wald. Marion

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  17. Oooooooohhhhhhhhh, liebe Eva, dein Pong macht mich richtig glücklich.... Deine Gedanken zum Wald, deine Musikbeispiele, von denen ich einige noch gar nicht kenne, das wird mal einen Waldmusikabend geben, so toll, auch deine Bilder.... Und wenn ich deine Oma wäre, würde ich mit dir zusammen in den Wald gehen und gleich zusammen futtern ;-). Einen schönen Tag wünsche ich dir und bald mal wieder Wald, und ohne iPod auf den Ohren ;-). Da gucke ich auch immer ganz verständnislos, wenn so ein piependes Ungeheuer an mir vorbeitrabt... DANKE DIR für all deine Assoziationen, die das Foto angestupst hat. Herzlich Ghislana

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