Phacelia, Ölrettich und Weißer Senf

Wenn ich zur Zeit über die Felder gehe, fallen mir auf, dass manche Felder jetzt sehr üppig blühen. Da mich das sehr interessiert hat, habe ich mich mal bei meinem Gänsebauern schlau gemacht. 




Die Phacelia mit ihren blau-violetten Blüten verbreitet einen wunderbaren Blütenteppich. Bei dieser handelt es sich um ein Wasserblattgewächs, das Landwirte im April oder Mai zur Begrünung ihrer Stilllegungflächen ausgesägt haben. Für Bienen eine besonders wertvolle Nahrungsquelle. Die Phacelia wird deshalb auch Bienenfreund oder Bienenweide genannt.




Die Phacelia ist für Landwirte mit erheblichen Vorteilen verbunden. Sie sorgt für eine intensive Bodenbegrünung und verhindert die Verkrautung der Felder. Sie ist hervorragend geeignet zur Vorbereitung für  Mais und Zuckerrüben im nächsten Jahr. Die Phacelia ist nicht winterhart und stirbt nach dem ersten Frost ab, bietet aber einen hervorragenden Schutz für den Boden im Winter.




Man sieht auch den Weißen Senf, der ebenso üppig blüht und oft mit Raps verwechselt wird, ist er aber nicht! Weißer Senf wird, wie die Phacelia, gefördert und viele Landwirte haben sich an diese alte bäuerliche Bodenfruchtbarkeit erinnert. Der schnell wachsende Senf wird nicht geernet. Er bleibt auf dem Acker, erfriert und wird im Frühjahr untergepflügt. Eine hervorragende Dünung.



Man sieht den Ölrettich. Es ist schade, wenn man an diesen Blüten so achtlos vorbeigeht, sind sie doch wunderschön anzusehen. Dieser Ölrettich ist auch eine sehr gute Winterbegrünung.



Er dient  als Schutz vor Austrocknung und Winderosion und zur Verbesserung der Bodenstruktur. Durch die Anpflanzung von Gelbsenf und die anderen Fruchtarten wird dafür gesorgt, dass sich die Lebensbedingungen der Mikroorganismen verbessert und die Bildung von Humus gefördert wird. Ich finde es nach wie vor noch einzigartig, dass ich das alles nahezu vor der Haustüre habe, nicht nur eine interessante Fauna sondern auch die Flora. 

Ist das nicht süß? Ein Vogelhäuschen mit Wintergarten 



und


dieses Grab, hier hat bestimmt Jemand seine Lieblinge begraben. 





Was ich beim Laufen am Mittwoch noch so alles gesehen habe, ist ein Reiher, leider habe ich ihn nicht mehr so gut erwischt.



Es ist erstaunlich, wieviel Blumen auf den Feldern noch blühen. Sonnenblumen und auch Ringelblumen. Es ist nicht normal, das Wetter und ich denke, dass wir einen recht harten Winter bekommen. Mir gefällt das. Denn so warmes Wetter im November ist für die Natur nicht gut.





Kommentare

  1. Da geht es uns beide ums Wetter heute (na, gut bei Dir gestern Abend! Aber da bin ich selten online ;)) Ich denke auch, dass wir einen harten Winter bekommen, liebe Eva! Aber warten wir es ab. Das die Bauern in Deiner Gegend sich auf Gründünger besinnen, finde ich großartig! Auch auf unserem kleinen Stück Garten, ist eine Mischung anzutreffen und weißt Du was die Meerschweinchen meiner Kinder mögen das sogar fressen. Ich schicke Dir einen lieben Gruß in den Tag, Nicole

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  2. Liebe Eva, das Blühen auf den Feldern ist mir auch schon aufgefallen. Dank Dir weiß ich jetzt auch weshalb.
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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  3. Toller Beitrag und schöne Fotos.
    Sei ♥herzlichst bedankt dafür.
    Liebe Grüße
    Jutta . . .die heute mal schnell machen muss ;-)

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  4. Wunderschöne Naturaufnahmen hast du hier eingestellt. Die blühenden Felder im Herbst mag ich auch und auch hier gesehen.
    Die Phacelia kenne ich seit ich den Honig davon gegessen habe. Der war sehr lecker.

    Liebe Grüße schickt dir
    Paula

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  5. Das milde sonnige Wetter ist aussergewöhnlich, aber ich geniesse jeden Tag den man ohne Handschuhe und Schal draussen sein kann.
    Ich habe halt im Gegensatz zu dir gerne das warme Wetter.
    Auch bei uns blühen die Boden Verbesserer um die Wette, mir scheint dass in der Landwirtschaft langsam ein Umdenken stattfindet, weg vom Kunstdünger.
    L G Pia

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  6. Gründüngung finde ich klasse. Ich hab deine ersten lilanen Blümchen auch zuhauf ausgesäht. Das sieht erstmal super aus und hilft dem Boden wirklich sehr gut.
    Mit den anderen beiden Gründüngepflanzen werde ich es mal nächstes Jahr versuchen.
    Ein toller Beitrag.
    Liebe Grüße
    Gusta

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  7. Dein Beitrag ist sehr interessant und lehrreich. Man lernt immer noch dazu. Den Unterschied zwischen Raps und weissem Senf kenne ich noch gar nicht lange. Und die Fotos dazu sind sehr schön. LG Edith

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  8. Liebe Eva,
    wunderschöne Fotos in einer wunderbaren Landschaft, vor allem die Nahaufnahmen sind einfach Spitze!
    Liebe Grüße
    moni

    http://www.reflexionblog.de

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  9. Hallo Eva,
    bei dir kann ich aber auch allerhand lernen!
    Nie und nimmer hätte ich nämlich gedacht, das dies Novemberaufnahmen sind!
    Und jetzt weiß ich, wie man den Ackerboden optimal auf den Winter vorbereiten und nebenbei auch noch düngen kann, toll!
    LG Heidi

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  10. Tolle Fotos!
    Ich liebe die Büschelblume und ihren herrlich Duft, kein Wunder, dass die Bienen darauf fliegen.....Unser Bauer hier hat auch einige Felder mit der Büschelblume und Ölrettich bestellt, ein schöner Farbklecks im Herbst!
    LG, Ophelia

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  11. Your variety of photos is fabulous! Thanks for naming them as one of the has eluded me for a while!

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  12. Gründüngung ist das allerbeste für den Boden, vor allem für die Bodenlebewesen auch, die sonst auf brachen Feldern ziemlich doof aus der Wäsche schauen müssen ;-). Und schön sieht es auch noch aus, wie man an deinen Fotos erkennt... Lieben Gruß Ghislana

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