Der Untergang der Wilhelm Gustloff






Wir haben heute Freitag den 30. Januar 2015. Heute ist auch Freitag und somit Blumentag # 4/15 bei 

Heute möchte ich meine Blumen in erster Linie den Opfern des Untergangs der Wilhelm Gustloff widmen.


Die Wilhelm Gustloff lief am Abend des 30. Januar 1945 aus dem Hafen Gotenhafen (heute Gdynia  in der Wojewodschaft Pommern in Polen) mit ca. 10.000 Flüchtlingen, die aus den 
Ostgebieten vor der Russischen Armee geflogen waren, gegen 13:15 Uhr aus.


Die Wilhelm Gustloff wurde nach einem Landesguppenleiter in der Schweiz genannt und war ein Kraft durch Freude Schiff. KDF war eine Organisation, die es der deutschen Bevölkerung gestattete, ihren Urlaub zu gestalten, zu überwachen und gleichzuschalten.




Das Schiff war bis zum Bersten gefüllt, mit Flüchtlingen, Verwundeten, Marinehelferinnen, die keinen anderen Ausweg mehr sagen, als mit diesem Schiff zu fliehen.


Die Temperatur betrug -18 Grad. Die vier Kapitäne an Bord der Gustloff waren sich der Gefahr durchaus bewußt und diskutieren, welche Route sie nehmen sollen, nachdem einige Gleitschutzschiffe ausgefallen waren.

Gegen 21.00 Uhr, in Höhe von Stolpmüde, feuerte der 32jährige Erste Offizier, Alexander Marinesko, an Bord eines russischen U-Bootes, als Überwasserangriff drei Torpedos ab - eine Taktik, die die Deutschen viele Jahre im Atlantik durchgeführt hatten und schlug den Feind nun mit den eigenen Waffen.

Drei Torpedos, jeder beschriftet
„Für das Mutterland“, 
„Für das sowjetische Volk“, 
„Für Leningrad“. 
„Für Stalin“
bleibt im Geschoss stecken.

Es ist überliefert, dass Marinesko nicht wußte, dass sich an Bord Flüchtlinge befanden und vermutete einen Truppentransporter. 

Die Versenkung entsprach geltendem Kriegsvölkerecht. Als  Truppentransporter hatte sie den rechtlichen Status eines Kriegsschiffes und wurde so von der russischen Besatzung auch als solches wahrgenommen. Ausserdem hatte sie einen grauen Tarnanstrich und fuhr zum Zeitpunkt der Torpedierung durch Kriegsgebiet und wurde von einem weiteren Kriegsschiff begleitet. An Bord hatte die Gustloff noch Flugabwehrgeschütze und hatte kampffähige Soldaten an Bord.

Das Wrack der Wilhelm Gustloff liegt in 42 Metern Tiefe in polnischen Hoheitsgewässern und ist heute ein Seekriegsgrab und ein geschützes Denkmal.

Von den ca. 10.000 bzw. 9.000 (die Zahl ist unbekannt) konnten von den Torpedofangbooten "Löwe", "T36"  und  dem Dampfer "Göttingen" nur 1.200 Menschen gerettet werden.

Der Untergang der Wilhelm Gustloff ist wohl das größte Schiffunglück der Weltgeschichte, bezogen auf ein einzelnes Schiff.

Viele Menschen ertranken oder erforen im eiskalten Wasser. Im unteren Teil des Schiffes waren u.a. die Marinehelferinnen stationiert, wer sich hier aufgehalten hat, hatte  absolut keine Chance, den Wassermassen zu entkommen.

Die Wilhelm Gustloff sank nach der Torpedierung innerhalb von einer Stunde. 

Genaues kann man auch in der Novelle "Im Krebsgang" von Günter Grass lesen.
Der Untergang der Wilhelm Gustloff ist ein lang verdrängtes Thema.


1959 drehte Frank Wisbar mit den damaligen deutschen Schauspielern Sonja Ziemann, 
Erik Schuman, Günter Pfitzmann u.v.a. den Film

"Nacht fiel über Gotenhafen"




Ich war damals 10 Jahre alt und durfte des Film zusammen mit meiner Schwester im Kino im Stuttgarter Osten am Ostendplatz ansehen. 
Ich war damals zu jung um das alles zu verstehen, deshalb hat mich dieses Unglück, über mein bisheriges Leben beschäftigt.  

Meine Blümchen heute lila mit weiß gestreifte Tulpen, die
ich gekürzt in Vasen gestellt habe. 

Man darf unsere Vergangenheit nie vergessen.  

Quelle: Wikipedia
Günter Grass "Im Krebsgang"




Das Bild an der Wand liebe ich  sehr, ich habe es einmal von einem persischen Bekannten geschenkt bekommen und ist von dem persischen Arzt Zakariya Qazwini "Ente".


Auf vielfachen Wunsch habe ich heute die Kommentarfunktion deaktiviert.







 


Kommentare

  1. Die Leichtigkeit der Tulpen in den schlichten Gläsern in memoriam an ein so beklemmendes Ereignis... ich habe den Film auch gesehen, allerdings als Erwachsene und da lässt sich die Geschichte besser einordnen, 10 war dann doch etwas früh.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße,
    Kebo

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  2. Liebe Eva, vielen Dank für diese Erinnerung !!! Wir dürfen die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs weder vergessen noch verdrängen...
    Wunderbare Tulpen hast du da in den Vasen stehen !!!
    Ganz herzliche Grüsse und ein schönes Wochenende, helga
    P.S. Ich verstehe deine Frage in deinem Kommentar nicht so ganz...meinst du den "Milchstern" ???

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  3. Liebe Helga ...
    Ja die Vergangenheit ist manchmal sehr grausam ....
    Aber Deine wunderschönen Tulpen bringen Freude ..
    Liebe Grüße
    Antje

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