Mutter, wann stirbst du endlich?






von
Martina Rosenberg




Dieses Buch durfte ich mir, als eines von drei weiteren Büchern (über diese werde ich noch berichten), bei der Verlagsgruppe Random-House heraussuchen. Es wurde mir - wie die anderen Bücher auch - kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Grund mir gerade dieses Buch zu bestellen, war meine Tätigkeit als ehrenamtliche Nachbarschaftsheferin. Hier habe ich viel mit dementen Menschen zu tun. 

Nun aber zur Rezension


Der Schreibstil der Autorin ist mir gleich aufgefallen. Er ist nicht für Jeden. Das Buch liest sich gut, obwohl das Thema absolut nicht gut ist.
Es ist sicherlich nicht leicht gleich zwei Menschen pflegen zu müssen. Die Autorin mußte das allerdings nicht, sie war in der Lage sich Pflegepersonal leisten zu können und hat immerhin noch ein Haus bauen und sich ein Pferd leisten können.

Aber selbst, wenn man in der pekuniären Lage ist, sich Personal leisten zu können, blieb auch verwaltungstechnisch viel an der Autorin hängen. Auch die Situation, dass Pflegepersonal in der Wohnung aus- und einging, war nicht einfach.

Die Mutter dement und der Vater mit einem Schlaganfall, der nicht in ein Haus enfliehen konnte und sich immer mehr zurückgedrängt fühlte. Der Vater stirbt 9 Monate nach der Mutter. 

Dass man irgendwann auch an seine Grenzen kommt und schließlich dann den Satz, den das Buch zum Titel hat, sagt? 
Ich kann es gut verstehen auch, nachdem ich das Buch gelesen habe. Sicherlich sagt man sowas nicht, vielleicht denkt man es auch nur. Aber man kommt in der Pflege von Angehörigen mit Sicherheit an seine Grenzen. Es ist ein sehr ehrliches Buch.
Die Krankenkassen stellen sich in vielen Dingen stur. 


Kleine Leseprobe aus dem Buch:

Das Stöhnen und Keuchen meiner Mutter wird immer lauter. Ich halte ihre Hand. Oder halte ich mich daran fest? Irgendwann sage ich ganz leise, dann immer lauter "Stirb jetzt endlich Mutti! Bitte, stirb jetzt. Du kannst jetzt gehen. Geh! Bitte geh!" Immer wieder und wieder  sage ich das. Dabei wische ich ihr die Stirn ab und halte ihre Hand. 



Diese Rezension ist mein Eindruck von diesem Buch, das man lesen sollte. Es gibt meine persönliche Meinung wieder.





Kommentare

  1. Liebe Eva,
    endlich hast du das Buch veröffentlich. Wir haben uns heute ja darüber auch unterhalten. Ich fand das Buch auch interessant. Es hat hier jeder seine eigene Meinung.
    Ich weiß, dass die Helferinnen - zu denen auch du gehörst - gute Arbeit leisten, die manchmal auch einiges abverlangt.
    Den großen Reibach - wie viele meinen - kann man hier aber nicht machen. Es ist nur eine kleine Entschädigung und das ist auch vollkommen in Ordnung.
    Viele liebe Grüße
    Britta

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    1. Hallo Britta,
      ich danke dir recht herzlich. Ja, den großen Reibach machen wir alle nicht, denn es ist ein Ehrenamt. Es ist ja auch nur ein kleine
      Entschädigung. Aber ich gehe gerne zu meinen Senioren und die Arbeit macht Spaß. Würde es nicht so sein, dann würde ich es auch nicht machen.


      Lieben Gruß Eva

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  2. Hallo liebe Eva,
    ich habe es gerade erst gelesen. "Herzlichen Glückwunsch". Ich freue mich so für Euch alle. Das wird bestimmt eine spannende und aufregende Zeit und als Oma darf man immer all die Sachen machen, die als Eltern verboten sind ;)
    Liebes Grüßle von mir.
    Gudrun :) von Baustelle "Leben"

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    1. Danke Gudrun,
      schön, dass du wieder da bist.
      Ja, ich freue mich auch auf mein Enkelkind und habe auch schon die Kinderabteilungen durchstreift. Es gibt ja so goldiche Sachen.
      Habe auch schon was gestrickt. Nähen, das überlasse ich der anderen Oma, die kann das besser, sie ist Schneiderin und hat das gelernt,
      da getraue ich mir nicht zu nähen. Aber man soll ja nie "nie" sagen.
      Vielen Dank und Gruß Eva

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  3. Da fehlen mir fast die Worte....schon beim Titel läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich weiß nicht mehr genau, ob ich diese Gedanken bei meiner Mutter hatte. Aufgrund ihrer Krebserkrankung hatte ich sicher den Gedanken, sie möge erlöst werden. Aber nur, weil es für sie selber so furchtbar schlimm war. Jetzt haben wir noch zwei fast 80jährige Väter. Was uns da noch erwartet.... ? Gut zu wissen, dass es dieses Buch gibt.
    LG Sigrun

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