Schwäbische Springerle und Bärentatzen



Komm, zenda mr a Kerzle a,
dent Bretla auf d Disch,
noch fang i zum verzähla a
wie´s domols g´wesa isch.




Ja, domols hat meine Oma und meine Mutter Springerle und Bärentatzen gebacken. Ein Weihnachtsgebäck, das ich sehr gerne mochte. 





Schwäbische Springerle

Zutaten für etwa 60 Springerle

500 g Puderzucker
4 Eier
abgeriebene Schale einer Zitrone
500 g Mehl 

Für das Backblech:
Butter und Mehl



Für die Springerle braucht man kleine Holzmodel von möglichst verschiedener Form. Ein bis zwei Backbleche mit Fett bestreichen und mit Mehl bestäuben. Den Puderzucker mit den Eiern schaumig rühren, am besten mit der Küchenmaschine. Die Zitronenschale und das gesiebte Mehl nach und nach unter die Schaummasse rühren. Zuletzt den Teig durchkneten und 1 cm dick ausrollen. Die Holzmodel mit Mehl ausstäuben. Die Oberfläche der Teigplatte dünn mit Mehl bestäuben. Kleine Teigstücke in die Modeln drücken, die Kanten mit dem Messer glattschneiden und den Teig wieder aus den Modeln klopfen. Das Mehl an der Teigoberfläche mit einem Pinsel entfernen. Die Springerle auf das Backblech klopfen und 24 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Die Springerle 
20 - 30 Minuten auf der mittleren Schiene
bei - SEHR WICHTIG - leicht geöffneter Backofentür backen.

Die Oberfläche der Springerle soll weiß bleiben, nur die Unterseite darf leicht bräunen. Die Springerle ca. 4 Wochen lagern, dann sind sie weicher.

Was bei den Springerle ganz wichtig ist und daran erkennt man die Bäckerin, dass sie ein Füßle bekommen. Das gelingt mir meistens.


Was ich auch gerne an Weihnachen mag, sind

 Bärentatzen.



Zutaten für etwa 60 Stück

3 Eiweiß 
220 Zucker
100 g geriebene, bittere Schokolade
250 g ungeriebene, geschälte Mandeln 
abgeriebene Schale von einer Zitrone, unbehandelt
1/2 Teel. Zimt 
Zucker zum Ausstreuen der Form 
Butter zum Einfetten des Backbleches
Mehl zum Bestauben des Backbleches


Das Eiweiß steifschlagen und 2/3 des Zuckers langsam einrieseln lassen. Den restlichen Zucker mit der geriebenen Schokolade, den gemahlenen Mandeln, der Zitronenschale und dem Zimt vermischen und unter den Eischnee mengen. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen abstechen und mit den Händen zu Kugeln rollen. Die Form mit dem Zucker ausstreuen, die Teigkugeln in die Form drücken und wieder herauslösen, indem man mit der Kante gegen die Arbeitsfläche schlägt.
Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestauben. 

Die Bärentatzen draufsetzen und über Nacht trocknen lassen.


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten backen.


Bei Springerle und Bärentatzen empfiehlt es sich, sie mit Ober- bzw Unterhitze zu backen. 


Die Modeln für die Springerle und Bärentatzen hat schon meine Mutter benützt. 

Das Licht, des lassa mr no brenna
inwendig, hell ond sacht
damit a jeder sich ka bsenna 
auf diese heilige Nacht.




Das Weihnachtsgebäck geht zu Tanja


Kommentare

  1. Lecker sehen deine Plätzchen aus.
    Diese Holzmodel finde ich imnmer so schön, auch wenn ich noch nie mit ihnen
    gebacken habe und auch gar keine besitze.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    Jutta

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  2. Meine Schwiegermutter hat auch immer wunderbare Springerle gebacken. Allerdings klappte es bei ihr nicht mit den uralten Modeln. Da waren die Schnitzereien wohl zu klein. Sie hat immer Sterne ausgestochen. Das ging auch gut. Nun bekommen wir leider seit 2 Jahren keine mehr von ihr, da sie Alzheimer hat.
    Bis jetzt hab ich mich auch davor gedrückt, da mir der geeignete Raum zum Trocknen fehlt.
    Könntest du mir noch sagen womit man das Backblech nach dem einfetten bestäuben soll? Das steht nicht in deinem Post.
    Liebe Grüße
    Gusta

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    1. Aber klar Gusta,
      das Mehl habe ich vergessen, steht aber oben bei den Zutaten
      Butter und Mehl für das Backblech.

      Das Mehl ist jetzt aber aufgeführt. Entschuldige bitte.

      LG eva

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  3. Die sehen sehr lecker aus, liebe Eva.Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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  4. Die Springerle mochte ich als Kind gerne,glaube heute halten das meine Zähne nicht mehr aus .Aber kann mich noch gut an den Geschmack erinnern.Lg Elke

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    1. Meine Springerle Elke,
      sind weich.

      LG Eva

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  5. Alleine schon die Holzform finde ich ganz bezaubernd, liebe Eva! Und wenn Deine Plätzchen so lecker schmecken, wie Deine schönen Fotos versprechen, dann.. mmmhhh!! Liebe Grüße, Nicole

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