Der orientalische Tanz!

 Das war einmal!





Ich tanze schon seit 1991 orientalisch. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für diese Musik, jedoch so richtig angefangen habe ich 1991 mit einem VHS-Kurs, der mir großen Spaß gemacht hat.


Hier kommt man aber - wenn man mehr möchte - gleich an seine Grenzen und so habe ich bei Samara EL Said in Stuttgart mehrere Kurse besucht.

Aber um seinen Stil zu finden, sollte man verschiedene Lehrer aufsuchen, so führten mich meine Wege zu Gamal Seif, zu Jutta Jamila Kaisner, Eleni, zu Reyhan in Frankfurt, Beatrice Dobre in Stuttgart. Auch bei Nesrin Topkapi in Istanbul war ich einmal Gastschülerin. Auf einer Urlaubsreise nach Hurghada besuchte ich die Tanzschule von Hoda Ibrahim. Eine großartige Tänzerin. Ein ganze besonderes Erlebnis war der Besuch eines Workshops bei Beata und Horatio Cifuentes in Berlin. Ein Traumpaar das phantasisch gut tanzen kann. Aber noch viel mehr Lehrer und Dozenten kreuzten meinen Weg. Gerade überlege ich mir, ob ich nicht wieder einen Workshop besuchen soll.


So fand ich meinen eigenen Stil, der mich dann auch öffentlich auftreten hat lassen. Dies auch deshalb um mir auch die aufwändigen Kostüme und Kurse leisten zu können.


Heute habe ich das Estoda Diplom und unterrichte auch in einem kleinen, ausgewählten Kreis, der leider etwas geschrumpft ist, weil nun von insgesamt acht Tänzerinnen, vier weggezogen sind und man muß hat schon dranbleiben, was bei den Damen nicht einfach ist, die machen zuhause nämlich nichts.
So ist das alles auch ein wenig eingeschlafen. Leider auch deshalb, weil ich eben auch noch einen Nordic Walking Kurs habe und wenn mein Werkvertrag im Anfang August abläuft, werde ich da wohl wieder "orientalisch" tätig werden. Vielleicht auch an der TTW in Ludwigsburg.










Nun hier noch eine kleine Einführung zur Geschichte des Orientalischen Tanzes. Ein paar alte und neue Bilder habe ich Euch auch noch

Vom mittleren Osten bis Nordafrika steht ein alter, traditioneller Tanz noch immer in seiner Blüte. Wissenschaftliche Forschungen glauben den Ursprung dieses Tanzes in einem Gebiet lokalisiert zu haben, das der heutigen Ausbreitung Syriens und des Libanons entspricht. Dieser Tanz erfreut sich in der Gegenwart besonders in Ägypten einer großen Popularität und so sind es die dortigen Entwicklungen des Tanzes, die in der ganzen Welt eine begeisterte Anhängerschaft gefunden haben.
Die Rede ist hier vom "Raks Sharki", was wörtlich aus dem Arabischen mit "Orientalischer Tanz" übersetzt werden kann. Dieser Tanz entspricht einer verfeinerten Art des "Raks Balady" dem "Tanz der Leute". Dabei werden beim "Raks Sharki" verstärkt die Arme und der Oberkörper unter höherer Raumausnutzung bewegt, wogegen beim "Raks Balady" die Tänzerin vorwiegend auf einer Stelle, sozusagen "erdverbundener", unter dem hypnotisierenden Einsatz von Hüftbewegungen verweilt.
Auf die Europäer des neunzehnten Jahrhunderts wirkten besonders diese Rumpf- und Hüftbewegungen derart ungewöhnlich, dass der Tanz begrifflich auf den Ausdruck "Bauchtanz" reduziert wurde. In Wirklichkeit ist der "Raks Sharki" aber ein sehr raffinierter und komplexer Tanz, der die rhythmische Bewegung aller Körperteile einschließt, wobei die Betonung auf den Hüftbewegungen und nicht auf dem Einsatz des Bauches liegt. Der mit hoher Kunstfertigkeit vorgetragene "Raks Sharki" erfreut sich so bei jung und alt, Frau und Mann einer großen Beliebtheit und ist ein fester Bestandteil jeder Festivität, Hochzeit oder anderer kulturellen Veranstaltung.
Ein anderer, dem "Raks Sharki" nahe verwandter Tanz, ist der "Raks Ghawazee". Der Ausdruck "Ghawazee" (Sing.: "Ghawzia") wird für die professionellen Tänzerinnen ländlicher Herkunft verwendet. Ursprünglich handelte es sich um Tänzerinnen der Zigeunerstämme Nawer oder Balwahanaat, welche über Indien und Persien nach Ägypten gekommen waren. Viele europäische Schriftsteller wie Flaubert und de Nerval und auch Künstler wie etwa der Maler Jean-Leon Gerome, ließen sich bei ihrem Schaffen von den "Ghawazee" inspirieren. Heute üben die "Ghawazee" ihre Tanzkunst noch immer bei Festen in Oberägypten aus wo sie die Elemente der dortigen "Saidi"-Folklore in den "Raks Ghawazee" integriert haben.
Im Gegensatz zu den "Ghawazee" waren die "Awalim" (Sing. "Almeh") keine Zigeuner. Über den Tanz hinaus beherrschten sie neben dem Musikinstrumentenspiel auch den Gesang und fanden so Einlaß in die Häuser der Wohlhabenden. Um die Jahrhundertwende herum wurde von den "Awalim" sogar eine Art Test verlangt, bevor eine Erlaubnis zum Tanzen vergeben wurde. Bis heute leben und tanzen die "Awalim" in der berühmten Mohammed Ali Straße von Kairo.
In den 30er Jahren dieses Jahrhunderts entstand in Kairo eine neue Unterhaltungsindustrie mit Clubs und Cabarets im europäischen Stil. Badia Mansabny, eine Tänzerin syrischer Herkunft gründete einen Nachtclub, "Casino Badia" mit arabischer und ägyptischer Unterhaltung. Hier bildete sich ein neuer Typus von Tänzerinnen. Für den Chorus wurde eine große Anzahl von Tänzerinen aufgeboten und die besten von Ihnen bekamen begehrte Solo-Aufritte. Einige dieser Solotänzerinnen u.a. Tahia Carioca und Samia Gamal, erlangten hohen Ruhm. Namen wie Ketty, 
Hoda Shamsadine, Hagar Hamdy, Nadia Gamal wuchsen über ihre Rolle als Tänzerinnen zu populären Filmschauspielerinnen hinaus. So wurde die Schauspielerin Naima Akif in einem Nachtclub einer Schülerin Mansabnys, Beba Asadyne, entdeckt.

Übrigens Orientalischer Tanz hält jüng und beweglich und auch im Alter ist es schön, wenn man seine Körperteile isolieren kann. Allerdings muß man da halt auch ein wenig üben. Aber auch hier gilt halt: "Wer rastet der rostet"

Ganz beliebt ist der Tribal Fusion, der sich inzwischen weiterentwickelt hat.

Probiert es einfach mal, es macht wirklich sehr viel Spaß.

Gefreut habe ich mich, als ich  mich vor einige Zeit in ein altes Bauchtanzkostüm begeben habe. Es passt immer noch und darüber habe ich mich natürlich gefreut. 

Damals hatte ich noch keinen Infrarotauslöser, deshalb mit Kabel.  Ich hatte vor kurzem einen Sport-BH von einer Firma zu testen, den werde ich demnächst auch "bauchfrei" vorführen. Deshalb kommt dieser Post sehr gelegen. :-))

Bei Youtube gibt es soviel Filmchen über den Orientalischen Tanz, schaut sie Euch mal an. Vor allem das Tanzpaar 
Horatio und Beata aus Berlin. Die Beiden sind so wundervoll und absolut gute Lehrer.
Ebenso war ich Schülerin von Deva Matisa aus Berlin eine
so eindrucksvolle und tolle Tänzerin und Frau.



Deva Matisa mit Rabekin



Orientalischer Tanz ist eine hohe Tanzkunst und nicht nur
ein "Bauchwackeln", das sollte sich herumgesprochen haben.
Zum Tanz gehört aber auch ein wenig Wissen über Musik,
Rhythmen, Kultur und auch über Tänzerinnen und doch noch einiges mehr. 

Ach ja, wenn ich schon schwärme dann möchte ich Ayascha aus Malsch nicht vergessen. Auch hier eine absolut gute Tänzerin mit eigener Tanzschule und eine tolle Frau.



Kommentare

  1. Hallo Eva, toller Post. Schön das Du so viel getanzt hast. Wär sicher klasse wenn Du weiter machst.
    Ich hab auch getanzt, so zum Spaß , erst Volkshochschule dann in Semira's Studio orientale in Frankenthal. Ist schon wieder eine ganze Weile her ;)
    Liebe Grüße, Tina

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  2. Hallo Eva,
    da haben wir beide die gleiche Leidenschaft. Wundervoll. Die meisten Dozenten durfte ich auch kennen lernen. Gerne hätte ich auch mal einen Kurs in Ägypten o.ä. besucht. Naja... kann ja noch werden. Das ist ja witzig, wie klein die Welt ist.
    Auf deinen Bildern sieht man, dass du mit Herz und Seele dabei bist!
    Liebe Grüße
    Gusta

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  3. Liebe Eva, s.e.h.r. beeindruckend welche Freizeitaktivitäten Du pflegst. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Dir Spaß macht und Du auch DIE Tänzerin bist, der man die Freude an der Vorstellung ansieht.
    Die Tänzerin Deva Matisa hat mir sehr gut gefallen, weil sie alles so elegant vollführt.

    Im Allgemeinen bin ich aber, der Musik geschuldet, eher eine Anhängerin des klassischen Balletts, was aber keine Geringschätzung des Orientalschen Tanzes bedeuten soll.

    Hab' weiterhin viel Freude an Deiner Tanzleidenschaft.
    Liebe Grüße
    Elisabetta

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  4. Vielen Dank für die Einführung, das habe ich alles nicht gewusst.
    LG
    Kirsi

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