Schwäbischer Zwiebelkuchen





Wie viele Gemüsearten kannten die Chinesen die Zwiebel schon sehr früh. Über Babylonien gelangten sie zu den Griechen und Römern, die sie im 1. Jahrhundert n.Chr. nach Germanien brachten. Hier fand die Zwiebel erst seit Ende des Mittelalters größere Verbreitung, denn auf den Ritterburgen galt es als unfein, sie zu essen - sie roch für den damaligen Geschmack einfach zu stark. 
Ganz anders heute. Die Zwiebel dient für viele Gerichte als schmackhafte Beigabe. Für den Zwiebelkuchen aber unverzichtbare Beigabe. Zwar ist der Zwiebelkuchen eine elsässische Spezialität, doch versteht sich die schwäbische Hausfrau oder der Hausmann ebenso gut drauf, denn jeder hat sein eigenes Spezialrezept.

Theodor Heuss, der erste Präsident der Bundesrepublik sagte einmal: Mit einiger Schüchternheit nenne ich auch eine herrliche Spezialität, die manchem Freund als barbarisch erscheint: das ist der Zwiebelkuchen..."

Nun ich backe ihn sehr gerne nach meinem eigenen Rezept, meist aber ohne Fleisch. Er kommt selbst bei den Fleischessen gut an, wenn er ohne Speck serviert wird. 


Zwiebelschälen macht mir nichts aus. Ich zerkleinere sie allerdings dann in meiner Küchenmaschine, das geht schnell und fix. Es ist mir auch egal, ob Weißmehl nun gesund ist oder nicht, das muß Jeder selbst wissen,  zu einem solchen Zwiebelkuchen gehört nun mal so ein Hefeteig.

Zutaten für den Hefeteig:

500 g Mehl
2 Eier
100 g Butter 
1 Prise Salz
1/8 Liter Milch
30 g Hefe

Für die Füllung:

2 Kg Zwiebel,
50 g Speckwürfel (nur wer mag, ich mags nicht, ich lass sie weg)
1/4 Liter saure Sahne
4 Eier
40 g Mehl,
je 1 Prise Kümmel und Salz



Die Zutaten für den Hefeteig miteinander verrühren und an warmer Stelle ca. 30 Minuten gehen lassen. Die Zwiebeln raspeln und mit Fett weichdünsten, ohne, dass sie Farbe annehmen. Nun die Speckwürfel kurz anbraten und mit der sauren Sahne, den Eiern, Mehl, Kümmel und Salz verrühren und das Ganze mit den Zwiebeln vermengen. 


Wer es ganz gut machen möchte, der gibt nur die Eigelb zur Masse und schlägt das Eigelb zu Schnee und gibt es Schnee zum Schluß unter die Masse.
 Den Hefeteig ausrollen und ihn auf ein gebuttertes Kuchenblech legen. Nun die Füllmasse gleichmäßig über den Teig verteilen und im Backofen bei 200 Grad 60 Minuten goldgelb backen.





Kommentare

  1. Hmm jetzt bekomme ich schon Hunger :)
    Das sieht Lecker aus. Danke fürs teilen.
    Liebe Grüße
    Gusta

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  2. Mmmhhh, der sieht ja lecker aus.
    Danke für´s Rezept.
    LG Doris

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  3. Hallo Eva,
    jetzt muss ich auch mal wieder einen Kommentar abgeben, meist lese ich abends vorm Schlafen noch kurz auf dem tablet vom Mann was sich so alles getan hat, aber kommentieren tu ich da meistens nicht.
    Ich bin wahrscheinlich eines der wenigen Schwabenmädchen die keinen Zwiebelkuchen mögen. Meine Mama dagegen sehr. Wenn hier die Dorhockete sind, dann muss immer einer mitgebracht werden und mein Papa schimpft dann immer, weil er es nicht riechen kann. Ich mag Scherrkuchen frisch aus den Backhaus, das ist soooo lecker. *G* Aber Euch hat er bstimmt geschmeckt!
    LG
    Manu

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  4. Liebe Eva,

    oh, sieht der gut aus!!!! Den würde ich jetzt gerne zum Abendessen vorgesetzt bekommen :D

    Liebe Grüße,
    Veronika

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  5. Wow, Eva, du hast solch leckere Sachen gekocht und gebacken. Da läuft einem ja das Wasser im Munde zusammen! Den Zwiebelkuchen werde ich mal meiner Tochter zeigen - die ist gerade dabei Backen zu üben und das macht sie großartig - so hoffe ich auf ein leckeres Ergebenis! Vielen lieben Dank fürs Zeigen und das Rezept. Es grüßt ganz herzlich Marion

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