Gehäkelter Korb

;-))) 





Ja, heute gibt es für den Creadienstag einen gehäkelten Korb.

Die Mühe rundum häkeln habe ich mir aber nicht gemacht, sondern ich hab ein Spitzendeckchen, das ich schon vor langer Zeit gehäkelt habe (ich bin am Ausmisten und ich habe einige Deckchen) über eine Schüssel gestülpt mit Kleister eingekleistert und einfach gewartet, was dabei

herauskommt.

Ich muß sagen, ich bin begeistert und ich denke mal (das war erstmals ein Versuch) hier wird noch mehr passieren. 

Es ist ganz einfach. Eine fürs Deckchen passende Schüssel nehmen und richtig schön mit Kleister einreiben. Das ist ein wenig eine Sauerei, aber diese lohnt sich auf jeden Fall.


Für mich ist dieses Körbchen nun ein nettes Teil für den Tisch und für eine Dekoration.



Das Körbchen steht von selbst und ist fest und die Durchbrechungen sind auch nicht bekleistert,
sondern frei.

Nun habe ich mir überlegt, was ich denn heute für eine Musik nehmen könnte.

Da wir ja seit Sonntag die Sommerzeit haben, dachte ich, dass die Ballade "Die Uhr" von Carl Loewe
(Text: Johann Gabriel Seidl) ganz gut wäre.


Mir hat diese Ballade schon als Kind gefallen, der Text ist aber auch wundervoll.



Die Uhr

Ich trage, wo ich gehe, stets eine Uhr bei mir;
Wieviel es geschlagen habe, genau seh ich an ihr.
Es ist ein großer Meister, der künstlich ihr Werk gefügt,
Wenngleich ihr Gang nicht immer dem törichten Wunsche genügt.

Ich wollte, sie wäre rascher gegangen an manchem Tag;
Ich wollte, sie hätte manchmal verzögert den raschen Schlag.
In meinen Leiden und Freuden, in Sturm und in der Ruh,
Was immer geschah im Leben, sie pochte den Takt dazu.

Sie schlug am Sarge des Vaters, sie schlug an des Freundes Bahr,
Sie schlug am Morgen der Liebe, sie schlug am Traualtar.
Sie schlug an der Wiege des Kindes, sie schlägt, will's Gott, noch oft,
Wenn bessere Tage kommen, wie meine Seele es hofft.

Und ward sie auch einmal träger, und drohte zu stocken ihr Lauf,
So zog der Meister immer großmütig sie wieder auf.
Doch stände sie einmal stille, dann wär's um sie geschehn,
Kein andrer, als der sie fügte, bringt die Zerstörte zum Gehn.

Dann müßt ich zum Meister wandern, der wohnt am Ende wohl weit,
Wohl draußen, jenseits der Erde, wohl dort in der Ewigkeit!
Dann gäb ich sie ihm zurücke mit dankbar kindlichem Flehn:
Sieh, Herr, ich hab nichts verdorben, sie blieb von selber stehn.

Johann Gabriel Seidl


Seidl war übrigens auch der Textdichter der österreichischen Nationalhymne

„Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser, unser Land!“

Hier schau ich gerne rein.