Nilkreuzfahrt mit der MS Hapi II

Nilkreuzfahrt mit der MS Hapi II





Anfang Mai 1996 haben wir uns auf eine Nilkreuzfahrt begeben. Ein komisches Gefühl war allerdings dabei, denn ein paar Tage vorher, wurde ein  der Anschlag von Terroristen auf das Europa-Hotel in Gizeh
durchgeführt.

Wir flogen mit der Egyp-Air nach Kairo und wurden von dort aus auf unser Nilschiff die Hapi II gebracht. Es war ein schönes Schiff, das kein so ein riesiger Nildampfer war, sondern insgesamt nur 30 2-Bett Kabinen hatte. Dadurch war das Schiff sehr familiär.  Auch der Kapitän, die Stewards und die Matrosen waren überaus freundlich und hatten zeitweise auch ihre Familien mit an Bord. 

Man sprach englisch und deutsch. Mein damaliger Freund, der Ägypter ist, hatte deshalb mit der Sprache keine Probleme. Unsere Reiseführer Achmed und Allah waren sehr kompetent und sprachen aber auch gut deutsch. Der Kontakt mit der Bevölkerung war gegeben, Sprachschwierigkeiten waren deshalb nicht so schlimm, weil wir durch die Reiseführer (und ich durch meinen Freund) immer gut informiert waren. Die ägyptischen Kinder waren immer präsent und für Bonbons, Kugelschreiber und Bakschisch zu haben. Was auch gut ging, waren Gummibärchen!!!!
Unser Schiff wurde begleitet von Fischern, badenden Kinder, winkenden Fellachenfrauen, die ihre Wäsche im Nil reinigten und vieles mehr.
Wohl zu unserer Sicherheit und zu unserer Verwunderung und unserem Schrecken, stellten wir alsbald fest, dass auch ein Nilkreuzfahrtschiff als Kanonenboot dienen kann. Nach der Abfahrt in Kairo enthüllten Personen in Zivil (wahrscheinlich Soldaten) achtern ein Maschinengewehr (wer die Memphis Belle kennt und auch den Film, weiß, was ich meine). Zugleich wurden wir von einem Boot begleitet, auf dem mit Kalaschnikows bewaffnetes Sicherheitspersonal stationiert war.
Ich muss dazu sagen, dass wir uns durch die Sicherheitskräfte in keiner Weise und bedroht fühlten. Im Gegenteil, sie waren nett und freundlich. 

Eine sehr schöne Reise auf einem Schiff, das dem Bruder des früheren Generalsekretärs der UN Boutros Boutros-Ghali gehörte. Ob das Schiff heute noch fährt, weiß ich nicht.
 
Es waren 14 anstrengende und auch erholsame Tage, die von meinem Freund und einer Reisegruppe sehr gut organisiert waren. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Kurzum es war ein Erlebnis. 
Zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten habe ich keine Beschreibung aufgeführt, man kann es bei Interesse in jedem Reiseführer oder im Net nachlesen.

Die Bilder sind leider nicht besonders, weil es Papierbilder sind und sie haben ein viel zu  kleines Format, ich kann leider keine besseren liefern. Damals habe ich noch nicht fotografiert und ich mußte froh sein, dass Jemand Bilder macht. Die andern Bilder, sind Dias und die muß ich erst mal aussortieren. Aber ich hoffe, anhand der Beschreibung bekommt man einen Eindruck dieser doch sehr sehr schönen Reise. 



Hier eine Beschreibung des sehr schönen und sehr familiären  Schiffes 


 Bugansicht

 

Auf der Hapi II ist die Ausstattung mehr als ausgesucht. Das 4-Sterne-Schiff hat 30 außenliegende 
Zwei-Bett-Kabinen im Mittel- und Unterdeck, geräumiger Salon mit Bar, Speisesaal (Platz für alle Passagiere) und teilweise überdachtes Freideck. Natürlich gibt es hier einen Pool, Liegen und Stühle, sowie eine Bar. Die Hapi II ist 64 m lang, 11 m breit und hat einen Tiefgang von 1,10 m. Frühstücksbüfett, mittags und abends gibt es serviertes Menü oder Büffet. Kaffee und Tee nach dem Essen. Fünf-Uhr-Tee. Die Kabinen, alle im vorderen Teil des Schiffes, haben zwei breite Unterbetten, Fenster, Bordtelefon, Musikkanal, Kühlschrank, Dusche, WC und Fön.
Seitenansicht
Reiseverlauf


1. Tag, 

Samstag:

Flug nach Kairo. Transfer zum Schiff

2. Tag, Sonntag:
Fahrt nach Gizeh. Besichtigung der Pyramiden, des Sphinx und des
Tal-Tempels. Nachmittags Fahrt nach Memphis, der Hauptstadt des Alten Reiches. Besichtigung des Alabaster-Sphinx und der Kolossalstatue Ramses II. Weiterfahrt nach Sakkara. Besichtigung u.a. der Stufenpyramide, des Serapeums und den Grüften der Apis-Stiere und der Mastaba des Ti. 



Hier befinde ich mich vor den Pyramiden von Gizeh. Wir gingen sogar auf einem
kleinen Weg in ein Grab. 
  
3. Tag, Montag: Führung durch das Ägyptische Museum. Besichtigung der Sultan Hasan-Moschee und der Alabaster-Moschee des Mohamed Ali auf der Zitadelle sowie Besuch des berühmten Khan Khalili-Basars. Dort habe ich mir ein wunderschönes Bauchtanzkostüm gekauft. Anschließend besuchen wir die Mohammed Ali Straße.
Das ist Kairos belebteste Musikstraße. Leider heute wohl auch nicht mehr das, was es mal war. 

  Händler mit Ware auf dem Basar, handeln macht Spaß

Blick von der Sultan Hassan-Moschee auf Kairo 


Leben mit und am Nil

4. Tag,           Dienstag:
Schiffsfahrt nach Beni Suef.
 
5. Tag, Mittwoch:       


Heute erreichen wir Beni Hasan.  



6. Tag, Donnerstag:
Besichtigung der Felsengräber von Beni Hasan sowie von Tell el-Amarna der Stadt Echnatons. Danach Weiterfahrt mit dem Schiff nach Sohag. 





7. Tag, Freitag:
 Hassan und ich in Tell el-Amarna


Ganztägige Schiffsfahrt, passieren der Brücke von Sohag und der Schleuse von Nag Hammadi.
8. Tag, Samstag: Busfahrt zum Tempel von Abydos. Besichtigung. Weiter nach Dendera. Besichtigung des Hathor-Tempels.
9. Tag, Sonntag: Ganztägige Schiffsfahrt nach Edfu.
10. Tag, Montag: Besichtigung des Horus-Tempels in Edfu. Weiterfahrt mit dem Schiff nach Kom Ombo und Besichtigung des Doppeltempels. Danach Schiffsfahrt nach Assuan.
11. Tag, Dienstag Fahrt nach Abu Simbel. Nachmittags Segelbootfahrt auf dem Nil zur Insel Elephantine, weiter zum Westufer und Besuch des Mausoleums Aga Khans und weiter zur Kitchener Insel mit dem Botanischen Garten. 

 Das Mausoleum des Aga Khan, damals lebte seine Frau die Begum noch. Heute ist sie wohl auch hier beerdigt. 
 
12. Tag, Mittwoch: Busfahrt zum großen Assuan-Staudamm, weiter in die Granitsteinbrüche und Besichtigung des Unvollendeten Obelisken. Mit dem Motorboot Fahrt zur Insel Agilkia und Besichtigung des Philae-Tempels. Abfahrt des Schiffes nach Esna. 

 Der Tempel von Philae

 Assuan 


 Haus der damaligen Begum in Assuan



13. Tag, Donnerstag: Besichtigung des Chnum-Tempels in Esna. Schiffsfahrt nach Luxor.Besichtigung des Karnak- und Luxor-Tempels.
14. Tag, Freitag: Überfahrt mit der Fähre zum Westufer. Besichtigung einiger Gräber im Tal der Könige, des Tempels der Hatschepsut und der Kolosse von Memmon. 

 Die Ramsesstatuen in Karnak



Säulenwald von Karnak

Die Widder vor dem Tempelbezirk in Karnak
Diese Reise war so beeindruckend und schön, dass ich heute noch gerne daran denke. Vor allem war diese Reise etwas besonderes. Es war eine der letzten Reisen, die so auf dem Schiff durchgeführt wurden. 



Auch habe ich mich gefreut, im Ägyptischen Museum die originalen Teile des
Grabes von Tutenchamun zu sehen. Es ist gewaltig. Heute werden die Originale aus Sicherheitgründen nicht mehr an Museen verschickt. Deshalb wurden originalgetreue Nachbildungen erstellen, die man heute in Ausstellungen sehen kann. Ich habe so eine Ausstellung einmal in München gesehen, ist aber halt auch nicht das, was man im Ägyptischen Museum sieht. 
Man sieht noch viel viel mehr und auch eine Nachbildung des Steins von Rosette mit dem Jean-François Champollion die Hieroglyphen entziffern konnte. Der Stein befindet sich allerdings im British Museum in London. Das haben mein Sohn und ich im Jahr 1991 besucht und den Originalstein angesehen. 

Es ist einfach nur gewaltig, was wir gesehen haben, vorausgesetzt, man interessiert sich natürlich dafür. 
Was auch noch beeindruckend war ist, dass ich das Grab des Tutenchamun besuchen durfte. Ich habe Howard Carters Buch "Das Grab des Tutenchamun" in meinem Schrank stehen und ich kenne es fast auswendig und als ich wirklich sehr ehrfürchtig dieses Grab betreten habe, dann wurde ich noch ehrfürchtiger und dachte an diesen Mann, der das Grab nach Jahrtausenden öffnete und dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Vielleicht wäre ich doch ein guter Archäologe geworden. 


Vor dem Eingang zum Grab von Tutenchamun


Es war so wundervoll und mir nichts fremd, denn mein damaliger Freund war ja Ägypter. Ich hatte ihn auf einem Tanzfestival kennengelernt und er hatte mich zu dieser Reise animiert.  Was wohl aus ihm geworden ist? 

Wenn überhaupt macht man heute nur ganz bestimmte Abschnitte mit dem Schiff, alles andere wird heute mit dem Bus durchgeführt. 

Die Teestunde um 17.00 Uhr auf dem Deck war immer etwas ganz besonderes. Wir fühlten uns wie bei dem  Film "Tod auf dem Nil" und wenn man so langsam auf dem Nil fährt und die Landschaft betrachtet, meint man immer, "jetzt kommt Lawrence von Arabien auf dem Kamel mit dem Sonnenaufgang herauf.

In Assuan kam eine Bauchtänzerin an Bord mit ihrem Orchester und es ist ja klar, dass mich nichts mehr auf dem Stuhl hielt. Es war schon klasse.

Musik wie es hier vom Ensemble Al Tanbura gespielt wird. Großartig ich denke so gerne zurück. Aber so wie damals wird es heute nicht mehr sein, deshalb werde ich auch keine Nilkreuzfahrt mehr machen. Ich möchte meine gute Erinnerung behalten und vieles mehr. Das kann mir Keiner nehmen.

Diese Musik und auf dem Nil fahren, es ist soo schön. 

Das Ensemle "Al Tanbura" besteht aus Mitgliedern, die den Stil der ägyptischen Musik pflegen. Es sind Musiker, Sänger, Fischer und auch Philosophen.

Sie hüten die schönsten ägyptischen Lieder vor allem alte Volksmelodien in ihrem Haus in Port Said dem Tor zum Suezkanal.
Die Bandmitglieder kleiden sich verschieden. Mal in Gallabayas, mal in Jeans, mal mit einem Fez und mit Baseballkappen. Eine bunte Mischung.

Ihre Musik wird von dem Ruf der Simsimiyya bestimmt. Das ist eine alte Leier aus der Zeit der der Pharaonen. Mit derSimsimiyya, sie hat fünf oder mehr Saiten, begleiten sie die traditionellen Lieder die Geschichten erzählen. Es wird vor allem in der lebhaften Tanzmusik der Hafenstädte und besonders in Port Said eingesetzt.





Und wie kann es sein das Ensemble Al Tanbura mit Enta Omri = DU bist mein Leben.
Gesungen ein wunderbares Liebeslied, das können Ägypter sehr gut. :-)))
Liebeslieder singen! Ja, davon kann ich wieder ein Lied singen!!!


Ein langer Post und wer will muß ja nicht lesen. Aber es war meine Reise, so wie ich viele Reisen dieser Art gemacht habe und über die ich so nach und nach berichten werde. 
Diese Reise jährt sich im Mai zum 20. Mal. Doch mir ist es, als hätte ich sie gerade erst gemacht. 


Ich entschuldige mich für die teilweise unterschiedliche Schrift, warum das so ist, weiß ich nicht. Ich habe den Reisebericht von meiner ehemaligen Website übernommen.

Vielen Dank  


Kommentare

  1. Hallo Eva,
    tolle Einblicke, die du hier gewährst, ja so eine Nilreise ist bestimmt einzigartig,
    man muss nicht tagelange irgendwo auf hoher See nur die Wellen betrachten, sondern es
    zeigt sich täglich ein anderes Bild, auch dass es sich um ein kleines Schiff handelte,
    war sicher von Vorteil.
    Heute ist es auf Grund der Unruhen weltweit nicht mehr einfach eine unbeschwerte Reise zu unternehmen
    und da hat man eben die Zeit in Erinnerungen zu schwelgen.
    Am besten gefällt mir das Bild
    "Vor dem Eingang zum Grab von Tutenchamun"

    Ich wünsche dir einen sonnigen Tag.
    Lg Sadie

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    1. Hallo Sadie,
      genauso ist es, ich mag die Flüge nicht mehr und gehe auch lieber nach Bayern oder an den Bodensee.
      Mich zieht es nicht mehr hinaus, die Reisen, die ich machen wollte, habe ich gemacht und Australien trotz Bekannte in Alice Springs, nein es ist mir zu lange.

      Ja, die Reise war etwas ganz Besonderes und wenn man das alles auch noch mit einem Einheimischen macht, ist es noch viel viel interessanter, denn man kommt an Orte, wo der normale Touri gar nicht hinkommt.
      Das ist es, was ich mag. Alles andere muß ich nicht haben.

      Aber mit einem Orientalen befreundet zu sein, ist nicht immer sehr einfach. Dazu irgendwann mal mehr.

      Lieben Gruß Eva

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  2. Was für eine Reise!
    Allerdings hätte ich mich sehr wohl bedroht gefühlt, bei so einem Aufmarsch an Waffen.
    Was mir gefällt ist die Größe des Bootes. Ich selbst habe nich nie eine Kreuzfahrt gemacht, könnte mir
    aber so ein Riesenschiff für mich niemals vorstellen.
    Danke für's Mitnehmen und schöne Grüße
    Jutta

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  3. Hallo Eva,
    wenn man überlegt, in welcher Zeit diese Bauwerke entstanden sind, frage ich mich immer...wie um Himmels Willen haben die das gemacht! Diese riesigen Steine..... Es ist einfach beeindruckend.
    Danke, dass du mich mitgenommen hast. Eine schöne Reise.
    Schade, dass man heute echt vorsichtig sein muss, wenn man in diese Länder reisen will. Derzeit käme ich nicht auf die Idee...

    liebe grüße
    nicole

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  4. Hallo Eva,
    ich beneide dich, du hast die Pyramiden gesehen und vieles mehr!
    2005 war ich ebenfalls auf einer Nilkreuzfahrt, ich könnte heute noch davon schwärmen...
    Das war aber eine ganz andere Route, es fuhren damals keine Schiffe ab oder nach Kairo.
    Unser Flug ging nach Luxor und die anschließende Schiffsreise nach Assuan und zurück.
    Wer die Pyramiden sehen wollte, der musste das mit dem Zug, Bus oder Flugzeug tun!
    Im Anschluss an die Nilkreuzfahrt hatten wir noch eine Woche Badeurlaub am Roten Meer gebucht.
    Ich denke so gerne an diese Reise zurück und das ist kein Wunder, man konnte in dieser kurzen Zeit sooooo viele Eindrücke sammeln! Deshalb weiss ich auch sehr genau von was du sprichst!
    Unsere Bauchtänzerin hatte unter ihrem Kostüm noch Radlerhosen an, das konnte man durch den feinen, durchsichtigen Stoff sehen und das ging gar nicht! Solche Sachen neben anderen, die vergisst man nicht!
    Ich würde sehr gerne noch einmal auf dem Nil kreuzen. Ich hatte mir das damals schon vorgenommen... noch einmal den Nil sehen und hatte bei dem Wunsch meine Hand im besagten Wasser!
    Vielen Dank für deinen wunderschönen Beitrag, der uns von einer wunderschönen, orientalischen Welt berichtet!
    LG Heidi

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  5. Ja, das gibt es heute nicht mehr diese Reise, sie war aber ja auch etwas ganz Besonderes.
    Heute möchte ich keine Nilkreuzfahrt mehr machen und das alles ist heute auch nicht mehr so teuer, wie es 1996 gerade dieser Hapi war. Nein wir haben uns nie bedroht gefühlt, das kann ich immer nur sagen. Immerhin habe ich - ich interessiere mich eben dafür - eine Kalaschnikow und ein Geschütz gesehen.

    Vergessen habe ich zu schreiben, dass wir in Kairo im Sheraton-Hotel Fifi Abdou tanzen sehen haben.
    Eine große Bauchtänzerin aus Ägypten. Sie eine Diva auf jeden Fall.
    Nein, die heutigen Bauchtänzerinnen in Ägypten, ich weiß nicht und es sind auch keine Ägypterinnen mehr,
    das ist heute auch etwas ganz anders. Wenn ich heute eine Nilkreuzfahrt machen würde, ich glaube ich wäre enttäuscht.
    Was noch dazu kommt, es ist etwas ganz anders, wenn du so eine Reise mit einem Ägypter machst, ganz anders.

    Lieben Gruß Eva

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  6. Schöne Bilder und ein toller Bericht - danke dafür!
    In Ägypten waren wir auch einmal mit unseren beiden kleinen Mädchen (noch bevor die Schule losging) wir haben von dort "kleinere" Ausflüge unternommen, sonst war es mehr ein Bade-Familien-Urlaub. Aber schön fand ich es da auch!
    Liebe Grüße
    Kirsi

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  7. Da haben wir ja wieder was gemeinsam: eine ganz private Ägyptenreise mit einem "Einheimischen". Meine liegt nur noch länger zurück ( 1981) mit unserem Trauzeugen und war ein einziges Abenteuer. Gleich am Flughafen wurden meinem Mann 14 Kamele für mich geboten und dann sind wir die ganze Nacht nicht durch die Passkontrolle gekommen. Aber wenn ich mir überlege, wo wir ganz, ganz alleine herumgelaufen sind, ohne in Gefahr zu kommen...Dieses Ägypten gibt es nicht mehr und ich will auch nicht mehr hin - ich trage es in meinem Herzen....
    LG
    Astrid

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    1. Ja, ja die Geschichte mit den Kamelen. Mir ist das nie passiert, dafür habe ich immer den Ruf
      "Gamila" gehört, was das heißt? Nun, wer es wissen will, kann ja gucken.
      Aber die Sache mit den Kamelen, so wurde es mir von Einheimischen erzählt, ist ein beliebter Trick um
      die Aufmerksamkeit von Touristen zu bekommen. Ein Araber würde nie und nimmer für eine Frau mehrere Kamale eintauschen. Es ist so Kamele sind weitaus wertvoller, als Frauen. Nicht böse sein, aber es ist so. Ich habe es selbst erlebt. Warum ich auch nie einen Orientalen heiraten würde.

      Lieben Gruß Eva

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  8. Liebe Eva
    Unser ehemaliges Segelschiff bekam von mir den Namen Hatschepsut. Da hatte ich meine ägyptische Phase. Habe wohl fast alles gelesen, was damals zu haben war ;))
    Bei diesem Schiff kommt mir aber (mein sehr verehrter) Peter Ustinov in Mord auf dem Nil in den Sinn.
    Spannend was so Bilder wieder in Erinnerung rufen.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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    1. Hallo Barbara,
      ja gerade das hatte ich doch oben geschrieben, aber der Film heißt,
      "Tod auf dem Nil" :-)))
      Nix für ungut.
      LG Eva

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  9. Da wird ein Traum wieder wach... Vor 22 Jahren war ich mit einer Freundin privat in Israel, mit Jeepfahrt durch die Negev und auch ein paar Tage am Roten Meer. Ich hätte gern Ägypten noch angeschlossen irgendwann, das war aber leider damals aus verschiedenen Gründen nicht drin. Und heute hätte ich wohl auch Hemmungen... Ich fahre ja nie mit Schiffen auf See, allenfalls ein Stückchen Fähre (unter Druck...), eine Macke von mir, aber auf so eine Flussschiffahrt könnte ich mich einstellen. Von der Wolga träume ich da immer mal. Lieben Gruß Ghislana

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  10. Das muss eine beeindruckende Reise gewesen sein, liebe Eva! Vorbei an alten Grabmälern und Tempeln. Geschichte erleben. Eine wunderbare Form von Reisen. Mein Großer würde auch so gerne in das Land der Pharaonen. Doch ehrlich gesagt, ist mir das Reisen dorthin im Moment zu brisant!! Allerdings hat er mir gerade über die Schulter geschaut und aufmerksam mitgelesen ;)) Also, Danke für's Tagträumen ;)) Herzlichst, Nicole (& E.)

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  11. Hallo Eva,

    die Bildqualität macht gar nichts aus, mir hat es sehr gut gefallen :)
    Früher war man ja auch mit der Qualität nicht so verwöhnt wie heute, wo wir jedes Bild in riesiger Auflösung haben ;)

    Sehr interessant Dein Bericht, ich bin ja immer wieder fasziniert von der alten Kultur und befasse mich immer wieder damit - gerne mehr davon :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  12. Oh, liebe Eva, diesen Post werde ich mir in aller Ruhe gönnen.
    Er hat es verdient, in Ruhe gelesen zu werden und nicht kurz vor dem Schlafengehen.
    Gute Nacht, bis bald, Edith

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  13. Ach, liebe Eva, eine gute Erinnerung behalten, die einem niemand nehmen kann. Das gefällt mir. Zu dem Thema könnte ich auch noch etwas beitragen. Für mich war es die Geschichte einer wunderbaren Reise mit einer besonderen Liebe, die zwar kein happy-end fand, aber auch keinen bitteren Nachgeschmack hinterließ, im Gegenteil: du erinnerst Dich gern, fragst Dich, was wohl aus ihm geworden ist? Behalt ihn so in Erinnerung,wie er war, wenn er Dein Herz berührt hat. Jetzt bin ich eigentlich fertig. Aber ich bleibe noch, bis das Liebeslied zu Ende ist.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Ja Edith, ich behalte ihn in Erinnerung. Weißt du, es ist ein Oriental, Ägypter und ich weiß, was hier auf mich zugekommen wäre. Ich möchte in keinem islamischen Staat leben, obwohl es mir bestimmt in dem
      Haus besser gegangen wäre, als jemals zuvor. Mit Hausangestellten usw. usw. ABER ich hätte meine Freiheit verloren und da verzichte ich gerne auf alles andere.
      Es tat weh, sehr weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

      Schön, dass du es nachfühlen kannst. Aber ich habe noch einen großartigen Menschen kennengelernt und auch hier gibt es eben manches, was halt so ist, wie es ist.

      :-)
      Lieben Gruß Eva
      die ihre Freiheit einfach braucht.

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Allerdings behalte ich mir auch vor, Kommentare nicht zu veröffentlichen.
Lieben Gruß Eva