Die unmögliche Tatsache

Die unmögliche Tatsache

Christian Morgenstern

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.



"Wie war" (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
"möglich, wie dies Unglück, ja –:
daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, – kurz und schlicht:

  Durfte hier der Kutscher nicht –?"

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
"Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil", so schließt er messerscharf,
"nicht sein kann, was nicht sein darf."




Dieses Gedicht von Christian Morgenstern, der am 
6.Mai 1871 in München geboren wurde, erscheint mir zu dem Thema "Staßenverkehr" von Lotta gar nicht mal so schlecht.
 


Wir haben hier 14.000 Einwohner und täglich werden es mehr, was natürlich auch an der Bauwut hier liegt und auch an der sehr guten Infrastruktur (ein Wort, das von der NATO zum ersten Mal verwendet wurde) liegt. Direkter Autobahnanschluß, direkter Anschluß an die 
B 27. Es ist alles da Einkaufszentren, Schulen, weiterführende Schulen usw. Wir sind hier zwar auf dem Land, doch Nahe der Stadt. Ideal und das wirkt sich natürlich auch auf die Kauf- und Mietpreise aus. Ich wohne nun schon seit 1978 hier und habe es nie bereut eine Wohnung hier gekauft zu haben. 
Ich habe heute ein paar Bilder gemacht, allerdings auf etwas verkehrsreicheren Straßen. Hier treiben sich weniger Radler herum.


Ein paar Bilder habe ich auch noch von meinem Post für Cam Underfoot übrig, die nicht mit in den Post durften, die zeige ich im oberen Teil des Posts.

Da wir ja gleich neben der Autobahn wohnen, führt der Planetenweg direkt ein Stück an der Autobahn vorbei und da habe ich mich neulich ins Gras geworfen und geknipst.


Manche Autos hupten und ich dachte: "hoffentlich kommt keine Polizei"! Obwohl es ist ja nicht gefährlich, man läuft ja auch auf diesem Weg, der allerdings keine Leitplanke hat und es ist ja nicht verboten, sich hier auf dem Weg auf den Boden zu werfen. :-))))



Do hat mich durch ihren Post drauf gebracht. Ich habe ja noch einige Archivbilder von Stuttgart,
von Nachtbegehungen mit meinem Stadtführer. Es ist ein Geschäftskollege, der für die Stuttgarter Marketing Stadtführungen macht. Das Bärle, ein hervorragender Stadtführer übrigens, der immer wieder auch mal einiges erzählt, was andere Stadtführer nicht  machen und der ein unglaubliches Wissen über Stuttgart und die Württembergische Geschichte hat. Ich habe sehr viel von ihm gelernt, auch in baurechtlicher Hinsicht.

Also nun Stuttgart im Verkehr bei Nacht.








Hat nun nichts mit Straßenverkehr zu tun, eher mit Schiffsverkehr, macht nix.
Ich habe mir die Oper "Der Fliegende Holländer" von Richard Wagner gekauft und bin nun ganz
glücklich mit dieser Oper. In Wagner muß man sich - so meine Meinung - einarbeiten. 

Für Euch habe ich das Finale herausgesucht, eine so geniale Musik.






Kommentare

  1. Deine Bilder haben, trotz teilweise regem Verkehr, einen hohen Grünanteil. Dies gefällt mir ganz besonders gut.
    Herzlich, do

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    1. Liebe Do,
      wir sind hier auf dem Lande aber selbst in Stuttgart ist der Grünanteil sehr sehr hoch. Auch in der Innenstadt.
      Da achtet die Stadtverwaltung schon sehr drauf, bislang.

      Lieben GRuß Eva

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  2. Guten Morgen liebe Eva,
    da bin ich nun wieder. Zurück aus Ludwigsburg und auch schon aufgestanden. Es war wirklich toll, das Wetter spielte mit und ein paar Kleinigkeiten habe ich mir auch gegönnt. Was mir allerdings wieder aufgefallen ist, sind die Blechlawinen, welche durch die Stadt rollten. Mich stört ja sehr der Lärm :-( Wir sind gestern nur mit dem Auto zum Bahnhof gefahren, dann mit dem Zug bis Backnang und dann mit der S-Bahn rüber nach Ludwigsburg. Das ist recht entspannt.
    Das mit dem Tanz in den Mai ist nichts für mich. Aber ich habe mit Freude festgestellt, dass wir dieses Jahr im Ort wieder einen Maibaum haben. Im letzten Jahr gab es keinen. Die Gründe sind mir nicht ganz bekannt. Aber er steht.
    Nun einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Jessica

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    1. Ja, Ludwigsburg ist noch nicht autofrei, leider! Jeder sitzt ins Auto und befördert und befördert.
      Wenn ich etwas zu sagen hätte, dann müßte JEDER alle zwei Jahre wie ein jedes Auto auch zum TÜV und ein Prüfung auf eigene Kosten ablegen und dann - so denke ich - würde der Verkehr weniger werden. Ebenso müßte - wie auch in der Schweiz - JEDER ab 70 Jahren eine Tauglichkeitsprüfung ablegen, denn was ich gestern wieder mit so einem alten Herrn, der Auto gefahren ist, erleben mußte, das spottet jeglicher Beschreibung. Er kann sich kaum bewegen, darf aber Auto fahren. Meiner Ansicht eine Gefahr, aber bitte sehr, wir leben nun mal vom Auto.
      Lieben Gruß Eva

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  3. Einen schönen Header mit den Schafen, kompliment.
    Eine Autobahn oder Schnellstrasse ohne Leitplanke finde ich noch recht gefährlich.
    Wenn freilaufende Tiere auf die Strasse geraten!
    L G Pia

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  4. Als ich so meine Fotos vom Leipziger Stadtverkehr machte, dachte ich so bei mir...ist irgendwie ähnlich wie Menschen fotografieren...man kommt sich auch irgendwie voyeuristisch vor...;-). Das Gedicht von Morgenstern passt...;-). Schönen Sonntag noch! LG Lotta.

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  5. Die Nachtaufnahmen gefallen mir am besten....erinnert mich an die Leipziger Heimat. Sobald ich Straßenbahnen um mich habe, fühle ich mich zu Hause...:-)
    LG Sigrun

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